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Krisenstab gegen die Pandemie

In der Caritas-Station herrscht trotz Corona normaler Betrieb. Der Leiter des Krisenstabs gibt Auskunft über Vorkehrungen.
Von Hans Babl

Auch zu Corona-Zeiten ist die Caritas-Sozialstation Ensdorf rund um die Uhr erreichbar.  Foto: Hans Babl
Auch zu Corona-Zeiten ist die Caritas-Sozialstation Ensdorf rund um die Uhr erreichbar. Foto: Hans Babl

Ensdorf.Auch für die Caritas-Sozialstation Ensdorf und ihre 41 fest angestellten Mitarbeiterinnen hat die Corona-Krise Auswirkungen, berichtet Pflegedienstleiterin Christel Knorr. Die Station betreut aktuell 150 Patienten im Durchschnittsalter von knapp unter 80 Jahren aus den Gemeinden des Unteren Vilstales. Außerdem wird an 51 Kunden Essen auf Rädern ausgeliefert.

Religionspädagoge Carsten-Armin Jakimowicz, der Leiter des Krisenstabes Caritas Amberg-Sulzbach, gibt Auskunft über die aktuelle Situation bei der Sozialstation in Ensdorf. So gebe es dort momentan noch genügend persönliche Schutzausrüstung. Und auch der Nachschub an Ausrüstung ist gesichert: „Die Sozialstation bestellt bei den üblichen Lieferanten sowie momentan auch bei neuen Lieferquellen“, sagt Jakimowicz. Die Lieferzeiten seien allerdings derzeit deutlich verlängert, was bei den Bestellungen beachtet werden müsse. Bei der Bedarfsplanung und den Bestellungen bei den Lieferanten müsse man sehr vorausschauend sein. Bei einem konkreten Sonderbedarf könnten Materialien zur persönlichen Schutzausrüstung in begrenztem Umfang auch beim Katastrophenschutz des Landkreises sowie beim Krisenstab der Caritas Amberg-Sulzbach angefordert werden.

Auch die Frage, inwiefern das Personal diese Schutzausrüstung auch tatsächlich tragen muss, beantwortet Jakimowicz klar: „Für das Personal gibt es strikte Vorgaben zum Tragen von persönlicher Schutzausrüstung.“ Auch weitere Schutz- und Hygienemaßnahmen, die immer entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und staatlicher Regelungen aktualisiert würden, gebe es. „Wo immer es geboten ist, dass ein Patient bei der Versorgung auch einen Mund-Nasen-Schutz trägt und dies von ihm auch toleriert wird, wird auch dies umgesetzt“, sagt der Leiter des Krisenstabes der Caritas.

Caritas Ensdorf

  • Zuständigkeit:

    Die Zuständigkeit der Caritas-Sozialstation Ensdorf richtet sich nach den kirchlichen Gemeinden.

  • Gemeinden:

    Für die Station in Ensdorf sind das die Pfarreien Adertshausen, Allersburg, Hohenburg, Ensdorf, Hausen, Hohenkemnath, Rieden, Vilshofen, Ebermannsdorf, Utzenhofen, Schmidmühlen sowie die evangelische Kirchengemeinde Rieden.

Auf die Frage, wie das Personal der Sozialstation eine persönliche Infektion vermeide, sagt Jakimowicz: „Das Personal ist grundsätzlich in allen Hygiene-Themen gut geschult und wurde auch zu allen Coronabedingten Themen nochmals besonders unterwiesen.“ Entsprechend der Entwicklung der aktuellen Lage finde eine beständige Aktualisierung und Sensibilisierung des Personals statt.

Besonders betont der Leiter des Krisenstabs außerdem, dass die Versorgung der Patienten weiterhin „im gewohnten Umfang gegeben“ sei. Auch das „Essen auf Rädern“, einen mobilen Essenslieferservice für bedürftige Menschen, gebe es nach wie vor. „Sofern es weiterhin von den Patienten gewünscht ist, findet die Versorgung mit ‚Essen auf Rädern‘ wie gewohnt statt“, sagt der Leiter des Krisenstabs. Derzeit würde man 51 Menschen so mit Mahlzeiten versorgen.

Auf die Frage nach einem möglichen „worst case“ Szenario sagt Jakimowicz: „Natürlich hält die Caritas Sozialstation Ensdorf wie alle anderen Einrichtungen Notfallpläne vor.“ In diesem Zusammenhang verweist er auf den Krisenstab, der zusätzlich für alle Einrichtungen im Zuständigkeitsbereich des Caritasverbandes Amberg-Sulzbach eingerichtet wurde.“ (abl)

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