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Kommune

Landkreis prämiert nachhaltige Ideen

Amberg-Sulzbach will sein Leitbild umsetzen. Er unterstützt Projekte, die Nachhaltigkeit ganz besonders im Blick haben.
Von Gerd Spies

Landrat Richard Reisinger (Vierter von links) und Maria Regensburger (Regionalmanagerin, Fünfte von links) zeichneten die Preisträger aus. Foto: Gerd Spies
Landrat Richard Reisinger (Vierter von links) und Maria Regensburger (Regionalmanagerin, Fünfte von links) zeichneten die Preisträger aus. Foto: Gerd Spies

Amberg-Sulzbach.Das Thema Nachhaltigkeit hat sich der Landkreis auf seine Fahnen geheftet. Es ist die große Aufgabe, die er in seinem Leitbild formuliert hat. Zur Förderung der Umsetzung hat der Kreistag jährlich 50 000 Euro bereitgestellt. Jetzt konnte Landrat Richard Reisinger die ersten Preisträger auszeichnen.

„Es sind keine gigantischen Projekte, aber sehr wohl Leuchtturmprojekte“ erklärte Reisinger bei einer kleinen Feierstunde im Landratsamt die fünf Initiativen, die eine Unterstützung erhalten. Alle Maßnahmen würden das oberste Ziel des Leitbildes umsetzen. Zweimal im Jahr sollen nun bis zu fünf Projekte vom Landkreis ausgewählt und finanziell unterstützt werden.

Die Umweltschule im Kloster Ensdorf ist ab Herbst 2019 Kooperationspartner mit einer führenden Erlebnisschule in Deutschland zur Zertifizierung von Kräuterpädagogen/-innen. Diese legen zum Beispiel für die Lebensräume Wasser, Wiese, Wald etc. an, die dann von Schülergruppen besichtigt werden können. Außerdem soll eine Wildkräuterküche eingerichtet werden, in der auch Kochkurse geplant sind, erzählte Melanie Hahn, die Leiterin der Umweltstation Ensdorf.

CSU Auerbach schafft Mehrwegbecher ab

320 000 Pappbecher wandern pro Stunde in Deutschland als „coffee to go“-Becher in den Müll. Jetzt hat die CSU Auerbach mit ihrem Vorsitzenden Bernhard Hinteregger und Klaus Riede beschlossen, Mehrwegbecher anzuschaffen und an die Unternehmen weiterzugeben. Bis zu 2000 Mal lassen sich diese Kunststoffbecher benutzen. Elf Geschäfte hätten bereits, so Hinteregger, ihre Bereitschaft zur Beteiligung an diesem Projekt signalisiert. Der „Auerbecher“, wie der stabile Kunststoffbecher mit dem Logo des Auerbacher Rathauses und des Landkreis-Leitbildes heißt, wurde schon in einer ersten Auftaktveranstaltung auf dem Auerbacher Marktplatz vorgestellt und an die Café-Betreiber für einen Preis von 1,50 Euro ausgegeben.

„Wenn Oma und Opa wieder trampen!“ In vielen ländlichen Gemeinden steigt der Altersdurchschnitt. Die Jungen ziehen weg, die alten bleiben zurück. Und wer kein Auto hat, hat ein Problem. In vielen Gemeinden Bayerns gibt es neuerdings sogenannte „Mitfahrbankerl“, die dafür sorgen sollen, dass Senioren mobil bleiben. Diese Idee hat der neue Poppenrichter Bürgermeister Roger Hofmann aufgegriffen und will sie in seiner Gemeinde umsetzen. „Es gibt schon positive Erfahrungen in vielen Gemeinden in Bayern mit solchen Bankerln. Wir werden einige an neuralgischen Punkten innerhalb Poppenrichts aufstellen und mit passenden Schildern ausstatten“, kündigte der Bürgermeister an. So könnten auch Senioren ohne Auto. den Nahversorger am Ortsrand erreichen, meinte Hofmann. Für die Umsetzung seiner Idee erhält er jetzt 1000 Euro vom Landkreis.

Die Kriterien

  • Homepage:

    Auf der neu gestalteten Homepage des Landkreises www.deinezukunft-as.de können die Richtlinien für die Förderung von neuen Projekten abgerufen werden.

  • Zuwendung:

    Bis zu 80 Prozent der Projektkosten, jedoch nicht mehr als 1000 Euro beträgt die Zuwendung. Anträge können Kommunen, Institutionen, Vereine oder Verbände stellen.

Das erklärte Ziel des Landkreises ist es, dass immer mehr Bauern auf ökologischen Landbau umstellen. Das erklärte Barbara Ströll, Leiterin der Ökomodellregion Amberg/Amberg-Sulzbach. Voraussetzung für den Anbau von Bio-Getreide ist, dass Bäckereien auf Bio-Produkte umstellen, Bio-Getreide verwenden. „Bio-Produkte sind ein wachsender Markt, daher eine Chance für das Lebensmittelhandwerk“, so Barbara Ströll. Mit einer finanziellen Unterstützung bei der Zertifizierung für Bio-Siegel will der Landkreis nun den Bäckereien unter die Arme greifen. Fünf Bäckereien in der Region bieten bereits Waren aus Bio-Getreide an. Die beiden Bio-Bäcker Kellermann in Amberg und Hutzelhof in Edelsfeld bieten nur Bio-Backwaren an.

Weigendorf blüht auf: Die Gemeinde will jetzt Wiesen, Brachflächen und andere ungenutzte Flächen bepflanzen. Dazu wird heimisches Saatgut beschafft. Der Schwerpunkt soll an der B 14 und an der Kreisstraße 38 liegen. Man will auch Kooperationen, zum Beispiel mit dem Kindergarten oder mit Privatpersonen ins Leben rufen. Ebenfalls mit 1000 Euro unterstützt nun der Landkreis diese Idee.

Schließlich fördert der Landkreis auch die Einrichtung von Trockenmauer-Kursen. Interessierten Menschen soll damit die Fähigkeit vermittelt werden, Trockenmauern als Lebensraum für Eidechsen, Insekten und bestimmte Pflanzen anzulegen.

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