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Landrat dankt den Ärzten

Die Pandemie verläuft nun weitgehend kontrolliert. Für Richard Reisinger liegt das auch am Einsatz des Gesundheitspersonals.

Landrat Richard Reisinger (Dritter von links) bedankt sich bei den Schwerpunkt- und Heimärzten im Landkreis, von links Dr. Gertraud Weigert, Dr. Alexander Seidl (beide Gemeinschaftspraxis Dr. Althammer und Kollegen), Dr. Ulrich Jung, Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer und Heimarzt Dr. Karl Schellenberger.  Foto: Christine Hollederer
Landrat Richard Reisinger (Dritter von links) bedankt sich bei den Schwerpunkt- und Heimärzten im Landkreis, von links Dr. Gertraud Weigert, Dr. Alexander Seidl (beide Gemeinschaftspraxis Dr. Althammer und Kollegen), Dr. Ulrich Jung, Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer und Heimarzt Dr. Karl Schellenberger. Foto: Christine Hollederer Foto: Christine Hollederer

Amberg-Sulzbach.Für ihren Einsatz im Kampf gegen das Coronavirus bedankten sich Landrat Richard Reisinger und Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer bei den Heimärzten und Medizinern der Schwerpunktpraxen im Landkreis Amberg-Sulzbach. Das teilt das Landratsamt mit. Reisinger betonte bei dem Termin vor dem Amtsgebäude: „Dank Ihrer Mithilfe ist die Pandemie in unserem Landkreis weitgehend kontrolliert verlaufen. Es hätte schlimmer kommen können.“

Michael Scherer betonte, dass sich das Konzept der Schwerpunktpraxen im Landkreis bewährt habe. Es setze auf die vorhandenen Strukturen von niedergelassenen Ärzten auf, sodass die Kapazitäten jederzeit zurück- oder hochgefahren werden könnten.

Diese Flexibilität sei wichtig, um angemessen und schnell auf das Infektionsgeschehen reagieren zu können. Zwar habe sich die Welle der neu mit Covid-19 Infizierten im Landkreis Amberg-Sulzbach seit Anfang Mai von wenigen bis gar keinen Fälle pro Tag deutlich abgeschwächt. Aktuell seien noch 486 Landkreisbürger an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt oder mit dem Erreger infiziert, insgesamt 45 Personen seien nach dem Stand vom 25. Mai im Zusammenhang mit Corona verstorben.

Für Herbst dieses Jahrs rechnet Michael Scherer jedoch mit einem erneuten Anstieg. „Wir werden Sie weiterhin bemühen müssen“, sagte er an die Ärzte gerichtet und bedankte sich bei ihnen für deren Einsatzbereitschaft. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Scherer.

Infektionsräume sind abgetrennt

Vier Schwerpunktpraxen gibt es im Landkreis Amberg-Sulzbach. Sie wurden von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt so definiert, dass kurze Anfahrtswege gewährleistet sind und eine flächendeckende Versorgung der Corona-Patienten sichergestellt ist.

Dabei handelt es sich unter anderem um die Gemeinschaftspraxis Dres. Althammer/Birner/Seidl/Weigert in Rieden, die Gemeinschaftspraxis der Doctores Feix & Romfeld in Sulzbach-Rosenberg und die Praxis von Dr. med. Ulrich Jung in Auerbach. Neben den Schwerpunktpraxen leisten zudem Heimärzte wie Dr. Karl Schellenberger aus Sulzbach-Rosenberg und Dr. Jürgen Schlenker aus Hirschau einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Virus, wie das Landratsamt mitteilt.

Als Besonderheit wurden in den Schwerpunktpraxen Infektionsräume abgetrennt, in denen ausschließlich Covid-19-Verdachtsfälle und nachgewiesen Infizierte behandelt werden. Nach telefonischer Anmeldung werden die betreffenden Personen umgehend dahingeleitet. Somit sind Kontakte und Berührungspunkte mit anderen Patienten unterbunden und eine direkte Infektionsübertragung ausgeschlossen. Auch Corona-Tests werden hier durchgeführt. Zudem beliefern Mitarbeiter des Katastrophenschutzes die Schwerpunktpraxen laufend mit Ausrüstungsmaterial, um Patienten und medizinisches Personal vor einer Ansteckung zu schützen.

Scherer koordiniert Personal

Als Versorgungsarzt hat Dr. Michael Scherer die Aufgabe, in enger Abstimmung mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz unter Leitung von Landrat Richard Reisinger eine ausreichende vertragsärztliche Versorgung der Landkreisbürger im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu koordinieren. Dazu können laut Bayerischem Katastrophenschutzgesetz eine zentrale Covid-19-Schwerpunktpraxis oder mehrere dezentrale Schwerpunktpraxen pro Kommune errichtet werden.

Für den Landkreis Amberg-Sulzbach kam nur die dezentrale Lösung in Frage. „Sie war für uns die richtige Wahl, damit die Gesundheitsversorgung im Landkreis aufrechterhalten und die Pandemie beherrschbar bleibt“, sagte Landrat Reisinger.

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