MyMz
Anzeige

Soziales

Lebenshilfe plant ihr großes Jubiläum

Im nächsten Jahr wird das 50-jährige Bestehen gefeiert. Jeden Monat soll es eine Großveranstaltung geben.
Von Hans Babl

Über künftige Wohnmöglichkeiten in den Wohngruppen der Wohnstätten wurden Vorschläge unterbreitet. Foto: Babl
Über künftige Wohnmöglichkeiten in den Wohngruppen der Wohnstätten wurden Vorschläge unterbreitet. Foto: Babl

Amberg.Unter dem Motto „...weil Leben Spaß macht!“ ist die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach bereits seit fast 50 Jahren aktiv. Am 19. März 1969 wurde sie gegründet. Das Jubiläum im kommenden Jahr wirft bereits seine Schatten voraus. Am Samstag, 16. Juni, ist die Bevölkerung ab 10 Uhr zu einem Tag der Offenen Tür in die neuen Jura-Werkstätten in der Raiffeisenstraße 7 in Amberg eingeladen.

Bei der Mitgliederversammlung im heilpädagogischen Zentrum am Fallweg betonte Vorsitzender Eduard Freisinger in seinem Rechenschaftsbericht, dass es auch 2017 gelungen sei, die „schwarze Null“ zu erreichen. Dabei sei das Jahr geprägt gewesen vom Neubau der Jura-Werkstätten in Amberg.

Die Einnahmen und Ausgaben für das heilpädagogische Zentrum lagen bei 13,725 Millionen Euro, für die Werkstätten bei 19,745 Millionen und für die Wohnstätten bei 4,614 Millionen Euro. Insgesamt wurden 25,349 Millionen für Löhne ausgegeben. „Qualifizierte Fachkräfte zu finden, wird zunehmend problematisch“, sagte Freisinger.

Im heilpädagogischen Zentrum sind 474 Personen beschäftigt, 184 in den Werkstätten und 94 in den Wohnstätten. 897 Menschen wurden hier betreut, 552 in der Frühförderung, 166 in der schulvorbereitenden Einrichtung und 179 in der Schule, davon 310 in der Tagesstätte. In den Werkstätten sind 446 Menschen mit Behinderung beschäftigt. 132 wohnen in Wohnstätten. 2017 wurden mit den 80 Fahrzeugen der Lebenshilfe 1,5 Millionen Kilometer zurückgelegt. Der sehr aktive Lebenshilfebeirat nennt sich ab sofort nun „Selbstvertreter“.

„Das Thema Wohnen ist uns ein großes Anliegen“, erklärte Freisinger. „Es geht nicht an, dass Menschen mit Behinderung in Zweibettzimmern leben müssen.“ Planungen gebe es bereits für Einzimmerappartements, nur das Geld fehle noch.

Als großen Erfolg bezeichnete Freisinger das „Wundernetz“ unter dem Motto „gemeinsam unterwegs“. Es sei ein Aushängeschild für Inklusion. Ein Folgeprojekt mit acht Arbeitsgruppen sei bereits genehmigt. „Wir machen weiter“, heißt es diesbezüglich bei der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach.

Ehrennadeln für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Karl Müller, August Moosburger, Brigitte Hieber, Georg Wachter, Waltraud Frauenknecht und Monika Stark.

2019 feiert die Lebenshilfe ihr 50-jähriges Bestehen. Jeden Monat soll es ein Highlight geben. So sind am 10. Februar ein inklusiver Kinderfasching, am 21. März eine Wanderausstellung im Rathaus, am 6. April das Lesefest in leichter Sprache, am 10. Mai der Festakt im ACC, am 23. Juni das Altstadtfest, am 4. Juli ein Sportevent, im Oktober ein Mitarbeiterfest, im November ein Benefizkonzert des Dreifaltigkeitschores und im Dezember der Weihnachtsmarkt geplant.

Jura-Werkstätten

  • Größe:

    Die neuen Jura-Werkstätten umfassen 7623 Quadratmeter, die Förderstätte ist 844 Quadratmeter groß, der Fahrdienst hat 283 Quadratmeter zur Verfügung.

  • Bausummen:

    Werkstätte: 17,317 Millionen Euro, Förderstätte: 2,290 Millionen Euro, Fahrdienst: 1,267 Millionen Euro.

  • Förderung:

    Gefördert wurde das Projekt durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales, die Bundesagentur für Arbeit, den Bezirk Oberpfalz, die Bayerische Landesstiftung, die Aktion Mensch sowie die KfW-Bank.

Weitere Nachrichten aus Amberg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht