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Schule

Lehrer lernen Umgang mit Digitalisierung

Beim Seminar in Amberg bildeten sich Lehrkräfte weiter. Es ging auch darum, Tablets und Smartphones richtig einzusetzen.

BLLV-Bezirksvorsitzende Katja Meidenbauer (li.) freute sich, Medienberater Tobias Frischholz (re.) für den Hauptvortrag zum Thema „Digitaler Unterricht“ gewonnen zu haben.  Foto: Sebastian Bäumler
BLLV-Bezirksvorsitzende Katja Meidenbauer (li.) freute sich, Medienberater Tobias Frischholz (re.) für den Hauptvortrag zum Thema „Digitaler Unterricht“ gewonnen zu haben. Foto: Sebastian Bäumler

Amberg.WLAN, Tablets, Smartphone – digitale Artefakte, die sich in unseren Schulen finden lassen. „Das geht nicht mehr weg. Zeitgemäßer Unterricht in einer digitalen Welt“ lautete der Titel des Vortrags beim Amberger Seminar in der Mittelschule Kümmersbruck.

Medienberater Tobias Frischholz, Lehrkraft an der Mittelschule Markt Indersdorf, gab Einblick in digitale Schulen. Eingerahmt wurde der Hauptvortrag vom Amberger Seminar, das am Freitag und Samstag knapp 500 Lehrkräften aller Schularten Zeit zur Fortbildung gab. Neben der Digitalisierung stand dabei auch die Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs, eine Flexibilisierung der Lehrerbildung und die Forderung einer Besoldung nach A13 für alle Grund- und Mittelschullehrkräfte im Fokus.

Glasfaser, WLAN, Projektion, kurz GWP, dies ist laut Frischholz Grundlage eines digitalen Klassenzimmers. Neben all der Technik dürfe jedoch der Blick auf das Kind nicht verloren gehen. Nach wie vor gilt: Pädagogik ist das Zentrum, Technik kann dabei unterstützen. Aktuell steht die Förderung der Medienkompetenz vor allem bei Lehrkräften im Fokus. Auch für Schüler ist ein Zugang zu Medien wichtig. Dabei ist nicht ein Ausflug in die dunklen Seiten des Internets gemeint, sondern vielmehr der Umgang mit digitalen Medien. Durch informelles Lernen, durch neue Lehr-und-Lern-Konzepte sei es möglich, Kinder wieder für die Schule zu begeistern. Dazu gehöre auch die Nutzung von Videotutorials in Ergänzung zu Büchern.

Die Fortbildung

  • Veranstaltung:

    Das Seminar Amberg ist die größte Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte im ostbayerischen Raum.

  • Angebot:

    Die Digitalisierung stand im Mittelpunkt. Zusätzlich gab es für die Lehrkräfte weitere moderne Angebote wie das Lettering oder Kommunikation mit Gestik. 35 Verlage zeigten zudem, auf welche Hilfsmittel Lehrkräfte zurückgreifen können.

Digital Natives, Generation kabellos oder Generation Z – so werden Kinder oftmals beschrieben. Eine Plattitüde, die sich kaum im Alltag wiederfindet. „Kein Kind kommt als Medienexperte zur Welt“, sagte Frischholz. Notwendig sei eine umfangreiche Förderung von Medienkompetenz. Dem stehe ein Verbot von Smartphones an Schulen entgegen. Auch mit der Mär der Strahlenbelastung durch WLAN räumte Frischholz auf: „Die Strahlung an Access Points ist weit unter dem gesetzlichen Grenzwert.“

Als Zentrum für digitale Arbeit in Schulen nannte Frischholz das Tablet als Allzweckwaffe und Kulturzugangsgerät. Durch die Arbeit mit Apps, durch die Nutzung von Augmented Reality, aber auch durch die Nutzung von Hologrammen kann Unterricht zeitgemäß werden. Dazu gehöre neben der technischen Ausstattung auch die entsprechende Fortbildung der Lehrkräfte, der das Amberger Seminar Zeit gab.

Im kommenden Jahr feiert das Seminar Amberg sein 60-jähriges Bestehen. Die Besucher erwartet auch dann ein breitgefächertes Programm.

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