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Mann erschießt Hund und bedroht Zeugin

Ein Großaufgebot der Polizei rückte nach Ursensollen aus. Ein 78-Jähriger hatte mit einem Gewehr auf seine Nachbarin gezielt.

Für Aufregung sorgte ein Rentner am Montag in Ursensollen. Erst tötete er seinen Hund, dann bedrohte er eine 22-Jährige.
Für Aufregung sorgte ein Rentner am Montag in Ursensollen. Erst tötete er seinen Hund, dann bedrohte er eine 22-Jährige. Foto: Gross/Gross

Ursensollen.Ein polizeiliches Großaufgebot löste ein 78-jähriger Rentner am Montagnachmittag, 8. Juni, aus, da er seine Nachbarin mit einer Schusswaffe bedrohte, nachdem er zuvor seinen Hund erschossen hatte. Das teilt die Polizeiinspektion Amberg mit.

Drei laute Schüsse vernahm eine 22-Jährige vom Hof des Nachbargrundstücks und sah dann, dass ihr Nachbar seinen Hund angeschossen und mit einer Spitzhacke erlegt hatte. Als der 78-jährige Täter die Zeugin bemerkte, richtete er sein Gewehr auf sie und schrie ihr zu „ob er sie auch erschießen solle?!“. Die junge Frau flüchtete sich laut Polizei in ihre Wohnung und setzte einen Notruf ab.

Großaufgebot der Polizei rückte an

Mit zahlreichen Einsatzkräften der Polizeiinspektion, der Verkehrspolizei und des Einsatzzuges wurde der Mann am Tatort angetroffen und die Situation schnell und friedlich bereinigt. Den erlegten Hund der Rasse Spitz hatte er in aller Eile im angrenzenden Wald verscharrt, teilt die Polizei mit. Den Beamten übergab der Täter ein Luftdruckgewehr und gab an, damit den Hund angeschossen zu haben, der dann in den Wald gelaufen sei. Eine andere Waffe hätte er auch nicht.

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Die Polizeibeamten schenkten den Ausführungen keinen Glauben und suchten das Gelände ab. Sie fanden die besagte Stelle und ließen den Hund wieder ausgraben. Der Kadaver wies laut Polizei Schussverletzungen auf, die keinesfalls von dem vorgezeigten Luftgewehr stammen konnten. Deshalb wurde die Staatsanwaltschaft Amberg über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt, die einer Wohnungsdurchsuchung zustimmte.

Polizei findet mehrere Waffen bei dem Rentner

Die Beamten fanden dabei die Tatwaffe, ein Kleinkalibergewehr samt Munition, die Spitzhacke und eine Schreckschusspistole. Das Kleinkalibergewehr besaß der Rentner illegal, da er für dessen Besitz keine Erlaubnis vorweisen konnte. Im Rahmen der Beweissicherung und auch zur weiteren Gefahrenabwehr wurden alle Gegenstände sichergestellt, wie die Polizei weiter mitteilt.

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Als Rechtfertigung für sein Handeln äußerte der Senior, der Hund wäre mehrmals weggelaufen. Das sollte laut Polizei der Grund für die sinnlose Tötung gewesen sein. Nicht nur dafür wird sich der 78-Jährige vor Gericht verantworten müssen, sondern vor allem wegen der Bedrohung der jungen Frau und dem unerlaubten Besitz einer Schusswaffe.

Weitere Polizeimeldungen aus Amberg lesen Sie hier.

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