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Technologie

Masten sind immer noch nicht in Betrieb

Die Telekom macht es spannend bei der Versorgung mit Highspeed-LTE. Noch ist kein fester Termin in Sicht.

Der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch mit seinem dicken Aktenordner am Standort des Mobilfunkmasten. Der Mast könnte Ende März oder auch erst im Mai in Betrieb gehen.  Foto: Liane Kern
Der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch mit seinem dicken Aktenordner am Standort des Mobilfunkmasten. Der Mast könnte Ende März oder auch erst im Mai in Betrieb gehen. Foto: Liane Kern

Ebermannsdorf.Bürgermeister Josef Gilch hält einen dicken Aktenordner in der Hand. Hier hat der Ebermannsdorfer Bürgermeister nur die wichtigsten Schreiben und Aktennotizen abgeheftet. Die Zahl der Telefonate die es bisher gebraucht hat, hat er nicht gezählt. „Ich bin als Bürgermeister dafür angetreten die gesamte Gemeinde mit Highspeed-LTE zu versorgen. Im Herbst letzten Jahres habe ich gedacht, ich könnte einen Haken hinter diesen Punkt setzen“, so Gilch.

Doch obwohl ihm schriftlich mitgeteilt wurde, dass der Mast in Ebermannsdorf Ende des vergangenen Jahres ans Netz gehen sollte, ist dies bisher nicht geschehen. Jetzt wurde ihm auf wiederholte Nachfrage mitgeteilt, dass dies erst Ende März oder auch erst im Mai stattfinden wird. Zur Inbetriebnahme für Pittersberg hat er noch gar keine Auskunft erhalten. Bei der Standortsuche konnte die Gemeinde behilflich sein und mehrere gemeindeeigene Flächen anbieten. Beim schließlich gefundenen Platz in Pittersberg musste erst der Zufahrtsweg auf rund 150 Meter tragfähig ausgebaut werden. Die Naturschutzbehörde verlangte deswegen einen naturschutzrechtlichen Ausgleich. Im Gegenzug für den Mastbau musste die Telekom Sträucher anpflanzen. Auch dafür stellte die Gemeinde eine Fläche zur Verfügung.

Jetzt steht in Ebermannsdorf seit fast einem Jahr der Mast und die Bürger wundern sich: Warum passiert monatelang nichts? Trotz sichtbar montierter Antennen ist keine Änderung der Netzversorgung zu beobachten. Bürgermeister Gilch weiß, dass erst die Einbindung des Standortes in die Netzstruktur der Telekom passieren muss, denn jede Zelle muss optimal mit anderen zusammenwirken, damit etwa ein Gespräch im Auto ohne Abbrüche funktioniert. Jede Funkzelle muss störungsfrei mit den bereits bestehenden zusammenarbeiten. Ein wichtiges Stichwort ist dabei der Handover: Alle Netzteilnehmer müssen ohne Unterbrechung von einer Funkzelle in die benachbarte übergeben werden, egal ob gerade ein Telefonat stattfindet, eine Datenverbindung genutzt wird oder sich das Handy im Standby befindet.

Die Telekom legt manchmal auch „Tage der Netzdefinition“ fest: An diesen Tagen wird ein ganzer Schwung von neu installierten und bereits getesteten Standorten auf einen Schlag im Netz live geschaltet. Wann das für die Standorte in Ebermannsdorf und Pittersberg passieren wird, ist immer noch unklar. (akr)

Vorarbeiten

  • Herausforderungen:

    Der Bau an sich ist nicht das Problem, dieser wird von den Profis in wenigen Stunden erledigt. Standortsuche und Genehmigungsverfahren sind die Herausforderungen, erläuterte Bürgermeister Gilch.

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