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Kommunalpolitik

Masterplan für Ambergs Sportpark steht

Das Konzept eines Sportparks am Schanzl für Freizeit- und Vereinssportler geht in die entscheidende Runde.
Von Gerd Spies

  • Der Sportpark am Schanzl, hier die Beachanlage des VC Amberg, soll ein großes Areal für Freizeit- und Vereinssportler werden. Foto: Gerd Spies
  • Im FC-Stadion ist einer von sechs Fußballplätzen im Sportpark am Schanzl.Foto: Gerd Spies

Amberg.Seit Jahren bastelt Norbert Fischer, der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, an einem Gesamtkonzept für den Sportpark am Schanzl. Hintergrund ist vor allem die Tatsache, dass es dort inzwischen bald weniger Fußballmannschaften als Fußballplätze gibt. Doch die beteiligten Vereine an einen Tisch zu bringen und sie für eine gezielte Kooperation zu gewinnen, scheiterte bisher.

Jetzt scheint Fischer am Ziel seiner Bemühungen angelangt zu sein. Die Stadt Amberg greift zur Unterstützung finanziell tief in den Säckel. Das beschloss in dieser Woche der Hauptausschuss.

Fernziel ist Fusion der Vereine

Als schwierigste Baustelle entpuppte sich für die Pläne der Stadt Amberg die Kooperation der drei Fußballvereine, FC, ESV und DJK. Manch alteingesessener Funktionär hatte seine Probleme damit, die Vereinsbrille abzulegen. Zu groß waren die Rivalitäten der Nachbarvereine in der Vergangenheit. Lediglich sieben Fußballmannschaften in der Summe jagen derzeit im Sportpark dem runden Leder hinterher, denen sechs Fußballfelder zur Verfügung stehen. Längst hat ihnen der SV Raigering in der Nachwuchsarbeit den Rang abgelaufen. Dort spielen 17 Mannschaften, diesen stehen aber nur zwei Felder zur Verfügung. Der Anfang der Kooperation im Sportpark ist aber inzwischen fix. Die Fußballabteilungen des ESV Amberg und der DJK Amberg haben beschlossen, zwei Mannschaften gemeinsam als DJK/ESV für die Saison 2019/20 in den Spielbetrieb zu schicken. Doch bereits nach dem ersten gemeinsamen Training löste sich alles im Nichts auf, waren die ESV-Fußballer weg. Die zweite Mannschaft musste abgemeldet werden.

Finanzierungsplan für das Gesamtkonzept

  • Bauabschnitt 1 (2020)

    : Toilettenanlage: ca. 400 000 Euro, Investitionszuschuss für Beachanlage: 80 000 Euro, Investitionszuschuss für ERSC für Bau von Lagerräumen: 95 000 Euro, Calisthenics-Park: ca. 100 000 Euro, Kinderspielplatz: 34 000 Euro.

  • Bauabschnitt 2 (2021):

    Allwetterplatz: ca. 270 000 Euro, Skateranlage für Kids: ca. 140 000 Euro, Erweiterung der bestehenden Skateranlage: 165 000 Euro, Investitionszuschuss TV Amberg Multifunktionsplatz: 17 500 Euro,

  • Zuschuss:

    Zweiter Investitionszuschuss für ERSC für Bau von Lagerräumen: 95 000 Euro.

  • Bauabschnitt 3 (2022):

    Erneuerung der Wasserleitung: 275 000 Euro, Kunstrasenplatz ca. 565 000 Euro, Erneuerung der Leichtathletik-Anlage im FC-Stadion: ca.658 000 Euro, zweite Eishalle: noch nicht bezifferbar.

  • Summe:

    Insgesamt summiert sich die Kostenschätzung auf rund 2,3 Millionen Euro ohne zweite Eishalle und Leichtathletik-Anlage. (age)

Beiden Vereinsvorsitzenden, dem ESV-Vorstand Bernd Saurenbach und dem DJK-Vorstand Theo Daller, ist bewusst, dass ihre Vereine ohne Nachwuchsarbeit keine Zukunft haben. Der DJK Amberg hängt zusätzlich noch das marode Sportheim als Klotz am Bein. Eine Sanierung lohnt nicht mehr. Zudem fehlt der DJK das nötige Geld dazu. Für 2020/21 hat Norbert Fischer einen weiteren Kooperationsvertrag auf dem Tisch liegen. Da will der FC Amberg mit einer zweiten Mannschaft in die Spielgemeinschaft eintreten. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Ebenso ein Kunstrasenplatz.

Auf drei Haushaltsjahre aufgeteilt will nun die Stadt mit 2,3 Millionen Euro den Sportpark neu gestalten. Schon im kommenden Jahr soll eine öffentliche Toilettenanlage am Eingang des FC-Stadions gebaut werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe will man hier schlagen. Zum einen soll die WC-Anlage im Stadion das marode Pissoir unter der Tribüne ersetzen. Zum anderen soll das WC auch von außen für Jedermann zugänglich sein. Dringend erforderlich, denn die Skater z. B. mussten bisher ohne WC auskommen. Rund 400 000 Euro sind hierfür eingeplant.

Drei Bauabschnitte sind geplant

Das Areal der ehemaligen Tennisplätze des ESV Amberg soll in einen Calisthenics-Park umgewandelt werden. Unweit daneben ist ein Kinderspielplatz geplant. Die aufstrebende Volleyballabteilung der DJK Amberg wird mit einem Investitionszuschuss von 80 000 Euro bei der Erweiterung ihrer Beachvolleyball-Anlage und Errichtung von mobilen Funktionsgebäuden unterstützt. Dafür gibt der Verein das Erbbaurecht für die Hälfte des B-Platzes zurück, wo dann die Stadt einen Allwetterplatz und eine Skateranlage für Kids errichten kann.

Zwei weitere Vereine warten ebenfalls auf Unterstützung durch die Stadt. Der ERSC Amberg platzt aus allen Nähten. Seit dem Zusammenschluss der beiden Eissportvereine wird hier hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet. Als Lohn erfährt die Sportart stetig steigenden Zuspruch. 2021 will man neue Lagerräume schaffen, die dringend notwendig sind. Über eine zweite Eisfläche denkt man intensiv nach. Im FC-Stadion ist die Erneuerung der städtischen Leichtathletik-Anlagen nicht mehr aufzuschieben. Der ESV Amberg und die Amberger Schulen brauchen diese Sportstätten. Ende September wird der gesamte Stadtrat über die Pläne entscheiden. Der Hauptausschuss begrüßte sie einstimmig.

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