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Politik

Mehr Angebot, kleinere Preise

Ismail Ertug und Uwe Bergmann waren beim SPD-Bundesparteitag vor Ort. Dort setzten sie sich vor allem für den ÖPNV im Landkreis ein.

Für Ertug und Bergmann ist der geforderte Umbau des Mobilitätssystems ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz. Foto: Archiv, Böhm
Für Ertug und Bergmann ist der geforderte Umbau des Mobilitätssystems ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz. Foto: Archiv, Böhm

Amberg-Sulzbach.Bei den bevorstehenden Kommunalwahlen tritt die SPD in fast allen Gemeinden des Landkreises an. Das gab Uwe Bergmann bei der letzten Kreisvorstandssitzung im Kreuzwirtshaus in Immenstetten bekannt. „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten“, so Landratskandidat Michael Rischke, „sind bereit, in den Kommunen Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft ihrer Gemeinde selbst mitzugestalten.“

In vielen Gemeinden könne man auch mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten oder wie im Birgland mit Brigitte Bachmann auch wieder mit einer Frau als Bürgermeisterkandidatin antreten. In den Kommunen sei die SPD stark verankert. Kreisvorsitzender Uwe Bergmann stellte heraus, dass die SPD mit Michael Rischke auch einen starken Landratskandidaten habe, welcher durch seine Persönlichkeit überzeuge.

Zu Beginn der Sitzung berichtete Uwe Bergmann vom Bundesparteitag. Unter dem Motto „Aufbruch in die neue Zeit“ fand dieser in Berlin statt. Aus dem Landkreis waren der Europaabgeordnete Ismail Ertug und Kreisvorsitzender Uwe Bergmann als Delegierte dabei. Im verabschiedeten Leitantrag der Partei werde dem Themenkomplex Klimaschutz ein großer Bereich eingeräumt.

Für die beiden Delegierten – Europaabgeordneten Ertug und Uwe Bergmann – sei der geforderte Umbau des Mobilitätssystems ein wichtiger Baustein dafür: „Gerade im ländlichen Raum brauchen wir mehr Angebote und günstigere Preise, wenn der Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV gelingen soll“.

365-Euro-Ticket kein Tabu

Ein 365-Euro-Ticket für Schüler, Studierende und Auszubildende einzuführen, dürfe auch in unserem Landkreis kein Tabu sein, wenn ländliche Regionen in Sachen Mobilität nicht benachteiligt sein sollen, so Landratskandidat Michael Rischke. „Wir brauchen aber auch landkreisübergreifende Konzepte“, forderte Uwe Bergmann. Es könne nicht sein, dass Buslinien an den Landkreisgrenzen zu Ende gedacht sind.

Weitere Termine

  • Lesung:

    Mit Sophie von Bechtolsheim ist es dem SPD-Kreisverband gelungen, die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu einer Lesung nach Ursensollen zu holen. Diese findet am Montag, 13. Januar, um 19 Uhr, im Kubus statt. Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

  • Fahrt:

    Die Fahrt nach Rügen mit Besuch der Störtebeker-Festspiele findet vom 1. bis 5. Juli statt. Interessenten können sich an Mathilde Strobl (0 96 22) 21 39, oder E-Mail an: reinhold.strobl@t-online.de wenden.

Als Beispiel nannte er hier eine Erweiterung der Buslinien aus Hirschau und Schnaittenbach nach Wernberg mit Halt am Industriegebiet an der B 14 bis zum Bahnhof. Rudi Wild, Uwe Bergmann und Reinhold Strobl wiesen darauf hin: „Besonders Schüler, Auszubildende, Studenten und Arbeitnehmer aus dem östlichen Landkreis hätten hier eine Anknüpfung an die Bahnlinie Hof-Regensburg, um so beispielsweise die Berufsschulen in Wiesau oder Schwandorf zu erreichen.“

Der Ausbau der Schienen-Infrastruktur in unserer Region ist der SPD ein großes Anliegen. Aufgeschreckt durch eine Meldung, nachdem die Bahn noch gar keinen Planungsauftrag für die Strecken Nürnberg – Schwandorf und Schwandorf – Furth im Wald vom Bund erhalten hat, hatte sich der frühere Abgeordnete Reinhold Strobl an Bundesverkehrsminister Scheuer gewandt. Auf nochmalige Erinnerung hin wurde diesem mitgeteilt, dass „die Elektrifizierung der Bahn-Strecke Nürnberg – Schwandorf und die ergänzende Elektrifizierung der Strecke Schwandorf – Furth im Wald umfangreiche Ausbaumaßnahmen im tschechischen Abschnitt zur Grenze CZ-Pilsen voraussetzen würde.

Eine billige Ausrede

Der Verweis auf Tschechien sei eine billige Ausrede, so Strobl. Da könne man nur mit dem Kopf schütteln. Bei allen internationalen Verbindungen hapere es am deutschen Ausbaustand. Bei der Strecke nach Pilsen sei es jedenfalls eine Ausrede, gerade da Nürnberg – Schwandorf eigentlich nur indirekt damit zusammenhänge. Es sei auch eine gute Alternative für die Strecke Nürnberg – Regensburg und würde neue Kapazitäten schaffen. Dazu müsse natürlich auch Amberg – Irrenlohe wieder zweigleisig ausgebaut werden. Zwischen Schwandorf und Furth im Wald brauche es mindestens einige zweigleisige Abschnitte, zum Beispiel Roding – Cham. Dieser Abschnitt sei einer der größten Verspätungsverursacher, wie ihm, so Strobl, gesagt wurde. Festzustellen sei auch, dass etliches zurückgebaut und Kapazitäten verringert wurden, zum Beispiel gerade erst vor zwei Jahren bei Schwarzenfeld.

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