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Politik

Mehrfamilienhäuser erlaubt

In „Schleicherberg Süd“ lässt der Hohenburger Gemeinderat künftig dichtere Bebauung zu. Die Abwasseranlage wird inspiziert.
Von Paul Böhm

Der Marktgemeinderat in Hohenburg hat eine Änderung des Bebauungsplanes „Schleicherberg Süd
Der Marktgemeinderat in Hohenburg hat eine Änderung des Bebauungsplanes „Schleicherberg Süd" beschlossen. Dieser liegt jetzt bis Anfang März zur Einsichtnahme im Rathaus aus. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Der Bebauungsplan „Schleicherberg Süd“ wird geändert, weil einige Bauvorhaben geplant sind. Der Marktgemeinderat Hohenburg hat in der jüngsten Sitzung die dritte Änderung gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen.

Diplom-Ingenieur Sebastian Bojanowski vom Büro Seuss-Ingenieure aus Amberg erläuterte im Marktgemeinderat die Entwurfsplanung. Im Detail geht es im Teilbereich „Schleicherberg Süd“ und in einigen anderen Teilgebieten um die Zulassung von Mehrfamilienhäusern mit Garagen, um andere Zaunarten, eine Heckenversetzung sowie Vollgeschosse und Wohneinheiten.

Stellungnahmen können während der Auslegung bis 3. März dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Am Donnerstag, 20. Februar, von 9 bis 12 Uhr findet im Sitzungssaal des Rathauses ein Anhörungs- und Erörterungstermin statt, bei dem die Planung durch das beauftragte Ingenieurbüro erläutert wird und sich Bürger dazu äußern können.

Die Leerstände sinnvoll nutzen

Beim Thema Bauen in Hohenburg erinnerte Marktrat Josef Gmach nicht zum ersten Mal an den Leerstand von Gebäuden im Ortskern. Diese könnten stattdessen für Wohnprojekte genutzt werden.

Die Abwasseranlage Hohenburg soll bei einer TV-Inspektion untersucht werden. Der Kanal wird gereinigt, das Kanalnetz überprüft. Dafür wurde der Auftrag vergeben. Die Kosten belaufen sich auf etwa 65 000 Euro, wurde in der Sitzung bekannt.

Marktgemeinderat Josef Gmach fragte nach dem Förderprogramm, das Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den im Aktionsbündnis „Für mehr Wertschätzung der Truppenübungsplatzanrainer“ zusammengeschlossenen elf Gemeinden laut Meldungen angeboten habe. Marktgemeinderat Sebastian Schärl erwiderte, dass das Förderprogramm der Hartnäckigkeit der Gemeinden im Aktionsbündnis zu verdanken sei. Für einen bestimmten Zeitraum erhalten die elf Sonderstatusgemeinden Fördermittel für Managementsysteme. Beispielsweise könnten sie sich auf die Bekämpfung der Demografie- und Leerstandsproblematik verständigen. Seit bald vier Jahren setzten sich die elf Randgemeinden des Truppenübungsplatzes zusammen für eine Gleichbehandlung der Anrainer ein. In dieser Zeit habe es auch Rückschläge gegeben. Zwei Eingaben in den Landtag 2016 und 2018 scheiterten, weil der Innenausschuss die Argumente der Petenten unter den Teppich gekehrt und die Behördenpannen in der Ministerialverwaltung von 1981 ignoriert habe. Diese hätten zur Ungleichbehandlung geführt.

Riss durch den Gemeinderat

In seiner Heimatgemeinde habe sich im Gemeinderat plötzlich ein Riss gezeigt, als eine Gruppierung einen Haken setzte und die Ungleichbehandlung akzeptieren wollte. Das habe die Mehrheit im Rat dann verhindert. Er hoffe, so Schärl, dass die Fördergelder im Aktionsbündnis in Anspruch genommen würden, um Projekte der Gemeindeentwicklung zu realisieren. Dieses Förderangebot bedeute noch nicht die Lösung und Beendigung der Ungleichbehandlung, aber einen Schritt in die richtige Richtung. (abp)

Die Auslegung

  • Öffnungszeiten:

    von Montag bis Freitag , 8 bis 12 Uhr, Dienstag, 14 bis 16 Uhr und Donnerstag, 13 bis 17 Uhr

  • Anhörungstermin:

    Am 20. Februar, 9 bis 12 Uhr, im Sitzungssaal

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