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Region Amberg
Freitag, 17. August 2018 30° 2

Projekt

Missbrauch von Alkohol vorbeugen

Das Projekt „Schlau statt blau“ soll Jugendliche in der Region Amberg-Sulzbach zum Nachdenken bringen.

  • Sehr offen zeigten sich die Schülerinnen und Schüler, die bei der Premiere des Projekts „Schlau statt blau“, mit Workshops, Diskussionen und einem Theaterstück sensibilisiert wurden. Foto: Stefan Hüttl, HCA-Gymnasium
  • Die Schüler nahmen interessiert an dem Projekt teil. Foto: Stefan Hüttl, HCA-Gymnasium

Amberg.Alkoholmissbrauch und einer möglichen Suchtentwicklung vorbeugen: Das ist das primäre Ziel des Projekts „Schlau statt blau“, das jetzt zum ersten Mal in dieser Art und Weise von der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach und Amberg sowie dem Gesundheitsamt angeboten wurde. Rund 240 Schülerinnen und Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums Sulzbach-Rosenberg, der Mittelschule Kümmersbruck und der Krötensee-Mittelschule Sulzbach-Rosenberg nahmen an zwei Schultagen an dem Projekt in der Aula und Schulturnhalle des HCA-Gymnasiums teil.

Der Aufbau war dabei so gestaltet, dass die Jugendlichen zunächst in kleineren Workshops für die Thematik sensibilisiert und zum Nachdenken angeregt wurden. In Gesprächen erfuhren sie anschließend mehr über Alkohol und dessen Wirkungsweisen, was zugleich Grundlage war für weitere Diskussionen. Zudem rundete ein Theaterstück der Gruppe Bühnengold e. V. aus Berlin den Projekttag ab.

„Allein der Titel ‚Saufen all night long‘ versprach im Vorfeld eine interessante Geschichte. Die darin gespielten Handlungen waren eng geknüpft an das Trinkverhalten junger Menschen und bildeten daher die Realität gut ab. Im Nachgespräch mit den Polizeibeamten Michael Kernebeck und Peter Krämer zeigten sich die Schülerinnen und Schüler sehr offen und reflektiert“, bilanziert die kommunale Jugendpflegerin Claudia Mai den Tag.

Das Projekt soll die Schüler sensibilisieren. Foto: Stefan Hüttl, HCA-Gymnasium
Das Projekt soll die Schüler sensibilisieren. Foto: Stefan Hüttl, HCA-Gymnasium

Mit dieser Art der Aufklärung wollte die Kommunale Jugendarbeit dazu beitragen, die jungen Menschen zu einer differenzierten Haltung zum Alkoholkonsum zu bewegen und ihren Standpunkt zum bewussten Umgang zu festigen. „Dieser Plan ist aufgegangen, das zeigt sich am Feedback der Teilnehmer“, zog Jugendpflegerin Katrin Cislaghi erfreut ihr Resümee.

Nach der Auswertung des Pilotlaufs ist geplant, das Projekt in Zukunft erneut für weiterführende Schulen der Stadt Amberg und des Kreises Amberg-Sulzbach anzubieten. Irene Hug, Sozialpädagogin am Gesundheitsamt, die mit ihren Kolleginnen Ilona Kroneberg und Regina Demleitner ebenfalls Workshops durchgeführt hatte, betonte, eine einmalige Aktion sei als Suchtvorbeugung nicht ausreichend. Sie ermutigte die Lehrkräfte, sich dem Thema weiterhin zu widmen. Unterstützung vom Gesundheitsamt gebe es.

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