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Näherinnen stellten 15 892 Masken her

Viele waren dem Aufruf der Stadt Amberg gefolgt und haben Mund-Nasen-Bedeckungen hergestellt. Dafür dankt ihnen der OB.

Oberbürgermeister Michael Cerny (l.) und der Leiter der Zentralen Dienste, Josef Singer, danken allen, die sich an der Maskennähaktion der Stadt Amberg beteiligt haben. Foto: Susanne Schwab
Oberbürgermeister Michael Cerny (l.) und der Leiter der Zentralen Dienste, Josef Singer, danken allen, die sich an der Maskennähaktion der Stadt Amberg beteiligt haben. Foto: Susanne Schwab Foto: Susanne Schwab

Amberg.Unter dem Motto „Amberg näht“ hatte die Stadt Amberg Stoffe und Nähutensilien zur Verfügung gestellt und über die Freiwilligenagentur Ehrenamtliche dazu aufgerufen, Nasen-Mund-Bedeckungen zu nähen. Ziel war es, in den Zeiten, in denen Masken noch nicht so einfach zu bekommen waren, die ältere Bevölkerung sowie das Betreuungspersonal in Seniorenheimen und Kindertageseinrichtungen mit Alltagsmasken auszustatten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Amberg.

Mitte Mai ging die Aktion zu Ende. „Mit einem überwältigenden Erfolg“, wie Oberbürgermeister Michael Cerny und Koordinator Josef Singer, der Leiter der Stabsstelle Zentrale Dienste bei der Stadt Amberg, jetzt Bilanz zogen. Für diesen Einsatz, für den man eine Wertschöpfung in Höhe von mehr als 110 600 Euro errechnet hatte, bedankten sich der Amberger OB und Josef Singer bei allen Beteiligten und versprachen, die Aktion bei Gelegenheit zusammen mit ihnen zu feiern.

Allein am letzten Tag waren noch einmal 1350 Masken abgegeben worden. Insgesamt hatten rund 200 Näherinnen mitgemacht und in sieben Wochen insgesamt 15 892 Mund-Nase-Bedeckungen hergestellt, davon 12 465 aus Stoff und 3427 aus Vlies. Rund 35 Helfer hatten dann in 1100 Stunden dafür gesorgt, dass die Masken den Empfängern zugestellt werden konnten. Allein an die Altenheime wurden 5662 Masken verteilt. Außerdem erhielten insgesamt 10 230 Amberger ab 65 Jahren eine Alltagsmaske. Auch die Kindertageseinrichtungen und Tagesmütter gingen nicht leer aus. Hier hat jeder Beschäftigte von der Stadt drei – in dem Fall allerdings zugekaufte – persönliche Schutzmasken erhalten. Insgesamt waren dies 825 Stück.

Allein die Materialkosten für diese Aktion beliefen sich auf insgesamt 26 000 Euro, schreibt die Stadt weiter. Wären die ehrenamtlichen Näherinnen auf Mindestlohnbasis zu bezahlen gewesen, wären zudem noch einmal Lohnkosten von 84 600 Euro angefallen. Nicht beziffern lässt sich der soziale Aspekt, kann man daran doch deutlich ablesen, wie sehr man sich in Amberg die Aufforderung zusammenzuhalten zu Herzen genommen hat.

„Dieser Einsatz ist nicht hoch genug zu bewerten. Darum nochmals mein herzlichster Dank – auch im Namen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, denen damit wirklich sehr geholfen werden konnte“, stellte OB Michael Cerny zum Abschluss nochmals fest: „Denn das haben uns die zahlreichen positiven Rückmeldungen und Dankschreiben deutlich gezeigt.“

Engagement

  • Material:

    Um den Näherinnen ausreichend Material zur Verfügung stellen zu können, hatte die Stadt 3000 Meter Baumwollstoff, 2700 Meter Gummiersatz und 350 Rollen Garn beschafft. Daneben waren aber auch viele Näherinnen gerne bereit, Material aus dem eigenen Fundus zur Verfügung zu stellen.

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