MyMz
Anzeige

Notfall

Neuer Defibrillator am Liebengrabenweg

Bei Herzkammerflimmern kann das Gerät Leben retten. Es wurde extra für Laien entwickelt und gibt genaue Anweisungen.

Erwin Gräml, Rettungsdienstleiter vom Bayerischen Roten Kreuz, übergab den Defibrillator an Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des ZV KVS, und Fuhrparkmanagerin Nadine Rudolph (l.). Foto: Nadine Schlegl
Erwin Gräml, Rettungsdienstleiter vom Bayerischen Roten Kreuz, übergab den Defibrillator an Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des ZV KVS, und Fuhrparkmanagerin Nadine Rudolph (l.). Foto: Nadine Schlegl

Amberg.Für den Notfall gerüstet: Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS) mit Sitz in Amberg installiert in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz einen öffentlich zugänglichen Defibrillator. Ab sofort hängt dieser am Bürogebäude am Liebengrabenweg in Amberg und kann in gefährlichen Situationen Leben retten.

Manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod. So auch beim Herzkammerflimmern. „Bei dieser lebensgefährlichen Herzrhythmusstörung ist das Herz nicht mehr in der Lage, Blut zu pumpen und die Betroffenen werden innerhalb von Sekunden bewusstlos. Wird diese Rhythmusstörung nicht schnell genug durch einen Elektroschock unterbrochen, führt sie zum Herzstillstand und damit unweigerlich zum Tod“, erklärt Erwin Gräml, Rettungsdienstleiter beim Bayerischen Roten Kreuz Amberg. Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des ZV KVS ergänzt: „Gerade deswegen ist es so wichtig, mehr Defibrillatoren im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen, die in solchen gefährlichen Situationen Leben retten können.“

Benutzen kann den sogenannten automatisierten externen Defibrillator (AED) jeder. Im Gegensatz zu Profi-Geräten, die Sanitäter oder Ärzte verwenden, sind AEDs in ihrer Bau- und Funktionsweise extra für Laien entwickelt worden. Der Defibrillator gibt per Sprachausgabe und Monitor genaue Anweisungen: Zuerst fordert er den Benutzer auf, die zwei Klebeelektroden am Patienten anzubringen. Dann misst das Gerät selbstständig den Herzrhythmus und wertet aus, ob ein Elektroschock nötig ist. Dieser kann dann per Knopfdruck ausgelöst werden. Wichtig dabei ist jedoch, dass zu diesem Zeitpunkt keine Person den Patienten berührt. Zudem sollte vor der Anwendung des automatisierten externen Defibrillators der Notruf 112 abgesetzt werden.

„Bei der Benutzung des AEDs kann man nichts falsch machen, denn es werden nur Elektroschocks abgegeben, wenn diese erforderlich sind. So können im Ernstfall Bürger Leben retten“, sagt Erwin Gräml.

Wer sich mit dem Defibrillator und dessen Handhabung beschäftigen möchte, kann einen Kurs beim BRK belegen. Auch die Mitarbeiter des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit wurden bereits in die Technik des automatisierten externen Defibrillators eingewiesen.

Kurse des BRK

  • Übersicht:

    Einen Überblick über die aktuellen Kurse des BRK findet man im Internet unter www.kvamberg-sulzbach.brk.de/angebote/kursangebote/kurse-im-ueberblick.html.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht