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Umwelt

Neuer „Heiz-Check“ für Ensdorf

Ein Heizspiegel-Flyer liegt in den Rathäusern sowie im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) aus.
Von Hubert Söllner

Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid und ZEN-Mitarbeiterin Yvonne Busch stellten den Heizspiegel vor. Foto: azd
Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid und ZEN-Mitarbeiterin Yvonne Busch stellten den Heizspiegel vor. Foto: azd

Ensdorf. Durchschnittlich 810 Euro Heizkosten zahlten Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im Abrechnungsjahr 2017. Abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes gab es dabei große Unterschiede. Während die Heizkosten in energetisch optimierten Gebäuden im Schnitt bei 550 Euro lagen, mussten Bewohner von energetisch schlechteren Gebäuden 1180 Euro und mehr zahlen.

Das zeigt der „Heizspiegel für Deutschland 2018“, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ veröffentlicht hat. Der Heizspiegel-Flyer mit den neuen Vergleichswerten für zentral beheizte Wohngebäude liegt bereits in den Rathäusern sowie im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) aus.

Mit dem kostenlosen Heizkostenrechner „HeizCheck“ auf www.heizspiegel.de können Verbraucher zudem prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zum eigenen Gebäude stehen. Außerdem erhalten sie viele Tipps zum Sparen. Je nach Energieträger haben sich die Heizkosten im Abrechnungsjahr 2017 uneinheitlich entwickelt. Aufgrund höherer Heizöl-Preise sind die Kosten in einer 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizöl-Zentralheizung gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 85 Euro gestiegen – auf 750 Euro. In Wohnungen mit Erdgas-Zentralheizung sanken die durchschnittlichen Kosten auf 790 Euro (minus 20 Euro). Bei Fernwärme waren es 895 Euro (minus 35 Euro). Voraussichtlich wird sich diese Entwicklung auch für das Abrechnungsjahr 2018 fortsetzen: Aufgrund steigender Preise müssen Bewohner ölbeheizter Häuser wahrscheinlich mit acht Prozent Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten um etwa drei Prozent sinken.

Damit würde das Heizen mit Erdgas wieder günstiger sein als das Heizen mit Heizöl. Der Heizspiegel zeigt: Die Entwicklung der Energiepreise ist für die Heizkosten relevant – wesentlich wichtiger ist der energetische Zustand eines Hauses. „Der Sanierungsstand ist der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Auch die CO2-Emissionen sind dann entsprechend geringer.“

„Mit dem Heizspiegel-Flyer können Mieter und Eigentümer die Verbräuche und Heizkosten ihres Wohngebäudes bewerten. Und mit dem Heizkostenrechner HeizCheck kann sogar jeder ganz individuell herausfinden, wie groß das Sparpotenzial in den eigenen vier Wänden ist“, erklärt Joachim Scheid, Klimaschutzkoordinator des Landkreises Amberg-Sulzbach. Viele Mieter könnten mit kleinen Tricks ihre Heizkosten deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten. (azd)

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