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Region Amberg
Freitag, 17. August 2018 28° 3

Förderverein

Neuer Name, aber vertraute Mission

Der Ensdorfer Förderverein „Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit e. V.“ verweist auf viele Projekte.
Von Hans Babl

Das ZEN unterstützte auch die Mittelschule Ensdorf - hier eine Aufnahme vom Energietag – auf ihrem Weg zur „Umweltschule“. Foto: Archiv/Schule Ensdorf
Das ZEN unterstützte auch die Mittelschule Ensdorf - hier eine Aufnahme vom Energietag – auf ihrem Weg zur „Umweltschule“. Foto: Archiv/Schule Ensdorf

Ensdorf.Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit beschloss im Wittelsbachersaal eine neue Satzung und Geschäftsordnung. Künftig firmiert der Verein unter dem Namen „Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit e. V.“

Vorsitzender Richard Gaßner berichtete, dass man sich in der Vorstandschaft die Arbeit aufgeteilt habe. Während er sich vornehmlich um die verwalterischen Aufgaben kümmere, nehme sich sein Stellvertreter Benjamin Standecker als Experte um die fachlichen Dinge an. Bei einer Bürgermeisterdienstbesprechung habe er über die innere Struktur des ZEN berichtet, so Gaßner. Angesprochen wurden dabei auch die wichtige Mitarbeit der Gemeinden, die verbindliche Einrichtung von Kommunalen Energieberatern bzw. Nachhaltigkeitsberatern in den Gemeinden.

90 Stromsparchecks

Über viele Info-Besuche vor allem auch der Schulen berichtete Gaßner, über die Teilnahme am Tag der Regionen in Ensdorf, an Sitzungen des Kreistages bzw. seiner Ausschüsse und an Nachhaltigkeitskonferenzen, die „ganz wichtige“ Zertifizierung von Schulen und Energieberatungen. Im Jahr 2016 wurden in 135 Haushalten Stromsparchecks durchgeführt, im Jahr 2017 waren es 90. Der seit Juli 2017 vom Landkreis angestellte neue Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid ist als Experte und Fachmann „Chef“ des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) und unterstützt es über die vielen bisher schon bekannten und bearbeiteten Themen hinaus.

Vorsitzender Gaßner bedankte sich für die Zuwendungen des Landkreises Schwandorf (500 Euro), der Raiffeisenbank Unteres Vilstal (500 Euro) sowie bei der Gemeinde Ensdorf für den Mieterlass für das ZEN. „Der Rahmenvertrag mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach ist vorbereitet und Arbeitsgrundlage, ebenso die Liste der Projekte im Jahr 2018. Nach der heutigen Versammlung kann der Vertrag unterzeichnet werden“, berichtete Vorsitzender Gaßner weiter. „Die Beratung von Landkreis, Gemeinden und vor allem Schulen ist sehr wichtig“, betonte 2. Vorsitzender Benjamin Standecker. „120 Energie- und Nachhaltigkeitsberatungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt. Das Beratungsangebot habe sich geändert hin zu mehr konkreten Themen und Detailfragen zuhause wie etwa barrierefreie Konzepte, Wohnen im Alter sowie Nachhaltigkeitsberatungen.

Energie- und Umweltschulen

  • Bilanz:

    Seit 2013 haben 16 Schulen am dreijährigen Projekt der Zertifizierung als Energie- und Umweltschule teilgenommen. „Neun sind zertifiziert, bei sieben läuft das Projekt noch“, berichtete Manfred Klemm. Weitere vier Schulen sind neu dabei.

  • Frische Luft:

    Mit den Schule werde mithilfe neuer Messtechnik eine CO2-Strategie erarbeitet. Messungen haben gezeigt, dass auch nach dem Lüften die CO2-Werte schnell wieder ansteigen und Schüler müde und unkonzentriert werden.

  • Multiplikatoren:

    Wichtig sind laut Klemm die ZENioren, Senioren, die als Umwelttrainer in Schulen und Kindergärten unterwegs sind. 14 Lehrerfortbildungen sind für heuer geplant. „Die AG Schule hat Energiebildung als Konzept“, so Klemm. (abl)

Kassier Wolfgang Streich freute sich über 5363 Euro an Spenden und einen Überschuss von 2500 Euro im Jahr 2017. Jahresabschluss 2017 und Haushaltsplan 2018 wurden einstimmig genehmigt. Die Kassenprüfer Brigitte Bachmann und Sebastian Schärl bescheinigten Streich „einwandfreie Kassenführung“. Einstimmig wurde Markus Dollacker zum 3. Vorsitzenden des Vereins “ gewählt. Der neue Klimaschutzkoordinator des Landkreises, Joachim Scheid, stellte sein Konzept vor und gab Einblicke in seine Arbeit.

Einstimmig wurde eine neue Satzung und Geschäftsordnung erlassen, eine neue Beitragsatzung beschlossen. Danach zahlen ab 2019 Kommunale Gebietskörperschaften, Kammern, Innungen und Verbände, Finanzinstitute und Unternehmen 120 Euro Beitrag im Jahr, Gewerbetreibende und Freiberufler 48 Euro sowie Vereine, Privatpersonen, Kirchen und kirchliche Einrichtungen 24 Euro.

Termine fürs Reparatur-Café

Als Projekte für das Jahr 2018 sind unter anderem im Bereich Aus- und Weiterbildung eine Handwerkerschulung „Haus sanieren – profitieren“, eine Hausmeisterschulung und Energieberatungen vorgesehen. Im Bereich Service stehen Ausbildung und Exkursionen kommunaler Energieberater auf dem Programm. Die Arbeitsgemeinschaft Energieschule, die Aktion „Grüne Hausnummer“, der Einsatz von Klimawürfel, Energiefahrrad und ZEN-Mobil in den Kommunen sowie Bürgerinformationsveranstaltungen sind unter dem Stichwort „Bewusstseinsbildung“ geplant. Unter dem Aspekt Nachhaltigkeit laufen die Nachhaltigkeitskonferenzen, Reparatur-Café und Klimaschutzwoche.

Die Vorstandschaft – von links Schriftführer Josef Simon, Kassier Wolfgang Streich, Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid, Manfred Klemm von der AG Schule, 2. Vorsitzender Benjamin Standecker und 1. Vorsitzender Richard Gaßner – zog Bilanz. Foto: abl
Die Vorstandschaft – von links Schriftführer Josef Simon, Kassier Wolfgang Streich, Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid, Manfred Klemm von der AG Schule, 2. Vorsitzender Benjamin Standecker und 1. Vorsitzender Richard Gaßner – zog Bilanz. Foto: abl

Am 13. April ist ZEN mit einem Stand bei KOMPAS 2018 in Sulzbach-Rosenberg vertreten, am 21. April findet das Reparatur-Café statt, am 12. Mai die Automesse „Neue Mobilität“ – „Für dich das passende E-Mobil“ in Amberg. Von 14. bis 17. Mai ist die Klimaschutzwoche in Sulzbach-Rosenberg terminiert, am 3. Juni der Naturparktag in Amberg; weitere Termine: 21. Juli Reparatur-Café, Herbst 2018 Tag der Elektromobilität in Auerbach, 10. Oktober Reparatur-Café.

Mit dem Dank an seine Vorstandschaft und weitere aktive Mitglieder schloss Vorsitzender Richard Gaßner die Mitgliederversammlung des Vereins, der nunmehr „Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit e. V.“ heißt.

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