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Stadtrat

Neues Leben für Bergwirtschaft

Das markante Gebäude auf dem Mariahilfberg wird saniert und erweitert. Ein Tagungshotel soll entstehen.
von Christl Metzner

Die Bergwirtschaft soll saniert und in eine Hotelanlage umgewandelt werden.  Archivfoto: Gerd Spies
Die Bergwirtschaft soll saniert und in eine Hotelanlage umgewandelt werden. Archivfoto: Gerd Spies

Amberg.Eine ganz besondere Sitzung mit über 22 Tagesordnungspunkten, der Jahresschlussrede des Oberbürgermeisters Michael Cerny und der Rede des ältesten Stadtratsmitglieds Emilie Leithäuser fand am Montag im Rathaussaal statt. Besonders der Beschlussvorschlag über das Bebauungsplanaufstellungsverfahren der Sanierung und Erweiterung der Gaststätte auf dem Mariahilfberg, vorgestellt von Baureferent Markus Kühne, war ein Highlight.

Im Oktober 2018 hatte das Referat für Stadtentwicklung und Bauen einen ersten Entwurf des Sanierungs- und Erweiterungsvorhabens „Bergwirtschaft“ vorgestellt, der dann unter dem Gesichtspunkt der Denkmalpflege angepasst und im Mai 2019 dem Bauausschuss zur grundsätzlichen Zustimmung vorgelegt wurde. Dieser folgte den Plänen der Sanierung und Erweiterung in der vorgestellten Form einstimmig.

Auf dieser Grundlage wurde im Juli 2019 ein Bauantrag eingereicht. Im Anschluss wurde die Stadtverwaltung Amberg durch den Stadtrat beauftragt, auf der Grundlage des Bauantrages einen Beschluss für die Aufstellung des Bebauungsplanes vorzubereiten. Der Planungsanlass für dieses Projekt ist, dass die Mariahilfbergstiftung als Eigentümerin des Grundstücks den Erhalt der Bergwirtschaft als Bestandteil des Wahrzeichens Mariahilfberg für Pilger, Wanderer, Touristen und Kirchgänger als notwendig ansieht. Es werden barrierefreie öffentliche Toiletten geschaffen und das Parkplatzumfeld wird geordnet.

Ein Platz zum Heiraten

Des Weiteren entsteht ein Tagungshotel mit Gastronomie und einem Veranstaltungssaal. Dadurch wird die Bergwirtschaft nachhaltig in ihrer Attraktivität gestärkt, indem ein Angebot für beispielsweise Hochzeitsgesellschaften und Tagungen mit Übernachtungsangebot geschaffen wird. Was die Erschließung angeht, so ist das Gebiet für die angestrebte Nutzung verkehrstechnisch ausreichend erschlossen, hieß es. Die Wegeverbindung zum Gasthaus wird im Zug der Baumaßnahmen erstellt, Stellplätze für Kraftfahrzeuge sind auf dem bestehenden Parkplatz gegeben und Stellplätze für Fahrräder können gebäudenah realisiert werden.

Was den Denkmalschutz angeht, so ergibt sich durch die historische Bausubstanz grundsätzlich ein Mehrwert. Hinsichtlich des Biotops Nr. 35 „Wald“ ist festzustellen, dass sich die notwendigen Eingriffe vornehmlich auf Heckenstrukturen beziehen und nur vereinzelt Bäume entnommen werden müssen, so dass der Wald in seiner Funktion als Klima- und Erholungswald bestehen bleibt. Allerdings ist nach naturschutzfachlicher Einschätzung eine Störung des Lebensraumes von Fledermäusen und Nachtinsekten zu befürchten. Eine spezielle artenrechtliche Prüfung wird durchgeführt und ist bereits beauftragt. Nach eingehender Diskussion wurde der Beschlussvorschlag auf der Grundlage des Bebauungsplans in der Fassung vom 4. Dezember einstimmig angenommen.

Ampelanlage wird optimiert

Was den Ausbau des Knotenpunktes „Pfleger-Kreuzung“ angeht, der in der Stadtratssitzung im September von Stefan Noll, Bauoberrat des staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, vorgestellt wurde, so sind von fünf grundsätzlichen Lösungsmöglichkeiten drei Varianten wegen unzureichender Leistungsfähigkeit, bzw. fehlender baulicher Umsetzungsfähigkeit ausgeschieden. Bei den verbleibenden Lösungen, nämlich Überführung B 85 mit Verteiler-Kreisverkehr und zum anderen der Ausbau der Lichtsignalanlage (LSA-Knoten), wurde einstimmig beschlossen, dass lediglich die Lösung LSA-Knoten weiterverfolgt wird.

Info-Box

  • Auftrag:

    Die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes sowie die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und von Behörden werden eingeleitet.

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