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Ausstellung

Nur die Kunst mit Poesie ist die Rettung

Zum 80. Geburtstag von Professor Dollhopf zeigen ehemalige Studenten im Amberger Kulturstift, was sie bei ihm gelernt haben.
Von Andreas Brückmann

Professor Günter Dollhopf bei der Vernissage des Amberger Kunstvereins, zu der nicht nur die zahlreichen Künstler, sondern auch eine Vielzahl an Kunstinteressierten kamen. Foto: ahk
Professor Günter Dollhopf bei der Vernissage des Amberger Kunstvereins, zu der nicht nur die zahlreichen Künstler, sondern auch eine Vielzahl an Kunstinteressierten kamen. Foto: ahk

Amberg.Runde Geburtstage gehören gefeiert. Und was kann es da Schöneres geben, als das Erreichte zu sehen, gestaltet von vielen Künstlern, die ihrem Lehrmeister mit ihren Werken einen entsprechenden Geburtstagsgruß machten – zusammengefasst unter dem Motto „KLASSE:DOLLHOPF:KLASSE“.

Die Ausstellung des Amberger Kunstvereins A.K.T. in den Räumen des Kulturstifts im Neustift 47 in Amberg enthält Werke ehemals Studierender von Professor Günter Dollhopf. Susanne Carl, Regina Pemsl, Axel Voss, Claudia Helmich, Lisa Lang, Lore Barthel, Anne und Matthias Hagl Lis Bayerlein, Gerry Schmidt, Hiroshi Onishi, Achim Hüttner, Robert Siebenhaar, Manfred Achatz, Peter Meyer Sabine Richter, Inge Gutbrod, Susanne Böttger, Renate Sellernik waren seine Schüler, deren Werke nun in Amberg zu sehen sind.

Professor Günter Dollhopf hatte viel Lob für die Werke seiner ehemaligen Studenten. Foto: ahk
Professor Günter Dollhopf hatte viel Lob für die Werke seiner ehemaligen Studenten. Foto: ahk

In der Zeit zwischen 1972 und 1997 haben sie sich an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg ihre Inspiration von Dollhopf geholt, der sich bei der Vernissage der Werke seiner Schüler sichtlich erfreut darüber zeigte: „Gestern wart ihr in meiner Erinnerung noch junge Mädchen und Jungs, und heute bin ich ein Greis im Ruhestand und ihr präsentiert heute eure aktuellen Werke.“

99 Studenten waren es zu Höchstzeiten in den 1970er Jahren, berichtete der Kunstprofessor. „Ich wollte eigentlich die 100 voll machen, leider ist mir das nicht gelungen.“ Dabei schwang auch etwas Wehmut mit. „Leider haben wir nicht alle Ehemaligen erreichen können, auch sind bereits der oder die eine oder andere verstorben.“

Zu den ausgestellten Werken fasste Dollhopf zusammen: „Ich finde es ganz wunderbar, dass Sie trotz aller Schwierigkeiten so tolle Kunst machen. Es gibt so viel Leid in der Welt, so viel Unglück, so dass es wichtig ist, sich künstlerisch zu betätigen. Und zwar deshalb, weil es aus meiner Sicht die einzige Chance ist, etwas anderes zu sehen und zu denken, als sich gegenseitig abzuschlachten. Es lebe die Kunst mit Poesie, etwas anderes rettet uns nie!“

„Jedes Mal, wenn ich ihn besuche, ist Günter in seinem Atelier, und arbeitet“, so A.K.T.-Vorsitzender Hans Graf. „Er sagt ja immer, er würde nichts mehr tun, aber das stimmt nicht. Er ist fit, gut drauf und ich sage: Weiter so, Günter.“

Achim Hüttner, der 1976 zu Professor Günter Dollhopf gekommen war, seitdem langjähriger Freund ist und zusammen mit Gerry Schmidt die Ausstellung organisierte, freute sich über die gezeigten Werke: „Zurückblickend war es eine lehrreiche Zeit, bei ihm zu studieren, die nicht immer einfach war, aber einem sehr viel gegeben hat. Und dies sieht man eben an der breiten Auswahl verschiedener Stile, die von so vielen Leuten hier nun zu sehen sind.“ (ahk)

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Die Werke bewundern

  • Ort

    Die Ausstellung „KLASSE:DOLLHOPF:KLASSE“mit Werken von 19 Studierenden von Professor Dollhopf befindet sich im Kulturstift, Neustift 47 in Amberg.

  • Öffnungszeiten

    Zu sehen ist die Ausstellung bis 28. Mai, jeweils Freitag und Samstag von 15 bis 8 Uhr oder nach Vereinbarung mit dem Kunstverein.

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