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Militär

Oberst Bodemann folgt auf Laubenthal

Mit einem feierlichen Appell in Amberg wurde das Kommando über die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ übergeben – auf militärhistorisch wertvollem Boden.
Von Christina Röttenbacher

  • Brigadegeneral Ernst-Otto Berk, Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und der scheidende Brigadegeneral Markus Laubenthal (von links) schritten die Reihen der Truppe ab. Foto: hcr
  • Bei der Kommandoübergabe; vorne von links: Brigadegeneral Markus Laubenthal, Brigadegeneral Ernst-Otto Berk und Oberst André Bodemann Foto: hcr

Amberg.Wo sonst Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden über den Campus flanieren, dröhnten am Mittwoch – 20 Jahre nach der Übergabe der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Kaserne an die Hochschule – die Stiefel von mehr als 300 Soldaten über das Pflaster. Sieben Bataillone der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, des österreichischen Partnerverbandes und des US-Heeres, hatten Aufstellung genommen für einen großen militärischen Übergabeappell.

Der stellvertretende Kommandeur der gesamten Division Süd, Brigadegeneral Ernst-Otto Berk, übertrug im Rahmen des feierlichen Appells das Kommando über die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ von Brigadegeneral Markus Laubenthal an Oberst André Bodemann. Auf den Zuschauerrängen hatten dabei auch zahlreiche Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Militär, dazu eine große Abordnung der US-Streitkräfte mit dem stellvertretenden Kommandeur des US-Heeres in Europa, Generalmajor Walter E. Piatt, Platz genommen.

22 Monate Kommando

In der Abschiedsansprache blickte Brigadegeneral Laubenthal auf 22 Monate Kommando über die Panzerbrigade zurück. Eine Erfahrung, an die er sich immer gern erinnern werde: „Gute Ausbildung, das Beherrschen des Handwerks bis ins Detail und umsichtige, vorausschauende Planung waren Faktoren für den Erfolg im Einsatz in Afghanistan, dem Kosovo oder in Afrika, wo es um Leben und Tod ging.“

Sein Dank galt den verantwortlichen Ausbildern, deren Unterstützung ihm die Führung der Brigade erleichtert habe. Der 51-jährige Brigadegeneral ist beim Oberkommando des US-Heeres in Wiesbaden für „neue Aufgaben in der beabsichtigten internationalen Verwendung“ vorgesehen, ließ dazu der stellvertretende Kommandeur der Division Süd, Brigadegeneral Ernst-Otto Berk, anlässlich des Kommandowechsels durchblicken.

Berk lobte den scheidenden Kommandeur als „Mann, der immer klar Farbe bekennt, um Oberflächlichkeiten zu vermeiden, der eine Truppe für Einsätze bereitgestellt hat, die sich auch unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz beweisen kann“. Das sei die beste Lebensversicherung gewesen, so Berk ausdrücklich. Dem neuen Kommandeur der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, Oberst André Bodemann, übergab der Brigadegeneral neben der Truppenfahne auch „leistungsstarke und fähige Männer und Frauen“.

Ein Panzer als Ersatz

Zum Marsch „Fridericus Rex“ des Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim schritten Brigadegeneral Berk, Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und der scheidende Kommandeur der Panzerbrigade 12, Markus Laubenthal, die Reihen der Truppe ab. Einen kleinen „Fauxpas“ haben die Soldaten dem scheidenden Kommandeur vorbereitet: Entgegen allen Lobesworten über eine doch stets bestens funktionierende Truppe hatte das militärische Fahrzeug, das den scheidenden Kommandeur nun auch vom Appellplatz bringen sollte, eine – zumindest für Laubenthal – glaubwürdige „Panne“. Als Ersatz donnerte ein Panzer auf den Appellplatz, um den „alten“ Kommandeur aufzunehmen und seiner neuen Bestimmung zuzuführen.

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