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Bildung

Orientierung in der Ausbildungs-Flut

400 Schüler nutzten den BuS-Tag für die Amberg-Sulzbacher Gymnasien. 50 Workshops und Info-Stände boten Informationen.
Von Gerd Spies

Informationen aus erster Hand erhielten Mia, Lisa und Paula (von links) am Info-Stand von Siemens. Foto: Spies
Informationen aus erster Hand erhielten Mia, Lisa und Paula (von links) am Info-Stand von Siemens. Foto: Spies

Amberg.„Mich interessiert Sport-Journalismus“, „Ich will irgendetwas mit Informatik machen!“ Magdalena und Robert, beide in der Q11 am MRG, haben vielen Mitschülern etwas voraus. Sie besitzen schon eine konkrete Vorstellung, in welche Studienrichtung sie tendieren. An den Info-Stand von „Minship“, einem jungen Unternehmen, das für Reedereien, wie z. B. die MST in Schnaittenbach, Dienstleistungsaufgaben im Managementbereich übernimmt, lockte sie die Neugierde. Schließlich ist es nicht alltäglich, dass ein Unternehmen aus der Region für Hochseeschiffe arbeitet.

Mia, Lisa und Paula, alle aus der 11. Jahrgangsstufe des EG, standen am Info-Stand von Siemens. Die drei Schülerinnen haben noch keine konkreten Vorstellungen, welchen Beruf sie einmal ergreifen wollen.

Studenten informieren Schüler

Von Dominik Feistl und Alexander Langenberg, beide selbst Studenten an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im dritten Semester, erfuhren sie Einzelheiten über das duale Studium in Verbindung mit einer Ausbildung bei Siemens.

Die Johanna-Decker-Schulen hatten in diesem Jahr die Rolle des Gastgebers übernommen. Schulleiter Günther Jehl verwies in seiner Begrüßung auf 20000 verschiedene Studiengänge, die inzwischen an deutschen Hochschulen angeboten werden. Es sei heute schwieriger denn je, bei dieser schier unüberschaubaren Fülle an Angeboten das Richtige für sich herauszufinden. Diese Veranstaltung, die die vier Amberger Gymnasien und das Sulzbacher HCA-Gymnasium gemeinsam mit der Agentur für Arbeit organisieren, solle ein Baustein auf dem Weg zur richtigen Studien- und Berufswahl sein.

Zwei Q11-Schüler

  • Magdalena Müller:

    Die Schülerin am Max-Reger-Gymnasium will Sport-Journalistin werden. Zum Sport hat sie einen engen Bezug. In der Amberger Sportszene ist Magdalena nämlich keine Unbekannte. Als Leichtathletin wurde sie schon wegen zahlreicher Meisterschaften von der Stadt Amberg geehrt.

  • Robert Oberhofer:

    Der Elftklässler am Max-Reger-Gymnasium würde gerne ein Fach in Verbindung mit Informatik studieren. Als Traumberuf nennt er einen Arbeitsplatz bei Sulzer GmbH. Dieses in Stuttgart gegründete Unternehmen bietet seinen Kunden professionelle IT-Dienstleistungen an.

In 30 Workshops und an insgesamt 20 Info-Ständen konnten sich die Schüler über die verschiedensten Studienrichtungen und Berufsfelder informieren. Im 30-Minuten-Takt, aufgeteilt auf sieben Räume im ACC, referierten Fachleute z. B. über juristische Berufe, Maschinenbau, die Beamtenlaufbahn, medizinische Berufe usw. Welche Themenbereiche in den Workshops angeboten werden, hatten die Schüler, die bereits seit Beginn dieses Schuljahres BuS-Unterricht erhalten, selbst durch eine Vorwahl bestimmt. Es wurden also nur die Workshops angeboten, die die Schüler sich selbst gewünscht hatten.

Robert Oberhofer und Magdalena Müller Foto: Spies
Robert Oberhofer und Magdalena Müller Foto: Spies

Außerdem waren in allen drei Stockwerken des ACC insgesamt 20 Info-Stände von Firmen oder Institutionen aufgebaut, an denen kompetente Vertreter Rede und Antwort standen. Polizei, Bundeswehr, OTH Amberg-Weiden, die Hochschulen in Regensburg und Nürnberg, Unternehmen aus der Region wie Conrad Electronic oder die Sparkasse und viele andere, sie alle warben um die Arbeitskräfte von morgen. Denn Fachkräfte sind derzeit rar.

„Der Markt ist sehr offen“

„Der Markt ist im Moment für Arbeitskräfte sehr offen“, machte daher Ambergs Bürgermeister Michael Cerny bei seinem Grußwort den Schülern Mut. Allerdings sollten sie sich auch darüber bewusst sein, so Cerny, dass der Berufseinstieg selten das gesamte berufliche Leben bestimmt. Hans Kummert, der Landrat Richard Reisinger vertrat, verglich die Situation der angehenden Abiturienten mit einem Kreisverkehr, bei dem man die richtige Ausfahrt sucht, aber auch wieder einfahren kann, wenn man die falsche Ausfahrt gewählt hat.

Der BuS-Tag der Amberg-Sulzbacher Gymnasien ging bereits in die 11. Runde. Er war einer der ersten in Bayern und diente anderen Städten als Vorbild. Im Rahmen ihres P-Seminars setzen sich die Schüler ein halbes Jahr mit Studien- und Berufsmöglichkeiten auseinander. Das P-Seminar gilt als eine der positivsten Errungenschaften des G8.

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