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Region Amberg
Sonntag, 27. Mai 2018 28° 3

Verkehr

Parkgebühren erregen die Gemüter

Wer auf der Freifläche in der Marienstraße in Amberg parken will, muss zahlen. Das Areal gehört nun einem Investor.
Von Gerd Spies

Wo man bisher vergeblich einen freien Parkplatz gesucht hat, stehen jetzt weite Flächen frei. Ursache ist die neue Parkgebühr, die besonders die Dauerparker vertrieben hat. Foto: Spies

Amberg.Die neue Regelung, dass auf den Parkflächen neben dem alten Marienparkdeck jetzt Gebühren zu entrichten sind, erregen in Amberg seit Tagen die Gemüter in den sozialen Medien – und es zeigt Wirkung. Wo noch vor kurzem viele Autofahrer auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit auf- und abgefahren sind, stehen jetzt große Bereiche des Parkplatzes leer. In der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch stand das Thema wieder auf der Tagesordnung.

Dabei ging es zunächst gar nicht um die Parkgebühren, die jetzt der neue Eigentümer, der Investor Goldbeck, seit einigen Tagen eintreibt, sondern um formale Änderungen beim Bauantrag für das geplante neue Parkdeck. Der Bauausschuss stimmte ohne Gegenstimme dem Antrag zu, dass das unterste der insgesamt fünf Geschosse des neuen Parkdecks nicht als Untergeschoss, sondern als oberirdisches Geschoss ausgebildet wird. Begründet wird diese abweichende Planung vor allem mit der Anbindung an die öffentlichen Erschließungsflächen: die Regensburger Straße im südlichen Bereich und die Emailfabrikstraße im Nordosten.

Investor hat das Recht auf Gebühren

Ab jetzt Parken am Mariendeck nur noch gegen Gebühr – mindestens ein Euro. Foto: Spies

SPD-Stadtrat Dieter Amann nutzte die Gelegenheit, das Thema Parkgebühren anzusprechen. „Ist es wirklich so, dass jetzt auch abends und am Wochenende Gebühren verlangt werden?“, wollte er wissen. Dr. Bernhard Mitko, der zuständige Referent der Stadt Amberg, bestätigte dies. Die gesamte Fläche sei ja jetzt offiziell dem Investor des neuen Parkdecks übergeben worden, der nun auch das Recht besitze, Gebühren einzuziehen. Dabei könne die Stadt ihm nicht vorschreiben, nachts oder am Wochenende keine Parkgebühr zu verlangen, erklärte Dr. Mitko.

So richtig ärgerte sich Amann aber erst dann, als er mitgeteilt bekam, dass bei Parkdauer-Überschreitung dem säumigen Autofahrer 30 Euro abgeknöpft werden. Das sei ihm auch schon einmal an einem anderen Parkplatz passiert, nämlich neben dem Bahnhof, der ja auch nicht im kommunalen Besitz, sondern im Besitz der Deutschen Bahn AG ist.

Parkgebühren

  • Kosten

    Mindestens einen Euro schluckt der Automat an der Parkfläche neben dem Marienparkdeck, womit eine Stunde Parkzeit bezahlt ist. Jede weitere Stunde kostet 0,60 Euro. Das Tagesmaximum beträgt fünf Euro. Gebührenpflichtig sind die Parkplätze 24 Stunden am Tag, auch am Wochenende.

  • Überschreitungen

    Überschreitungen und Verstöße beim Parken werden mit 30 Euro geahndet. (age)

Ab April weniger Parkplätze

Ab April, wenn der Bauzaun aufgestellt wird, reduziert sich dann die Zahl der Parkplätze von derzeit noch 230 auf 70, erklärte Dr. Mitko. Die Stadtverwaltung empfehle als Ausweichfläche den freien Parkplatz zwischen Regensburger Straße und Schlachthausstraße sowie die Fläche, wo früher Mike’s Bierhaus stand. Außerdem sei die Busverbindung von der Kräuterwiese zur Marienstraße verbessert worden.

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