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Region Amberg
Donnerstag, 21. Juni 2018 25° 8

Tradition

Patres feiern mit vielen Gästen

Zum vierten Mal fand das Klostergarten-Fest mittlerweile auf dem Berg der Amberger, dem Mariahilfberg heuer statt.
Von Rolf Dieter Reichert

Die Kulturreferentin der Stadt Bystrazca Klodzka, Pater Seraphin aus dem Kloster, OB Cerny, die Bürgermeisterin Renata Surma der Stadt Bystrazca Klodzka, Pater Janusz und der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Bystrazca Klodzka (von links). Foto: arr
Die Kulturreferentin der Stadt Bystrazca Klodzka, Pater Seraphin aus dem Kloster, OB Cerny, die Bürgermeisterin Renata Surma der Stadt Bystrazca Klodzka, Pater Janusz und der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Bystrazca Klodzka (von links). Foto: arr

Amberg.Die Amberger lieben dieses Fest auf ihrem Hausberg, bei dem traditionell großer Trubel herrscht. Pater Janusz erläutert, dass es das Klostergarten-Fest eigentlich seit 2014 gibt – also zum dritten Mal. Allerdings müsse man das Fest zur gelungenen Renovierung dazu zählen, das im Jahr im Jahr 2010 als Premiere zum Tag des offenen Klosters gefeiert wurde. Und von da ab lud man alle zwei Jahre Gäste auf den Mariahilfberg ein – macht bis heute vier Feste, rechnet der Pater vor. Dieses Mal ist die polnische Partnerstadt Bystrzyca Klodzka aktiv mit vielen Personen dabei. Pater Janusz freut sich darüber, da die Kontakte zur Partnerstadt in Polen schon alt sind.

Die Kontakte nach Ústí nad Orlicí (Tschechien) und Bystrzyca Klodzka bestanden schon längere Zeit. So löste 1988 eine Buspanne tschechischer Feuerwehrleute und die Hilfeleistung ihrer Amberger Kollegen das aus, was letztlich in den Partnerschaftsverträgen mit der tschechischen Stadt und ihrer polnischen Partnergemeinde Bystrzyca Klodzka endete. Und da es für die drei Patres aus dem Kloster Mariahilf fast unmöglich wurde, die logistischen und technischen Aufgaben zu stemmen, bot sich Stadtverwaltung von Bystrzyca Klodzka an, hier Hilfestellung zu geben.

Außerdem ist der Verein LAFIA vor Ort und hilft mit allem, was man zu einem schönen Fest braucht. Der Pater nennt im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung an erster Stelle Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Auch in allen anderen Dingen gehen die Damen und Herren von LAFIA den Patres zur Hand. Der Erlös des Festes geht zu 100 Prozent in das Projekt der Grundschule in Abong Mbang in Kamerun.

Schwerstarbeit für den Koch: polnisches Gulasch zum Mittagessen. Foto: arr
Schwerstarbeit für den Koch: polnisches Gulasch zum Mittagessen. Foto: arr

Die Bürgermeisterin Renata Surma aus der Partnerstadt eröffnete den kulturellen Teil des Festes mit dem Lied von der „Schwarzen Madonna“ – das wohl bekannteste polnische kirchliche Volkslied. Begleitet wurde die Sängerin mit der schönen Stimme von Moises Bethencourt Mendoza. Noch viele Darbietungen waren zur Freude der Besucher geboten. Über den ganzen Tag wurden Rosenstöcke in allen Farben verkauft. Der Flohmarkt in der Remise war gut, vor allem mit Glaswaren, ausgestattet und hat sicherlich guten Zuspruch gefunden. Die Gulaschsuppe stellt eine besondere Spezialität dar und jeder kann zuschauen, wie die Köche mit dem langen Löffel die Konsistenz der Suppe prüfen. Das Fleisch stammt übrigens vom Sudetenrind, die Gegend, in der auch die Partnerstadt liegt. Weiter gab es noch viel Gesundes und Leckeres: Honig und Marmeladen aus den Klostergärten der Klarissen aus Italien.

Und bis in die späte Nacht tobte auf der Bühne der Bär mit der Beatles-Coverband „The Shout“ aus Oppeln. In seiner Begrüßungsrede hatte Oberbürgermeister Michael Cerny festgestellt, dass es immer ein Loch in den Wolken über dem Hausberg der Amberger gibt. Wie die Bilder beweisen, stimmt das. Spekuliert wurde, ob dies an der Delegation aus der Partnerstadt liegt, oder gar Pater Janusz seinen guten Draht nach oben genutzt hat. Auf jeden Fall war das Wetter für ein Fest genau richtig: Warm genug für ein kühles Bier und kalt genug für eine heiße Gulaschsuppe vom Sudetenrind. Und wer wirklich Schatten suchte, fand viele ruhige Plätzchen im Klostergarten. Zur Andacht stand die Kirche außerdem jedem offen. Bis bald in zwei Jahren zum nächsten Klostergartenfest 2020, lautete denn auch die Abschiedsformel.

Weitere Infos zum Verein Lafia lesen Sie hier:

Der Verein Lafia

  • Wort:

    Bei dem Begriff „Lafia“ handelt es sich um ein Wort aus dem Dialekt der Gegend in Kamerun, in der Lafia zurzeit eine Schule baut. Lafia bedeutet „Frieden“ – ein vielgenutzter, aber leider sehr wenig beachteter Begriff.

  • Verein:

    2013 wurde das Franziskanische Hilfswerk gegründet und der Verein Lafia im Jahr 2014 in das Vereinsregister eingetragen. Lafia e.V. ist als gemeinnützig anerkannt.

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Klostergartenfest

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