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Region Amberg
Montag, 24. September 2018 12° 2

Pläne

Penny will in die „Neue Mitte“

Das Unternehmen und Investoren stellten ihre Konzepte dem Ebermannsdorfer Gemeinderat vor. Der Zuschauerandrang war riesig.

Unterhalb der Ebermannsdorfer Schule soll die „Neue Mitte“ entstehen. Investoren und Vertreter der Firma Penny stellten sich und ihre Überlegungen jetzt dem Gemeinderat vor. Foto: Archiv/aps
Unterhalb der Ebermannsdorfer Schule soll die „Neue Mitte“ entstehen. Investoren und Vertreter der Firma Penny stellten sich und ihre Überlegungen jetzt dem Gemeinderat vor. Foto: Archiv/aps

Ebermannsdorf.Mit Applaus wurden der Investor und der Gebiets- und Expansionsleiter des Handelsunternehmens Penny in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Ebermannsdorfer Rathaus bedacht. Auch in der Februarsitzung des Ebermannsdorfer Gemeinderates war die „Neue Mitte“ wieder Hauptthema. Diesmal jedoch in einer nach Meinung von Bürgermeister Josef Gilch erfreulichen Form, da die Investoren und die Vertreter von Penny sich und ihr Konzept für die „Neue Mitte“ vorstellten. Die Zuhörerplätze waren schon lange vor Beginn der Sitzung besetzt, und so war nicht nur das Sitzungszimmer, trotz zusätzlicher Stühle, brechend voll, sondern auch im Gang davor standen interessierte Bürger.

An das Gesamtkonzept halten

Den Anfang machte der Architekt Herbert Lutz aus Dürnau, der die Planung für den Penny-Markt vorstellte. Er betonte ebenso wie die Vertreter von Penny, dass sie sich an die Vorgaben des Bebauungsplanes und damit an den Entwurf des Siegers des Architektenwettbewerbs halten würden.

Wichtig sei besonders für jeden Markt, dass die Parkplätze auf einer ebenen Fläche angelegt werden, damit die Einkaufswägen sich nicht selbstständig machen könnten. Dies sei im Gesamtentwurf von mt2-Architekten bereits im sogenannten Markthof berücksichtigt worden.

Lärmschutz wird umgesetzt

Zwar bevorzuge Penny in den Marktplanungen eher quadratische Grundrisse, aber im Fall von Ebermannsdorf wolle man sich an das schlüssige Gesamtkonzept der Gemeinde halten, erklärte Herbert Lutz. Man werde sich auch bei der äußeren Gestaltung dem Gesamtkonzept anpassen. Auch dem Thema Lärmschutz für die Nachbarn habe man sich gewidmet und deshalb eine Einhausung der Ladezone eingeplant, erklärte der Architekt.

Gespannt waren neben den Gemeinderäten auch die Zuhörer auf die Ausführungen des Gebiets- und Expansionsleiters von Penny. Michael Jasch bekräftigte die Ausführungen des Architekten. Er stellte dann das Penny-Konzept grundsätzlich vor und zeigte die unterschiedlichsten Bauformen von Penny-Märkten auf. Wert lege man bei Penny auch auf eine ökologische Bauweise und nachhaltige Energiewirtschaft, machte er deutlich. Auf die Frage ob Penny den Markt selbst betreiben werde oder durch einen selbstständigen Kaufmann, betonte Michael Jasch, dass das Unternehmen den Markt selbst betreiben werde; dadurch werde man auch rund zwölf Arbeitsplätze schaffen.

„Wir freuen uns schon alle, wenn wir bald einkaufen können!“

Johann Vornlocher

Auch die Frage nach der Mietdauer blieb nicht offen: So werde Penny das Gebäude für 15 Jahre mieten, mit der Option auf weitere 15 Jahre. Gemeinderat Johann Vornlocher brachte dann die Freude der Gemeinderäte mit dem Satz zum Ausdruck: „Darauf haben wir seit vielen Jahren gewartet. Jetzt schaut‘s sehr gut aus, und wir freuen uns schon alle, wenn wir bald einkaufen können!“

Auch die Projektentwicklungsgesellschaft CDP war mit den Vertretern der Geschäftsleitung anwesend. Wie sie sagten, stünden sie bereit, diesen Gebäudekomplex und darüber hinaus auch die restlichen Gebäude zu errichten. Selbst das Bürgerhaus, in dem auch die Rathausverwaltung untergebracht werden solle, würden sie – falls gewünscht – schlüsselfertig bauen und an die Gemeinde vermieten.

Bürgermeister Josef Gilch bremste die Euphorie der Gemeinderäte, da noch „einige dicke Bretter gebohrt werden müssen“, wie er sagte; das Bebauungsplanverfahren ruhe ja derzeit. Die Vertreter der Projektentwicklungsgesellschaft betonten nochmals, dass sie bereitstehen würden, alle Gebäude – auch den Wohnhof – zu bauen. Grundsätzlich errichten sie die Objekte und vermarkten sie dann.

Wichtig sei ihnen und Penny, dass alles zügig umgesetzt werde. Es sei nicht zielführend, wenn der Markt zwei Jahre stehe und erst dann die restlichen Gebäude errichtet würden. Mit Applaus der Gemeinderäte und Zuschauer wurden der Investor und der Gebietsleiter von Penny bedacht.

Die Situation beim Wäldchen

  • Sicherungspflicht

    Der Baumsachverständige, Diplomingenieur Markus Auburger, betonte zum „Wäldchen“, dass die Verkehrssicherungspflicht bei der Gemeinde Ebermannsdorf liege und die Verantwortlichen der Gemeinde strafrechtlich zur Verantwortung gezogen würden, sollte etwas passieren.

  • Begutachtungen

    Jeden Baum von einem Baumkletterer besteigen zu lassen, um die toten Äste zu entfernen, sei nicht gerade die sparsamste Lösung; da wären schnell viele tausend Euro weg. Und nach jedem Nassschnee- oder Sturmereignis müsse jeder Baum wieder begutachtet werden.

Gefährliche Bäume entfernen

Solche großen Äste können unvermittelt von den Bäumen des Wäldchens abbrechen, Kinder treffen und verletzen. Foto: Gemeinde Ebermannsdorf
Solche großen Äste können unvermittelt von den Bäumen des Wäldchens abbrechen, Kinder treffen und verletzen. Foto: Gemeinde Ebermannsdorf

Rede und Antwort stand auch der Baumsachverständige, Diplomingenieur Markus Auburger, als es um die Notwendigkeit des Schutzzaunes um das Wäldchen der „Neuen Mitte“ ging. Er empfahl, die Bäume, die Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft haben, zu stärken, sie frei zu stellen und entsprechend zu fördern. Letztlich einigten sich die Gemeinderäte einstimmig auf die vorgeschlagene Vorgehensweise. Demnach werden die gefährlichen Bäume bis März entfernt, der Zaun bleibt bis auf weiteres stehen. Bei einem Ortstermin sollen dann die Positivbäume identifiziert werden.

Der Kauf eines Rettungs- und Sicherungsdreibeins für den Klärwärter wurde bei einer Gegenstimme zum Preis von 5484,71 Euro beschlossen.

Stellvertretender Bürgermeister Michael Götz gab seiner Enttäuschung Ausdruck, als er berichtete, dass er mehrmals bei den ermittelten Graffitisprayern zu Hause war und sie gebeten habe, sie möchten doch bei der Gemeinde vorsprechen und den Schaden, den sie angerichtet haben, ersetzen. Leider habe keiner der Sprayer den Weg ins Rathaus gefunden – und so musste die Verwaltung den Beschluss des Gemeinderates vom Dezember umsetzen und Strafanzeige stellen.

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