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Pläne für das Kultur-Schloss in Amberg

Der Umbau läuft, jetzt ist der Südflügel an der Reihe. Die Architekten präsentierten ihre Vorstellungen für den großen Saal.

Herbert Harth und Linda Kramer präsentierten die Umgestaltung des großen Saals.
Herbert Harth und Linda Kramer präsentierten die Umgestaltung des großen Saals. Foto: Christine Hollederer

Amberg-Sulzbach.Seit einigen Jahren wird am Kultur-Schloss Theuern fleißig gebaut. Aktuell laufen die Arbeiten im Südflügel, in dem sich auch die beiden Veranstaltungssäle befinden. Bei der baubiologischen Untersuchung der Bausubstanz im großen Saal haben die Architekten laut einer Pressemitteilung des Landratsamts eine Schadstoffbelastung bei den verwendeten Materialien entdeckt.

Diese sei für die Besucher nicht gefährlich gewesen – aber nach der Sanierung nicht mehr akzeptabel. Die Folge: Die Hülle des großen Saals werde bis auf den Dachstuhl zurückgebaut und es erfolge ein komplett neuer Innenausbau. Das Konzept dafür stellten die Architekten der Firma H+F Architekten nun Landrat Richard Reisinger sowie dem Bauausschuss vor.

Kosten

  • Bauabschnitt 1:

    Hier wurden die geplanten Kosten in Höhe von rund 2,14 Millionen Euro eingehalten.

  • Bauabschnitt 2:

    Dafür sind aktuell rund 5,55 Millionen Euro veranschlagt.

  • Bauabschnitt 3:

    Hier sind 3,16 Millionen Euro eingeplant. Die Sanierung ist eng an Vorgaben der Denkmalpflege gebunden.

Geschäftsführer Herbert Harth und Projektleiterin Linda Kramer haben demnach für den großen Saal ein neues, modernes Farbkonzept entwickelt, mit dem sie die Attraktivität des Gebäudes als Veranstaltungsort für Hochzeiten, Lesungen, Konzerte und Theater steigern wollen. Für den Boden soll optisch ansprechendes und strapazierfähiges Eichen-Parkett verlegt werden, die Sichtholzschalung soll hellgrau lasiert werden, dazu ist eine neue graue Lasur des Holzbalken vorgesehen. Die geplante Farbgestaltung des Raums nutzten Landrat Richard Reisinger und die Kreisräte zur Diskussion.

Fördergelder von bis zu 3,9 Millionen Euro

Das Farbkonzept bedeutet laut Landkreischef die optisch größte Veränderung. „Da müssen wir uns schon fragen, ob diese Neuausrichtung von uns so gewollt ist“, sagte er. Martin Weiß (FW) regte beispielsweise an, die Holzoptik zu belassen. Auch Brigitte Bachmann (SPD) meldete wegen des neuen Anstrichs ein wenig Bedenken an. Florian Bart (JU) sprach sich dagegen für den „modernen Touch“ aus, zumal „die Holzstruktur weiterhin vorhanden ist“. Herbert Harth ergänzte, dass es „allzu drastische Veränderungen des Charakters“ nicht geben werde. Zudem könne mit der modernen LED-Beleuchtung mit variabel nutzbaren Lichtszenen und Effekten jede „atmosphärische Wirkung hergestellt werden“.

Auch wenn der Tagesordnungspunkt offiziell nicht zur Abstimmung stand, sondern den Kreisräten nur zur Kenntnisnahme präsentiert wurde, sprachen sich die Kreisräte mehrheitlich (9:3) für die von den Architekten vorgesehene Farbgestaltung aus. Der Umbau der Säle laufe voraussichtlich noch bis Frühjahr 2022. Im Anschluss stehe der dritte und letzte Bauabschnitt an: die Sanierung des Schloss-Hauptgebäudes mit Jägerhaus.

Insgesamt koste die Sanierung des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern/Kultur-Schloss Theuern rund 12,66 Millionen Euro, teilt das Landratsamt mit. Der Kostensteigerung von rund zwei Millionen Euro wegen der nicht vorhersehbaren Zusatzmaßnahmen im Bauabschnitt 2 stimmte der Kreisausschuss einstimmig zu. Der Landkreis rechnet mit Fördergeldern von bis zu 3,39 Millionen Euro.

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