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Natur

Platz für Fischotter und Frosch

Die Wildlandstiftung stellte renaturierte Fischteiche aus dem Projekt in Wutschdorf vor. Bedrohte Arten können sich nun hier ansiedeln.
Von Klaus Högl

Geschäftsführer Eric Imm bei der Vorstellung des Projekts Foto: Klaus Högl
Geschäftsführer Eric Imm bei der Vorstellung des Projekts Foto: Klaus Högl

Freudenberg.Die Wildland-Stiftung Bayern will den Artenreichtum mit naturnahen Lebensräumen erhalten, für die Nachwelt bewahren. Das ist ihre vorrangige Aufgabe. die Stiftung setzt auf den Schutz, den Erhalt und die Neuanschaffung vielfältiger und intakter Natur und Kulturlandschaften, der Flora und Fauna. Vielfache Projekte in Bayern betreut die Wildlandstiftung Bayern bereits. Die Projekte der Naturschutzorganisation des Bayerischen Jagdverbandes werden über die örtliche Jägerschaft getragen.

So ist die Wildland-Stiftung Bayern bereits seit dem Jahr 2003 im Weiherprojekt bei Freudenberg und Aschach mit der Renaturierung von Fischteichen aktiv. Ein neues, höchst bemerkenswertes Zukunftsprojekt wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Stiftung hat bereits im Jahr 2014 drei Teiche bei Wutschorf erworben, die nun nach umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen wieder als naturnahe Stillgewässer seltener Tier- und Pflanzenarten dienen.

Von den Maßnahmen zur Wiederherstellung solcher Gewässer profitieren einige hochbedrohte Arten wie Feuersalamander oder Kreuzotter. Die Teiche sind wichtige Laichgewässer für Amphibien wie den Grasfrosch und auch Libellen; Schwarzstorch und Fischotter werden sich ansiedeln können.

1,5 Hektar renaturiert

Dr. jur. Wolfgang Schiefer, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, Geschäftsführer Eric Im, an der Spitze der Spitze der Delegation, dankte in seinem Statement insbesondere Landrat Richard Reisinger für die großzügige Unterstützung, nachdem die Fläche wie auch die Kosten der Renaturierung über Ersatzmittel des Landkreises finanziert wurden. „Wir haben aus einer eingewachsenen Teichanlage die Hässlichkeiten entfernt, (incl. eines Wochenendhauses nebst Anbauten) und neuen Lebensraum geschaffen“, betonte Dr. Schiefer. Insgesamt sind es rund 1,5 Hektar.

Dank galt auch Ruppert Schmid, dem Vorsitzenden der Kreisgruppe Amberg im BJV, „durch dessen ehrenamtliches Engagement der Ankauf erst möglich wurde“, lobte Dr. Schiefer. BJV-Regierungsbezirksvorsitzender MdL Alexander Flierl, („Ein guter Tag für die Natur“) gratulierte zur Umsetzung des Projekts „dank vielfältigen Engagements der Jägerschaft und der Wildland-Stiftung“. Mit diesen Worten hob er den wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt in der Kulturlandschaft hervor.

„Naturfachlich äußerst wertvoll“, stufte Landrat Richard Reisinger diese Erhaltung und Schaffung von artenreichem Lebensraum ein. Alle Kräfte hätten in „hervorragender Art zusammengewirkt“. Reisinger berichtete von rund 80 000 Euro an Kosten für Ankauf und Renaturierung allein geschultert durch das Landratsamt, stammend aus Ausgleichsmitteln.

Marode Deiche gesichert

Bei der Exkursion erläuterte Peter Fröhlich, Baurat beim Wasserwirtschaftsamt Weiden, die verschiedenen Maßnahmen. Demnach sei der Umbau abschnittsweise in den Jahren 2017 und 2018 vorgenommen worden. Zunächst wurden die Gebäude der bestehenden Wochenendanlage zurückgebaut. Alle Dämme hatten bedingt durch Alter und diverse Biberaktivitäten an mehreren Plätzen Sickerstellen und waren daher teilweise bruchgefährdet.

Die maroden Bereiche wurden gesichert und umgestaltet; für die Dämme wurde Material aus der Baustelle Umfahrung Mertenberg verwendet und neben dem Bach wieder eingebracht. Leitungen und Mönche wurden ertüchtigt, so dass die Teichanlage wieder bespannt werden konnte. Auch am vorbeiführenden „Hennenbach“ wurden Unterhaltungsmaßnahmen vorgenommen, um den Lebensraum für den hochbedrohten Feuersalamander zu erhalten.

Wildland Stiftung

  • Mittel:

    Flächenerwerb ist der sicherste Weg, Lebensräume auf Dauer zu erhalten oder zu schaffen. So lassen sich biotopverbesserende Maßnahmen am besten umsetzen. Die Stiftung mit Sitz in Feldkirchen Obb. ist gemeinnützig und ausschließlich in Bayern tätig. Private Spenden sind wichtige Grundlage der Projektfinanzierung. (aeu)

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