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Nachhaltigkeit

Potenzial in jeder Wohnung

Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit bietet ab sofort einen Energiesparcheck für Haushalte an.
Von Hubert Söllner

  • Als Landrat Richard Reisinger (2. v. r.) betonte, der Landkreis werde auch in Zukunft das ZEN unterstützen, freuten sich ZEN-Vorsitzender Florian Junkes, Bürgermeister Markus Dollacker, Klimacheck-Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer und Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid (v. r.). Foto: Hubert Söllner
  • In der Teeküche des Rathauses zeigte Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer (Mitte) Florian Junkes und Landrat Richard Reisinger (von links) an einem Kaffeeautomaten die Arbeit mit dem Strommessgerät. Foto: Hubert Söllner

Ensdorf.„Mit Vollgas Energie sparen“ war Thema eines Pressegesprächs, bei dem im Endorfer Rathaus das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) den Energiesparcheck vorstellte. Bürgermeister Markus Dollacker freute sich, als er von Landrat Richard Reisinger hörte, der Landkreis werde auch in Zukunft das ZEN unterstützen. „Lange vor Fridays for Future haben wir bereits mit dem ZEN auf Nachhaltigkeit gesetzt“.

Florian Junkers, Bürgermeister des Markts Hohenburg und ZEN-Vorsitzender, ist überzeugt, „dass in jeder Wohnung ein Riesenpotenzial für Energieeinsparung steckt“. Er war sich auch mit Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid einig, der anfügte „Man kann bei sich zu Hause Energie und auch viel Geld einsparen, ohne seine Lebensqualität zu ändern“.

Kein Widerspruch

Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer führte in das Thema Energiesparscheck ein. Wer denke, dass Klimaschutz und Sparen ein Widerspruch sei, werde beim Energiesparcheck des Zentrums für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit eines besseren belehrt. Auch wenn Wind-, Wasser- und Solarenergie sowie andere regenerative Energien auf dem Vormarsch seien: Strom werde überwiegend noch aus fossilen Energieträgern hergestellt. Diese produzierten klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2), das wiederum die Erdatmosphäre erwärme und den Treibhauseffekt verstärke. Der Energiesparcheck des ZEN zeige, wie einfach und ohne Komfortverlust der Energieverbrauch und damit auch das klimaschädliche CO2 im Haushalt gesenkt und Geld gespart werden könne. Elektrogeräte verbrauchten unterschiedlich viel Strom. Auch in Sachen Wasserverbrauch seien einfache Hilfsmittel oft die effektivsten. Kleine Einbauten wie Durchflussbegrenzer seien günstig in der Anschaffung und sparten nicht nur Wasser- und Abwasserkosten, sondern senkten damit im Verbund auch noch den Energieverbrauch für die Erwärmung des gesparten Wassers. Bei Bedarf, fasste Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer zusammen, verleihe das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit Energiekostenmessgeräte, die in der Lage seien, den Stromverbrauch über längere Zeiträume aufzuzeichnen, um so Nutzungs- und Verbrauchsverhalten analysieren zu können.

Durchschnittlich könne ein Haushalt mit dem Energiesparcheck jährlich 130 Euro einsparen und so ganz nebenbei eine CO2-Reduktion von 400 Kilogramm pro Jahr herbeiführen. Nicht zuletzt aus diesem Grund, fügte Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid an, biete das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit ab sofort den Energiesparcheck für alle an.

Ehrgeiz soll geweckt werden

Mit der Aktion unter dem Motto: „Mit Vollgas Energie sparen“ solle der Ehrgeiz, den Strom- und Energieverbrauch möglichst niedrig zu halten, geweckt werden. „Die ersten zehn Anmeldungen erhalten den Energiesparcheck kostenlos“, hob Joachim Scheid hervor. Danach biete das ZEN, um für die gut getarnten Stromfresser im Haushalt am besten sofort Abhilfe zu schaffen, den Energiesparcheck für zehn Euro für Mitglieder des ZEN an. Nichtmitglieder bezahlen 20 Euro. Die Terminvereinbarung geschieht telefonisch (0 96 24) -90 36 46 oder per E-Mail an zen@zen-ensdorf.de.

In der Teeküche des Rathauses zeigte Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer zum Abschluss des Pressegesprächs an einem Kaffeeautomaten und einem Kühlschrank die Arbeit mit dem Strommessgerät auf, erläuterte die Datenauswertung und -Analyse, sowie im Detail wie mit verändertem Nutzungs- und Verbrauchsverhalten – „auch mit Austausch der veralteten Neonröhren wäre angebracht“ – Strom und Geld eingespart und das Klima geschützt werden kann.

Stromverbrauch von Elektrogeräten

  • Spurensuche:

    Nicht nur Gerätetyp, technische Ausstattung und Alter der Geräte seien ausschlaggebend, sondern auch deren Effizienzgrad und die Nutzungsgewohnheiten jedes Einzelnen. Bei einem Vor-Ort-Termin werde mit Messungen herausgefunden, welches Haushaltsgerät am meisten Strom verbrauchen und zu welcher Tageszeit der Stromverbrauch am größten ist.

  • Erleuchtung:

    Da auch im Bereich der Beleuchtung in vielen Wohnungen noch Potenziale zum Energiesparen vorliegen, führte Hofbauer weiter aus, werde auch die Wahl der Leuchtmittel notiert und nach stromsparenden Alternativen gesucht. Diese können dann vom Bewohner selbst installiert werden. Wie viel er dadurch spare, sehe dieser aufgelistet in der Auswertung. (azd)

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