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Rat diskutiert über Elektro-Mobilität

Viele Themen lagen bei der jüngsten Sitzung in Ensdorf auf dem Tisch. Größter Streitpunkt war eine kaputte Ladesäule.
Von Hans Babl

Momentan wird der Kanal für das Baugebiet „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach verlegt.
Momentan wird der Kanal für das Baugebiet „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach verlegt. Foto: Hans Babl/Hans Babl

Ensdorf.Bei der Gemeinderatsitzung am Donnerstag ging es in Ensdorf zunächst um die Anhörung für den Bebauungsplan mit Grünordnungsplan sowie die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes „Solarpark Wappersdorf“ der Gemeinde Ursensollen. Nur drei Gemeinderäte erhoben dagegen Einwände.

Dann beschloss das Gremium einstimmig, den Auftrag für die Straßenbeleuchtung für das neue Baugebiet Stohberg-Nord in Wolfsbach an die günstigstbietende Firma Bayernwerknetz GmbH zum Brutto-Angebotspreis von 10914,97 Euro zu vergeben.

Diskussion um E-Ladestation

Im Anschluss ging es um die Entscheidung, die E-Ladesäule am Klostergebäude entweder zu reparieren und umzubauen oder sie durch eine neue zu ersetzen. Die Ladesäule ist derzeit nur zum Teil funktionsfähig, weil nur eine Steckdose funktioniert. Die Reparaturkosten würden sich auf rund 2200 Euro belaufen. Außerdem muss sie nach aktuellen InAS (Infrastruktur Amberg-Sulzbach) umgebaut werden, damit sie in das Landkreis-Konzept integriert werden kann. Die Firma EDV und Elektrotechnik Hardy Barth GmbH hatte angeboten, die bestehende E-Ladesäule zurückzunehmen und eine neue, identische zu einem Sonderpreis zu montieren. Bürgermeister Hans Ram und die Verwaltung hatten eine weitere Idee: die wenig genutzte Ladestation bei der Kinderkrippe an den Platz vor dem Kloster zu versetzen. Das wäre möglich – eine Klärung, ob dafür die Förderbedingungen angepasst und bewilligt werden, könne aber erst ein Antragverfahren bringen.

Über das Thema gab es eine rege Diskussion. Dritter Bürgermeister Roland Müller (BDL) sprach sich vehement für eine Umsetzung der Station bei der Kinderkrippe aus. Damit könne man Kosten für die Gemeinde sparen, argumentierte er und sagte, dass im Übrigen die Gemeinde nicht für Tankstellen zuständig sei.

Ferienprogramm

  • Pläne:

    Das Kreisjugendamt plant im Sommer ein Ferienprogramm in der „heuer besonderen Situation“ mit großen Aktionen mit jeweils bis zu 100 Teilnehmern, die von zwölf Personen betreut werden. Darüber informierte Bürgermeister Hans Ram bei der Gemeinderatssitzung.

  • Aufruf:

    In der letzten Ferienwoche ist eine Aktion in Ensdorf geplant. Es können und sollen sich örtliche Vereine oder Gruppierungen beteiligen und Vorschläge unterbreiten.

  • Kontakt:

    Interessenten sollen sich bei Jugendhelferin Helena Schubert melden (Tel. 0151/21838180 oder per Mail an schubert@donbosco.de) melden.

Gemeinderat Markus Dollacker (CSU) hielt dagegen: „Wir brauchen und wollen Elektromobilität, CO2-neutrale Mobilität. Dazu müssen auch Kommunen beitragen, sonst müssen wir noch viel länger warten, bis der Bund, in dessen Zuständigkeit das liegt, etwas tut.“ Die Gemeinderäte Johann Eichenseer (SPD) und Viktor Hammer (CSU) plädierten allerdings ebenfalls deutlich gegen eine Erneuerung oder Reparatur der Ladestation am Kloster. Bürgermeister Hans Ram sagte: „Im Übrigen reichen zwei E-Ladestationen beim zentralen Punkt Kloster in der Mitte des Ortes und an der Mittelschule für Ensdorf.“ Der Gemeinderat beschloss, die Entscheidung zurückzustellen und beauftrage die Verwaltung, erst zu klären, ob eine Versetzung der Ladestation bei der Kinderkrippe zum Kloster zuwendungsrechtlich möglich ist.

Spielplatz ist noch nicht nutzbar

Bürgermeister Hans Ram gab bekannt, dass die Bauhofarbeiter oberhalb der Mittelschul-Turnhalle einen Weg ausgebaut haben und der Spielplatz in Wolfsbach angesät wurde, dieser aber wegen einer Baustelle noch nicht nutzbar ist.

Dritter Bürgermeister Roland Müller erinnerte zudem an die Anbringung der Info-Tafel beim Rathaus. Gemeinderat Johann Eichenseer mahnte die Verbesserung der Akustik im Wittelsbachersaal an, weil bei Sitzungen des Gemeinderates „vieles nicht zu verstehen“ sei.

CSU-Fraktionssprecher Gemeinderat Klaus Hernes erinnerte an die Übermittlung der Vorschläge für die Verbandsräte und die Besetzung der Ausschüsse der Gemeinde. Es folgte eine nichtöffentliche Sitzung.

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