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Gesundheit

Regelmäßige Vorsorge rettet Leben

Wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen groß. Daher appelliert das Klinikum Amberg, sich untersuchen zu lassen.

Darmspiegelungen als Vorsorge vor Dickdarmkrebs haben sich in Deutschland nach einer Studie als großer Erfolg erwiesen. Symbolfoto: Patrick Pleul, dpa
Darmspiegelungen als Vorsorge vor Dickdarmkrebs haben sich in Deutschland nach einer Studie als großer Erfolg erwiesen. Symbolfoto: Patrick Pleul, dpa

Amberg.Jedes Jahr erkranken rund 70 000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Etwa 26 000 Betroffene sterben an den Folgen dieser Erkrankung – obwohl bei kaum einer anderen Krebserkrankung so gut vorgebeugt werden könnte wie bei Darmkrebs. Auf die Wichtigkeit der Vorsorge und Früherkennung wird jedes Jahr im „Darmkrebsmonat“ März bundesweit hingewiesen. Auch der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum St. Marien Amberg, PD Dr. Marc Dauer, betont in einer Mitteilung, wie wichtig es ist, Darmkrebs so früh wie möglich zu erkennen.

„Frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen bei dieser Erkrankung sehr hoch. In sehr vielen Fällen kann dieser Krebs im Frühstadium geheilt werden“, so der Experte. „Denn Darmkrebs entwickelt sich meist langsam aus gutartigen Vorstufen, den sogenannten Polypen, heraus. Darum sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll.“ Krankenkassen würden den Test auf verstecktes Blut im Stuhl ab dem 50., die Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr übernehmen. Liege innerhalb der Familie schon eine Darmkrebserkrankung vor, sollten die Vorsorgeuntersuchungen schon früher gemacht werden. Allerdings bedauerte der Chefarzt, dass die Teilnahmeraten an der Vorsorge vor allem bei Männern jedoch deutlich zu gering seien.

Dr. Marc Dauer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum St. Marien Amberg, wirbt für die Darmkrebsvorsorge. Foto: Klinikum/Gräß
Dr. Marc Dauer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum St. Marien Amberg, wirbt für die Darmkrebsvorsorge. Foto: Klinikum/Gräß

Angst vor der Darmspiegelung brauche aber niemand haben: Die Patienten würden in einen Kurzschlaf versetzt. So bekämen sie von der Untersuchung nichts mit. Normalerweise dauert die Spiegelung etwa 20 bis 40 Minuten – je nachdem, ob Polypen gefunden werden oder nicht. „Diese können wir gleich während der Darmspiegelung entfernen“, so Dauer. Auch bösartige Tumore könnten im Frühstadium bei einer Spiegelung entfernt werden, andernfalls müsse operiert werden.

Jeder Erkrankungsfall werde im Darmkrebszentrum St. Marien, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde, besprochen: Hier arbeiten Gastroenterologen mit Chirurgen, Onkologen, Radiologen und Strahlentherapeuten Hand in Hand, um die optimale Therapie individuell für jeden einzelnen Patienten festzulegen, so Dauer. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachrichtungen könnten die verschiedenen Therapieformen wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung exakt aufeinander abgestimmt werden.

„Damit es aber gar nicht erst zu einer Operation kommen muss, sollte jede(r) die Möglichkeit der Früherkennung nutzen und zur Vorsorge gehen“, so der Appell von Dauer. Die rechtzeitige Vorsorge sei bei Darmkrebs nach wie vor das beste Mittel.

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