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Region Amberg
Dienstag, 25. September 2018 12° 1

Polizei

Rentner schießt durch geschlossene Tür

Der 76-jährige Sulzbach-Rosenberger hatte Angst vor einem vermeintlichen Einbrecher. Er rief dann selbst die Polizei.

Diese Waffen hat die Polizei bei dem 76-jährigen Mann sichergestellt. Er hatte dafür auch eine Waffenbesitzkarte. Foto: PI Sulzbach-Rosenberg
Diese Waffen hat die Polizei bei dem 76-jährigen Mann sichergestellt. Er hatte dafür auch eine Waffenbesitzkarte. Foto: PI Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg.Der Anruf eines 76-jährigen Rentners erreichte die Polizei am Dienstag, 20. März, gegen 1.15 Uhr. Der Mann befürchtete, dass Einbrecher in seiner Wohnung seien. Er teilte am Telefon gleich mit, dass er mit seiner Pistole einen Schuss durch die Schlafzimmertür abgegeben habe, so die PI Sulzbach-Rosenberg im Pressebericht.

Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion fuhr zum Zweifamilienhaus im Stadtteil Loderhof und machte unter besonderer Beachtung der Eigensicherung auf sich aufmerksam. Der 76-Jährige, der offensichtlich noch etwas verängstigt war, bat die Beamten in seine Wohnung. Er zeigte ihnen die Pistole, mit der er durch die geschlossene Schlafzimmertür geschossen hatte. Deutliche Spuren, die das Projektil hinterlassen hatte, wurden festgestellt. Der Rentner gab an, er habe geglaubt, dass sich Einbrecher in seiner Wohnung aufgehalten hätten. Deshalb habe er zur Waffe gegriffen.

Bei der weiteren Überprüfung konnten die Beamten aber keinerlei Hinweise oder Spuren feststellen, die diese Annahme stützten. Offensichtlich war der Senior in Panik geraten und hatte abgedrückt. Danach hat er selbst die Polizei verständigt. Das Projektil war, nachdem es das Türblatt durchschlagen hatte, durch den Flur gesaust und in der gegenüberliegenden Wand steckengeblieben.

Neben dieser Pistole war der 76-Jährige noch rechtmäßig im Besitz eines Revolvers und eines Gewehres. Darüber hinaus besaß er noch 75 Schuss dazugehörige Munition. Eine entsprechende Waffenbesitzkarte konnte ebenfalls eingesehen werden.

Da der Senior auf die Beamten einen psychisch instabilen Eindruck machte, wurden die Waffen und die Munition sichergestellt. Sie werden dem Landratsamt zur weiteren Prüfung, inwieweit der Rentner zum Waffenbesitz geeignet ist, übersandt, heißt es im Pressebericht. Der Sohn wurde zur weiteren Betreuung seines Vaters verständigt.

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