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Marktgemeinderat

Revitalisierung schreitet voran

In Schmidmühlen sollen die Arbeiten am Schlossstadel bis Ende Juli fertig sein. An der Eisernen Brücke gibt es Probleme.
Paul Böhm

Die Fertigstellung des Hammerschlossareals mit dem Schlossstadel geht in die letzte Runde. In diesem Bereich soll auch eine zweite Anbindung mit einem Fußweg und einem Steg über den Lauteracharm entstehen.Fotos: Böhm
Die Fertigstellung des Hammerschlossareals mit dem Schlossstadel geht in die letzte Runde. In diesem Bereich soll auch eine zweite Anbindung mit einem Fußweg und einem Steg über den Lauteracharm entstehen.Fotos: Böhm

Schmidmühlen.Mit der Revitalisierung des Schlossstadels ist man in Schmidmühlen in den vergangenen Wochen gut vorangekommen. Bis Ende Juli will man fertig sein. Die großen Aufträge sind gelaufen, die Lüftungsanlage ist eingebaut und derzeit ist man bereits dabei, die Außenanlagen im rückwärtigen Bereich des Schlossstadels anzugehen. Dazu soll ein Fußgängersteg über die Lauterach als weitere Anbindung gebaut werden. Vorgesehen ist, mit einem Fußweg von der Autowaschanlage zum Hammerschlossareal zu kommen. Etwa 150000Euro hat man dazu im Finanz- und Investitionsplan der Jahre 2017 bis 2021 bei den letzten Haushaltsberatungen eingeplant, informierte Bürgermeister Peter Braun bei der letzten Sitzung des Marktgemeinderates.

Die Arbeiten für den Oberflächenwasserkanal im Bereich der Bergstraße und des Brunnlettberges kommen gut voran. Bis Ende Juli ist in diesem Bereich eine Vollsperrung der Straße vorgesehen.
Die Arbeiten für den Oberflächenwasserkanal im Bereich der Bergstraße und des Brunnlettberges kommen gut voran. Bis Ende Juli ist in diesem Bereich eine Vollsperrung der Straße vorgesehen.

Eine Stahlkonstruktion mit einem filigran wirkenden Geländer aus Metall soll es werden, da war man sich im Marktgemeinderat schnell einig. Mit einer Haftbeplankung aus Holz will man die Rutschgefahr vermindern. Der Marktgemeinderat einigte sich darauf, dass der Amberger Architekt Michael Dittmann die Planung ausarbeiten soll. Die Breite des Steges wird so ausgelegt sein, dass eine Befahrung mit kleineren Kommunalfahrzeugen machbar ist.

Fahrzeuge in falscher Richtung

Ein Problem sahen einige Marktgemeinderäte mit der Zufahrt zum Parkplatz. „Obwohl die Eiserne Brücke nur ortsauswärts befahren werden darf, kommen immer wieder Fahrzeuge trotz eindeutiger Beschilderung entgegen“, informierte Marktgemeinderat Johann Bauer. Dazu kommt immer noch als „Kavaliersdelikt“, dass trotz der eingeschränkten Tonnage von 3,5Tonnen weitaus schwerere Fahrzeuge über die Eiserne Brücke fahren.

die DSL-Versorgung und die Baustellen

  • Leistung:

    Wie Peter Braun informierte, können ab sofort mit einer zusätzlich aufgeschalteten Vectoring-Technik bis zu 100 MB Leistung genutzt werden. Dazu ist von jedem Nutzer eine Antragstellung für die höhere Leistung bei der Telekom zu stellen. Bekanntgegeben wurde auch die Absicht des Freistaates, Ortskerne mit Glasfaseranschlüssen auszustatten.

  • Problem:

    Im Zuge der Kanalbauarbeiten im Bereich des Brunnlettberges sei es immer wieder vorgekommen, dass Fahrzeuge in die Baustelle gefahren sind. Der Grund sei auch darin zu sehen, dass die Verkehrsabsperrung an der Abzweigung nach Winbuch für die Durchfahrt schwerer Baufahrzeuge zur Seite gestellt worden ist.

Mit dem Fußgängersteg wird auch wieder die Eiserne Brücke in den Mittelpunkt der Diskussion kommen. Die im Jahr 1910 gebaute Brücke war bereits 2013 Thema im Marktgemeinderat. Stark korrodierte Stahlteile, schadhafte Knotenpunkte und ein durchgerostetes Windband machen eine Sanierung auf absehbare Zeit erforderlich. Dass eine Sanierung vorgenommen werden muss, daran gibt es keine Zweifel, hatte es damals in der Sitzung geheißen. Das war das Fazit einer Bestandsaufnahme, die Gerhard Frauenstein von der Ingenieursgemeinschaft EBB aus Regensburg damals dem Gremium vorgetragen hatte. Gesprochen wurde von etwa 70 000 Euro Sanierungskosten. Entschieden werden müsse über Grundsanierung oder der Ausbesserung von schadhaften Teilen.

Die Brücke war letztmals 1984 vom Straßenbauamt saniert worden, ehe sie in das Eigentum des Marktes überging. Der Marktgemeinderat hatte 2013 auch die Tonnage von bisher zwölf auf 3,5 Tonnen herabgesetzt. Verbunden war damit auch eine jährliche Augenscheinprüfung des Bauwerkes. Bei der US-Großübung „Saber Junktion“ der US-Army waren im Oktober 2012 Radpanzer vom Typ Stryker über die Brücke gefahren, ohne die Tonnagenzahl zu beachten.

Die installierte Geschwindigkeitsmessanlage in der Hohenburger Straße hat sich in den vergangenen Wochen gut bewährt, so ist die Meinung im Marktgemeinderat. Die derzeit mit einem Akku ausgestattete Messanlage soll aber nach Ansicht des Marktgemeinderates nicht nur für die Hohenburger Straße eingesetzt werden. Man einigte sich darauf, dass die Anlage auch an verschiedenen neuralgischen Straßenzügen aufgestellt werden soll. „Nicht fest lassen, sondern wechseln“, war die Meinung quer durch den Marktgemeinderat. Es sollen aber zwei Zusatz-Akkus angekauft werden. Als solarbetriebene Anlage müsste man bauliche Veränderungen vornehmen.

Auch der Landtag diskutiert

Wie Bürgermeister Peter Braun informierte, ist die Petition über eine gerechte Lösung von Ausgleichszahlungen für die Truppenübungsplatzrandgemeinden von Hohenfels und Grafenwöhr am 4. Juli Thema im Bayerischen Landtag. Vom Markt Hohenburg wird ein eigener Bus eingesetzt. Die Abfahrtszeit in Hohenburg ist um 8.30 Uhr und in Schmidmühlen um 8.40 am Parkplatz an der Mühlwiese.

Erfreulich war für Braun die Ankündigung des Förderbescheides zur Sanierung des Schlossstadels von Staatsministerin Marion Kiechle. Aus dem Entschädigungsfonds des Freistaates kann der Markt mit einer Zuwendung von 490 000 Euro rechnen. Derzeit laufen Baumaßnahmen in der Wiese an der Bahnhofstraße mit der Unterquerung der Vils und auf dem Theilberg zur Verlegung einer 20-KV-Stromleitung. „Über das Trafohaus in der Kallmünzer Straße soll das neue Stromkabel in den Truppenübungsplatz zur ehemaligen Raketenstation und weiter zum großen Übungsdorf verlegt werden. Bis Ende Juli sollen die Verlegearbeiten abgeschlossen sein.

Die Fertigstellung einer verbesserten DSL-Versorgung im Rahmen des Höfeprogramms für die Ortsteile Pettenhof, Vilshof, Harschhof und bei anderen Einzelanwesen kommt es derzeit zu Anschlussverzögerungen. „Bis zum Spätherbst 2018 sollen die Anschlussarbeiten abgeschlossen sein“, war die Information an dem Markt. Versprochen war Fertigstellung aber schon zum 31. Dezember 2017.

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