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Polizei

Sattelzug rammte Sicherungsanhänger

Der Lkw-Fahrer hatte zu wenig Abstand gehalten. Die A 6 wird zwischen Theuern und Ursensollen zur Bergung gesperrt.

  • Als der Sattelzug den Anhänger rammte, hat er einen Teil des Führerhauses verloren. Foto: afs
  • Der Sattelzug wurde nach dem Anprall in die Leitplanke gedrückt. Foto: afs

Kümmersbruck.Zu einem folgenschweren Unfall kam es am Montag, 5. Februar, gegen 15.10 Uhr auf der A 6 zwischen den Anschlussstellen Amberg-Süd bei Theuern und Amberg-West bei Ursensollen. Laut Polizei war der Fahrer eines tschechischen Sattelzugs, der Fliesen geladen hatte, aus bislang unbekannten Gründen auf den Standstreifen geraten. Dort stand ein unbesetztes Sicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei Nordbayern, bestehend aus einem Lkw und einem Sicherungsanhänger. Dieses Fahrzeug wies wegen einer Wanderbaustelle auf eine Sperrung des rechten Fahrstreifens hin.

Der Lkw-Fahrer prallte mit der rechten Seite der Führerkabine gegen das Sicherungsfahrzeug, ein Teil der Führerkabine wurde dabei abgerissen. Der Lkw der Autobahnmeisterei und der Sicherungsanhänger wurden in die Leitplanke gedrückt. Der Sattelzug prallte anschließend ebenfalls in die Schutzplanke, die stellenweise aus der Verankerung gedrückt und nach außen gebogen wurde. Der Sattelzug kam mit der rechten Fahrzeugseite auf der Schutzplanke zu liegen.

Der verletzte 53-jährige Lkw-Fahrer wurde aus dem Wrack befreit und ins Klinikum Amberg gebracht; nach Informationen der Polizei hat er tiefere Schnittwunden am Arm und eine Kopfplatzwunde erlitten.

Rund 50 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Haselmühl, Kümmersbruck, Theuern und Ebermannsdorf sowie vom Technischen Hilfswerk Amberg rückten zur Unfallstelle aus; die Einsatzleitung hatten Kreisbrandinspektor Hubert Blödt und Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl.

An der Sattelzugmaschine wurde der rechte Tank aufgerissen und es lief Dieselkraftstoff in das Erdreich. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt wurde das kontaminierte Erdreich ausgetauscht. Zur Bergung der Fahrzeuge, zum Austausch des Erdreiches und zur Reinigung der Fahrbahn musste die A 6 zwischen den Anschlussstellen Amberg-Süd und Amberg-West bis in den späten Abend hinein gesperrt werden. Der Sachschaden wird auf rund 235 000 Euro geschätzt.

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