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Medizin

„Schaufensterkrankheit“ nur ein Aspekt

Arteriosklerose und Behandlungsmöglichkeiten sind Thema beim Amberger Gesundheitsforum. Referent ist Prof. Dr. Engelbrecht.

Prof. Dr. Volkher Engelbrecht spricht im Rathaus.
Prof. Dr. Volkher Engelbrecht spricht im Rathaus. Foto: Klinikum

Amberg.Die Frage, wo, wann und warum bei Durchblutungsstörungen eine therapeutische Gefäßaufdehnung erforderlich ist, beantwortet der Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum St. Marien, Prof. Dr. Volkher Engelbrecht, am Dienstag, 10. Februar. Sein Vortrag, der das diesjährige Gesundheitsforum beschließt, findet im großen Saal des Amberger Rathauses statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Viele Menschen leiden unter der sogenannten „Schaufensterkrankheit“. Die Ursache ist eine Verengung der Beingefäße mit einer daraus resultierenden Durchblutungsstörung. Typische Folgen sind Wadenschmerzen, da die Muskeln beim Gehen zu wenig Sauerstoff erhalten. Betroffene Patienten müssen deshalb öfter stehenbleiben und erst warten, bis die Schmerzen wieder nachlassen. Sie sehen sich in dieser Zeit häufig die Schaufenster an – daher der Name der Erkrankung.

Wie Engelbrecht deutlich macht, sind aber nicht nur die Beine von Durchblutungsstörungen betroffen. Die zugrundeliegende Arteriosklerose mit den daraus folgenden Gefäßverengungen ist vielmehr eine generalisierte Erkrankung, die ebenso die Gefäße von Herz, Gehirn, Magen-Darm-Trakt und Nieren betreffen kann. Zur Behandlung dieser Beschwerden gibt es verschiedene Methoden: Entweder eine konservative Therapie mit Gehtraining und durchblutungsfördernden Medikamenten, eine Bypass-Operation oder eine radiologische Gefäßaufdehnung, die sogenannte Dilatation.

Die geeignete Therapie wird in Abstimmung mit dem Patienten in einem interdisziplinären Team aus Angiologen, Gefäßchirurgen und Radiologen festgelegt. Bei der Gefäßaufdehnung wird ein dünner Katheter mit einem Ballon oder einer Gefäßstütze, dem sogenannten Stent, in den verengten Gefäßabschnitt geschoben und das Gefäß aufgedehnt. Neueste Entwicklungen sind Ballons und Stents mit einer medikamentösen Beschichtung.

Prof Dr. Volkher Engelbrecht wird ausführlich über Möglichkeiten der Gefäßuntersuchung und Behandlung informieren und dann für Fragen zur Verfügung stehen.

Der Eintritt zum Amberger Gesundheitsforum ist wie immer frei. Bei dieser Veranstaltungsreihe handelt es sich um ein gemeinsames Angebot der Volkshochschule Amberg und des Klinikums St. Marien.

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