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Kabarett

Schmunzelnde Nachdenklichkeit

Christoph Weiherer spielt in Sulzbach-Rosenberg „Im Prinzip aus Protest“.

Christoph Weiherer kommt am Freitag in die Historische Druckerei Seidel.  Foto: Christian Kaufmann
Christoph Weiherer kommt am Freitag in die Historische Druckerei Seidel. Foto: Christian Kaufmann

Sulzbach-Rosenberg.Am Freitag, 14. Februar, 20 Uhr, tritt Kabarettist und Liedermacher Christoph Weiherer in der Historischen Druckerei Seidel am Luitpoldplatz 4 in Sulzbach-Rosenberg auf. Das teilt die Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg mit.

Eintrittskarten sind erhältlich im Vorverkauf in Amberg im Reisebüro im Bahnhof, Sonnenklar und in der Tourist-Information am Hallplatz, in Sulzbach-Rosenberg bei den Buchhandlungen Volkert und Dorner und in der Tourist-Information/Kulturwerkstatt im Rathaus, oder online auf www.okticket.de. Informationen gibt es auch telefonisch, (0 96 61) 51 01 10.

Christoph Weiherer spielt in Sulzbach-Rosenberg sein neues Programm „Im Prinzip aus Protest“. Weiherer, der „niederbayerische Brutalpoet“, wie ihn die Süddeutsche Zeitung nannte, hat in den letzten Jahren für ordentlich Wirbel gesorgt: Mit seiner vielbeachteten Postleitzahlen-Aktion („25541“) verhalf er einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein zu ungeahnter Berühmtheit, mit seiner Band „Weiherer und die Dobrindts“ heizte er der bayerischen Musikszene und dem ehemaligen Bundesverkehrsminister gehörig ein.

Vier Jahre mussten sich Freund und Feind gedulden, jetzt erschien mit „Im Prinzip aus Protest“ sein 8. Album. Von Anfang an auf Du und Du mit dem Publikum, präsentiert Weiherer eine Art unvorbereitete Plauderei mit Toneinlage. Ein kritisch spähender Geschichtenerzähler, der es mit seiner genialen und mehrfach preisgekrönten Mischung aus Liedermacherei und Kabarett wie kaum ein Zweiter beherrscht, bei seinen Zuhörern eine schmunzelnde Nachdenklichkeit zu erzeugen. Ein Querkopf mit dem hinterhältigen Kichern des Boandlkramers, intelligenten Texten, mitreißender Musik und bissigem Humor.

Mit Gitarre, Mundharmonika und seinem unvergleichlich niederbayerischen Mundwerk geizt Weiherer dabei nicht mit scharfzüngiger Kritik und deftigen Sprüchen. Kompromisslos, respektlos, meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt. Der mutige Musiker mit einem Herz für Irrsinn und Wahnwitz hat eine riesengroße Klappe und jede Menge zu sagen. Weiherers Auftritte sind mehr grob geschnitztes Handwerk als fein geschliffene Kunst, und seine saukomischen Alltagsgeschichten sind längst Kult. Der ungezügelte Redeschwall wird nur unterbrochen von einen Liedern, die bei den Zuhörern bis ins Mark durchdringen, vorgetragen mit dringlich näselnder Stimme.

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