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Politik

Schnabel will Wahlkampf „ohne Umweltmüll“

Vilshofener SPD möchte im Marktgemeinderat zusätzliches ein Mandat erringen. Gegend soll lebenswert für Jung und Alt werden.
Von Hubert Söllner

Den Tourismus aber auch den Einzelhandel in der Marktgemeinde zu stärken, sei ihm ein Anliegen, betonte Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel (Zweiter von links). Mit im Bild Josef Hollweck, Ortsvorsitzender Georg Söldner und Marktgemeinderat Josef Spies (von links). Foto: Hubert Söllner
Den Tourismus aber auch den Einzelhandel in der Marktgemeinde zu stärken, sei ihm ein Anliegen, betonte Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel (Zweiter von links). Mit im Bild Josef Hollweck, Ortsvorsitzender Georg Söldner und Marktgemeinderat Josef Spies (von links). Foto: Hubert Söllner

Rieden.„Wir wollen gute Leute für die Sozialdemokraten in den Marktgemeinderat bringen und mit Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel den Wählern eine Alternative bieten“, betonte Ortsvorsitzender Georg Söldner bei einer Wahlversammlung im Gasthof Zum Bärenwirt. Ziel der Rieden-Vilshofener SPD sei es, die Kommune mitzugestalten und im Marktgemeinderat ein zusätzliches Mandat zu erringen. „Und das mit einem Wahlkampf ohne Plastikfeuerzeuge oder -Kugelschreiber, ohne Umweltmüll“.

Der eingesparte Betrag, so Gerhard Schnabel, werde für soziale Zwecke gespendet. Warum aber lobe Bürgermeister Geitner die gute Zusammenarbeit der Fraktionen und qualifiziert deren Arbeit nun in der Presse mit dem Zitat: „Wer hat bei uns im Markt angeschoben – das ist zweifelsohne unsere Fraktion im Rathaus gewesen“ ab?, stellte Schnabel die Frage in den Raum. Ob Freibad, Kindertagesstätte, Breitbandausbau, Renovierung Wieskirche oder Dorfplatz Vilshofen, „alle Beschlüsse sind doch einstimmig gefasst worden“.

Freibad-Sanierung

  • Versprechen:

    In der anschließenden Diskussion war Hauptthema die Sanierung des Freibads. Schnabel dazu: „Vor Jahren hatten CSU-Granden Förderung versprochen – aber im Haushaltsausschuss hat die CSU dagegen gestimmt.“

  • Förderung:

    Nun werde die Sanierung durch ein Bundesprogramm gefördert, das in Verantwortung der damaligen Bundesministerin Barbara Hendricks, SPD, bereits 2015 ausgearbeitet wurde.

Zum Freibad sei zu sagen, dass die SPD-Fraktion bei der Novembersitzung 2018 mit „Ja“ für das Abwarten der Fördermittel gestimmt, aber auch ein Vorziehen der Planung verlangt habe. Wichtig sei es, so Schnabel, die Marktgemeinde lebenswert für Jung und Alt zu gestalten. Dazu sei es notwendig langfristig vorauszudenken, „und dabei ist es Pflichtaufgabe eines Bürgermeisters, Fördermittel und Zuschüsse auszuschöpfen“. Spielplätze müssten Standards entsprechen und auch für Unter-Dreijährige geeignet sein und für Jugendliche, die sich nicht in Vereinen engagieren wollten, müsse ein Treffpunkt geschaffen werden.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung müssten seniorengerechte aber auch familiengerechte Baugebiete angeboten werden, versorgt mit nachhaltiger Energie und, wie Josef Hollweck anführte, „auch versorgt mit Freiräumen und Grünoasen“. Dadurch würden auch das Handwerk und der Einzelhandel gestärkt. Denn, damit der Nachwuchs nicht in die Großstädte abwandere, müssten Jungunternehmern für Ansiedelungen und Neugründungen Chancen durch Gewerbegebiete geboten werden. Weiter, so Gerhard Schnabel, müssten Gespräche geführt werden, um Leerstände zu beheben, „da kann man auch mit Fachleuten und dem Amt für Ländliche Entwicklung Verbindung aufnehmen“.

Eine Null-Pro-Kopf-Verschuldung höre sich gut an, betonten Marktgemeinderätin Evi Teich und ihr Kollege Josef Spies, „aber große Projekte mit hohem Finanzaufwand stehen vor uns“. Deshalb habe auch Josef Hollweck recht, wenn er sage „Kanäle und Wasserleitungen sieht man nicht – aber man muss vorausschauend planen und sie auch auswechseln“. Dazu, so Schnabel, müssten jährlich entsprechende Beträge in den Haushalt eingesetzt werden.

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