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Gemeinde

Seit zehn Jahren ohne Trauschein verbunden

Seniorennetzwerke Ursensollen-Ammerthal feierten Jubiläum. Die Verantwortlichen zogen eine Bilanz des Erfolgs.

Beim Oktoberfest des Seniorennetzwerkes Ursensollen-Ammerthal im kubus haben die Senioren ausgelassen gefeiert.  Foto: Sägenschnitter
Beim Oktoberfest des Seniorennetzwerkes Ursensollen-Ammerthal im kubus haben die Senioren ausgelassen gefeiert. Foto: Sägenschnitter

Ursensollen.Das Oktoberfest der Seniorennetzwerke Ursensollen-Ammerthal im kubus Ursensollen war zugleich die Jubiläumsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen. Rund 140 Senioren sowie viele Ehrengäste, darunter Landrat Richard Reisinger, folgten der Einladung der Organisatoren.

20 000 Teilnehmer, 200 Vorträge, Infoveranstaltungen und Gottesdienste, 208 Ausflüge, Fahrten und Wanderungen, 95 Feste und Feiern sowie zusätzlich zahlreiche wöchentliche und monatliche Dauerveranstaltungen in zehn Jahren. Diese Erfolgsbilanz zogen der Seniorenbeauftragte von Ursensollen, Norbert Schmid, und die Seniorenbeauftragte von Ammerthal, Monika Fruth, zu Beginn der Veranstaltung. Im vollbesetzten kubus blickten sie zurück auf die Anfänge. „Aber der wichtigste Baustein sind die Ehrenamtlichen, ohne deren Hilfe das alles nicht möglich wäre“, betonte Schmid. Deshalb gab es als Zeichen der Dankbarkeit Lebkuchenherzen für die Helfer der beiden Gemeinden.

Für Oktoberfeststimmung im musikalischen Sinn sorgten „d’Übler Buam“ Louis, Marco und Moritz aus Wolfsbach, die mit dem jüngsten musikalischen Talent aus der Familie, Paul, als Verstärkung anrückten. Zwischen den Reden der Ehrengäste hatten sich die Organisatoren einiges einfallen lassen. Die Senioren maßen sich im Wettmelken oder beim Maßkrugstemmen. Die acht Buben der Schuhplattlergruppe P.U.S.C.A. Bavaria vom Plattel- und Schenkelklopfer-Club Amberg heizten dem Publikum mächtig ein.

Der nächste Meilenstein sei der Bau eines Seniorenzentrums in der Dorfmitte Ursensollen, sagte Schmid. Auch Bürgermeister Mädler wies auf die Wichtigkeit dieses Projektes mit Tagespflege, ambulantes Wohnen für Demenzkranke und 24 senioren- und behindertengerechte Wohnungen hin. „Im Frühjahr nächsten Jahres wird mit den Bauarbeiten begonnen“, verkündete er. Die Seniorenarbeit bereichere das Leben älteren Mitbürger, führe sie zusammen und stärke das Miteinander der gesamten Gemeinde. Er dankte allen Beteiligten für die unermüdliche Arbeit und betonte die gute Zusammenarbeit mit Ammerthal.

Alexandra Sitter, Bürgermeisterin von Ammerthal, nahm diesen Ball gerne auf. „Wir feiern heute Rosenhochzeit – zehn Jahre ohne Trauschein“, witzelte sie. Sie wünsche sich, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft so weitergehe. Die Arbeit habe nicht nur die Bande zwischen den Gemeinden gestärkt, sondern auch die der Bürger. Auch Landrat Richard Reisinger lobte die vorbildliche Seniorenarbeit. Die Zukunft sei das Mehrgenerationenmodell. „Was früher altmodisch war, ist jetzt wieder modern“, so Reisinger. Man müsse zu alten Werten zurückfinden. Er verwies auf die vom Landkreis zur Verfügung gestellten Mittel und Ansprechpartner. Dehnübungen zum Schluss sorgten für Lacher. Für zehn „Sportler“ gab es nebenbei noch Lebkuchenherzen – sie hatten ein Glückslos unter ihren Stühlen.

Seniorennetzwerk

  • Erweiterung:

    Um das Konzept weiter auszubauen, hat man vor fünf Jahren die Nachbarschaftshilfe Ursensollen gegründet und sich dem Seniorenmosaik des Naturparks Hirschwald angeschlossen.

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