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Polizei

Seniorin wird das Opfer von Trickdieben

Eine 81-jährige Seniorin wurde in Sulzbach-Rosenberg von einem Mann und einer Frau um eine Geldspende gebeten. Die Polizei mahnt erneut zur Vorsicht.

Trickdiebe bedienen sich der unterschiedlichsten Methoden. Hier wird einer Frau die Geldbörse aus der Handtasche gestohlen. Foto: dpa

Sulzbach-Rosenberg.Am Montag, 4. August, waren im Stadtgebiet von Sulzbach-Rosenberg offensichtlich wieder Personen aus dem südosteuropäischen Raum unterwegs, die unter Vorlage einer „Sammelliste“ vorgaben, für eine gemeinnützige Organisation zu sammeln. Dies hat die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg mitgeteilt.

So wurde etwa gegen 10.45 Uhr eine 81-jährige Seniorin in Sulzbach-Rosenberg in der Neutorgasse von einem Mann und einer Frau um eine Geldspende gebeten. Nachdem die gutmütige Rentnerin bereitwillig einen kleinen Obolus gespendet hatte, gaben die beiden Sammler vor, die abgeleistete Unterschrift mit dem Personalausweis der Spenderin abgleichen zu müssen.

Um den Ausweis vorzuzeigen, öffnete die Seniorin ihren Geldbeutel erneut. Dabei gelang es den „Spendensammlern“, von der Dame zunächst unbemerkt, zwei 50-Euro-Scheine aus deren Geldbörse zu ziehen. Den Diebstahl bemerkte die Seniorin dann erst einige Zeit später. Polizeiliche Fahndungsmaßnahmen waren somit nicht mehr von einem Erfolg gekrönt.

Meist, so die Mitteilung der Polizei Sulzbach-Rosenberg, sind diese ausländischen Männer, Frauen und auch Kinder mit Pkws oder Kleinbussen, die in Ost- oder Südosteuropa zugelassenen sind, unterwegs und agieren auch in mehreren Kleingruppen. Sie klingeln an den Haustüren und geben unter anderem vor, völlig mittellos und in einer Notsituation zu sein.

Schon bei Kontrollen in der Vergangenheit hatte die Polizei bei kontrollierten Personen immer wieder festgestellt, dass auf Zetteln und Fotos diverse verschiedene Notsituationen beschrieben waren und diese dann an den Haustüren vorgezeigt wurden.

Oft werden solche aggressiven Bettelversuche dann dazu benutzt, entweder aus dem Geldbeutel von gutgläubigen Leuten Geldscheine zu stehlen – so wie im aktuellen Fall – oder sich so Zutritt ins Haus zu verschaffen.

Das Betteln ist von Rechts wegen grundsätzlich nicht zu beanstanden, stellt die Polizei fest. Anders sieht es aus, wenn der Bettler vorgibt, das Geld „für einen guten Zweck“ zu benötigen – zum Beispiel für eine Organisation des Tierschutzes oder der Kinderhilfe, es tatsächlich aber in die eigene Tasche steckt, statt es an die Organisation, für die er sammeln will, weiter zu leiten. Dieser „Bettelbetrug“ ist strafbar.

Die Polizei rät dazu, wachsam zu sein, denn es ist davon auszugehen, dass dieses jahreszeitlich bedingte Betteln von Personengruppen sich sowohl in Sulzbach-Rosenberg als auch an anderen Orten des Landkreises bis in den Herbst hinein fortsetzen wird.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Tipps: Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen der Haustür, wer zu Ihnen will. Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage. Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher, notfalls auch energisch: Sprechen Sie laut mit ihnen oder rufen Sie um Hilfe! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, weder an der Haustür noch beim Einkaufsbummel. Melden Sie Vorkommnisse, die Ihnen verdächtig vorkommen, sofort unter der Notrufnummer 110 der Polizei.

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