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notruf

Sexuelle Gewalt bleibt Thema

Die Beratungsstelle für Frauen wurde aufgestockt. Eine neue Ministeriums-Richtlinie macht das möglich.

Landrat Richard Reisinger, SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein und Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (von links) unterzeichneten die Vereinbarung für die Fachberatungsstelle.  Foto: Foto: Christine Hollederer
Landrat Richard Reisinger, SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein und Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (von links) unterzeichneten die Vereinbarung für die Fachberatungsstelle. Foto: Foto: Christine Hollederer

Amberg.Eine Frau wird von ihrem Ehemann geschlagen, ist somit ein Opfer von häuslicher Gewalt. In dieser Notsituation bot der Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) seit gut drei Jahrzehnten Hilfe in Form eines Notrufs mit Beratung an. Nun wurde dieses Angebot um das Thema sexualisierte Gewalt erweitert und die Beratung personell aufgestockt, teilt das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.

Möglich machte dies eine neue Richtlinie des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, die seit 1. September vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Beim SkF hat man darauf reagiert. Seit kurzem gibt es am Studentenplatz in Amberg für die Stadt und den Landkreis Amberg-Sulzbach eine Fachberatungsstelle, die sowohl vom Freistaat Bayern als auch von Stadt und Land finanziell unterstützt wird. Eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben nun der Amberg-Sulzbacher Landrat Richard Reisinger, Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und die SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein.

Seit 1. Januar dieses Jahres ist die Fachberatungsstelle beim SkF in Amberg mit Nicole Koppitz besetzt. Die Diplom-Sozialpädagogin hat eine zusätzliche Traumaausbildung, was für diese Stelle ein „absoluter Gewinn“ ist, wie es die SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein treffend formulierte. Nicole Koppitz wird beim SkF nicht nur Ansprechpartnerin sein für Frauen und Mädchen in Notsituationen, wie häusliche Gewalt, Vergewaltigung oder sexuellen Missbrauch, sondern auch psychosoziale Beratung leisten, über erforderliche ärztliche Untersuchungen, Möglichkeiten der anwaltschaftlichen Hilfe und den Ablauf des Strafverfahrens informieren.

Darüber hinaus sieht die Diplom-Sozialpädagogin ihren Arbeitsschwerpunkt speziell in der Präventionsarbeit, bspw. an Schulen und auch Kindergärten, und als Ansprechpartnerin verschiedener Netzwerke. Für Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny geht mit dem Notruf für Frauen und Mädchen mit der integrierten Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Die Fachberatungsstelle sei enorm wichtig, betonten Landrat und Oberbürgermeister beim Pressetermin unisono, deshalb hatten sowohl der Amberger Stadtrat als auch der Kreistag des Landkreises Amberg-Sulzbach der finanziellen Unterstützung dieses Projekts ohne große Diskussionen grünes Licht gegeben.

die Grundlage

  • Geld:

    Die Gesamtkosten des Notrufs für Frauen und Mädchen und einer integrierten Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt belaufen sich auf jährlich 160 000 Euro.

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