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Lokalpolitik

Spielplatz sorgte für Debatten

Der bisherige Standort ist bei den Kindern beliebt. Der Gemeinde Ensdorf würden so aber wertvolle Bauplätze entgehen.
Von Hans Babl

  • Verlegt werden muss der beliebte Kinderspielplatz in Wolfsbach an den Rand des Baugebietes „Strohberg“. Fotos: Hans Babl
  • Im Zeitplan und Kostenrahmen: der Neubau der Kinderkrippe in Ensdorf.

Ensdorf.Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung abzuarbeiten. Entsprechend dauerte sie mehrere Stunden. Mit der Vorstellung der Bauleitplanung im Bereich des Bebauungsplans „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach und der Anpassung bei den Flurnummern 427/1, 427/2 und 454/3 mit sieben Bauplätzen durch Ingenieur Stephan Dietrich vom Planungsbüro „Plan und Raum“ begann die Sitzung.

Ziel der Planung, so Bürgermeister Markus Dollacker, sei die Befriedigung der örtlichen Nachfrage nach Baugrundstücken für den Wohnungsbau. Dietrich ging detailliert auf die Einwendungen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange ein.

Vorhandene Biotope erhalten

Er betonte unter anderem, dass die vorhandenen Biotope (Hecken) erhalten bleiben, die entlang der ehemaligen Bahnanlage (Fünf-Flüsse-Radweg) entlanglaufende Kanal nicht so stark belastet wird und zur Entwässerung des abhängenden Baugeländes diene. Der parallel dazu laufende Fahrweg werde auf 3,50 Meter verbreitert und so für landwirtschaftliche Fahrzeuge ausreichend. Der an das Baugebiet anschließende Areal könne für spätere Baumaßnahmen als Ausgleichsfläche verwendet werden. Nach Diskussion um den Standort für ein Trafohaus und die Dachformen im Baugebiet wurde bei vier Gegenstimmen beschlossen, dass neben Satteldächern auch Flachdächer „aber mit Begrünung“ zugelassen werden.

Die Verlegung des Kinderspielplatzes war ein heißes Thema. Dabei votierten die Wolfsbacher Gemeinderäte Renate Kastl und Johann Eichenseer gemeinsam mit Hermann Trager für einen Verbleib „des am besten frequentierten Spielplatzes in der Gemeinde“ am jetzigen Standort. „Dadurch verlieren wir drei der sieben Bauplätze und in Wolfsbach besteht keine Möglichkeit, ein weiteres Baugebiet auszuweisen“ war das zündende Gegenargument. Mit drei Gegenstimmen votierten die Räte für die Billigung des Entwurfs der Planungsunterlagen „Änderung Strohberg und Aufstellung Strohberg Nord.“

Den Vorentwurf für die Sanierung des Ensdorfer Friedhofs stellte Albert Geitner vom gleichnamigen Ingenieurbüro vor. Er empfahl die Wege mit für Rollstuhlfahrer geeignetem Granitpflaster zu erneuern und zu gestalten. Die Hainbuchenhecken sollten verlängert, eventuell durch schlanke Bäume aufgelockert werden. Weitere Themen war die Erneuerung der Lautsprecheranlage und die Neugestaltung der Beleuchtung „sowohl auf dem Friedhofsgelände als auch im Eingangsbereich.“

Eine eigene Lautsprecheranlage lehnten die Gemeinderäte ab. Bei der Gestaltung des Urnenfelds entschieden sich die Räte gegen eine Pflasterung, votierten für Rasen, aber auch für Steinplatten als Standort für Blumenschalen, Das Ingenieurbüro wurde beauftragt eine Kostenermittlung zu erstellen. Zudem soll eine weitere Wasserstelle installiert werden.

Der Pachtvertrag wird verlängert

Die DJK Ensdorf hatte beantragt, den bestehenden Miet- und Pachtvertrag für das Sportheim und die Sportstätten vorzeitig bis zum 31. Dezember 2045 zu verlängern. Gründe seien zum einen die Sanierung des oberen Platzes und der geplante Anbau an das Sportheim für einen barrierefreien Eingang und die Heizungssanierung mit Neugestaltung der Außenanlagen. Dafür gebe es Fördermöglichkeiten durch den Bayerischen Landes-Sportverband, wobei Voraussetzung sei, dass die Restnutzungsdauer für die Sportanlagen mindesten 25 Jahre betragen muss. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für eine Verlängerung des bestehenden Miet- und Pachtvertrags bis 31. Dezember 2045 aus.

„Der Neubau der zweigruppigen Kinderkrippe ist im Zeitplan und Kostenrahmen“, erklärte Bürgermeister Markus Dollacker. Einstimmig vergab der Gemeinderat weitere Gewerke an die jeweils günstigsten Firmen.

Folgende Gewerbe wurden außerdem vergeben: Putz- und Stuckarbeiten: Zymen GmbH Regensburg für 44 321,07 Euro; Malerarbeiten: Malerfachbetrieb Schiller in Amberg für 8579,19 Euro; Rollladen- und Sonnenschutz: Faltenbacher Jalousienbau GmbH & Co. KG in Erbendorf für 26 858,30 Euro; Fliesenarbeiten: Fritz Hiller GmbH in Parsberg für 19  882,37 Euro; Bodenbelagsarbeiten: PTG Systemböden GmbH in Hersbruck für 19 331,85 Euro; Trockenbauarbeiten: Holz Bösl GmbH in Ursensollen für 23 082,17 Euro.

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