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Stadt und Landkreis gemeinsam fürs Klima

Ein neues Klimaschutzbündnis soll Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach beim Thema Nachhaltigkeit voranbringen.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg machen beim Klimaschutz gemeinsame Sache. Das Bild zeigt Landrat Richard Reisinger, Joachim Scheid (Klimaschutzkoordinator Landkreis Amberg-Sulzbach), Corinna Loewert (Klimaschutzmanagerin Stadt Amberg) und Florian Junkes (Vorsitzender ZEN e.V.) bei der Eröffnung der Ausstellung im vergangenen Jahr.  Foto: Christine Hollederer (Archiv Juni 2019)
Der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg machen beim Klimaschutz gemeinsame Sache. Das Bild zeigt Landrat Richard Reisinger, Joachim Scheid (Klimaschutzkoordinator Landkreis Amberg-Sulzbach), Corinna Loewert (Klimaschutzmanagerin Stadt Amberg) und Florian Junkes (Vorsitzender ZEN e.V.) bei der Eröffnung der Ausstellung im vergangenen Jahr. Foto: Christine Hollederer (Archiv Juni 2019)

Amberg-Sulzbach.Die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach haben gemeinsam die Gründung eines Klimaschutzbündnisses beschlossen. Das meldet das Landratsamt Amberg-Sulzbach in einer Pressemitteilung, in der es den Zusammenschluss als „Meilenstein“ bezeichnet. Demnach würden neben dem Corona-Virus die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zur Zeit oft untergehen – dennoch stünden sie auf der politischen Agenda des Landkreises Amberg-Sulzbach seit Jahren ganz weit oben, wie es in der Mitteilung heißt. Der Ferienausschuss des Landkreises Amberg-Sulzbach habe dafür grünes Licht gegeben. „Es freut mich, dass wir die zahlreichen Erfahrungen und Initiativen, die wir auf diesem Gebiet haben, einbringen können“, sagt Landrat Richard Reisinger.

Das Klimaschutzbündnis zwischen Landkreis und Stadt soll vorhandene Ressourcen bündeln, Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg bringen und die Bürgerbeteiligung fördern. Bei einem ersten Treffen mit Landrat Richard Reisinger, Oberbürgermeister Michael Cerny, sowie Florian Junkes, erster Bürgermeister der Gemeinde Hohenburg und Vorsitzender von ZEN, Joachim Scheid, dem Klimaschutzkoordinator des Landkreises, und der Klimaschutzmanagerin der Stadt Amberg, Corinna Loewert, wurden vier Arbeitsfelder identifiziert: Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Mobilität und kommunale Entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung, Lebensstil und Konsum.

Photovoltaik

  • Informationen:

    Scheid empfiehlt das Solarpotenzialkataster unter www.solare-stadt.de/amberg-sulzbach bei eine einer geplanten Investition in eine PV-Anlage.

  • Prüfung:

    Welche Standorte sich für Photovoltaik und Solarthermie eignen, ist damit einfach zu prüfen: Bei Angabe der Adresse erfährt man, wie intensiv die Sonneneinstrahlung und welche Anlage ratsam ist.

Davon werden in den kommenden Wochen per Videokonferenz konkrete Maßnahmen und Projekte abgeleitet. Schwerpunkte sind unter anderem moderne Systeme zur Energiespeicherung und -steigerung, E-Mobilität, interkommunale Radwege und regionale Vermarktungsstrategien. Die Beteiligung der Bevölkerung ist ein weiterer wichtiger Faktor. „Inzwischen weiß man, dass der individuelle Lebensstil und das Konsumverhalten der Menschen wichtige Hebel für mehr Klimaschutz sind“, erklärt Joachim Scheid. Für eine nachhaltige Umstellung auf eine klimabewusste Region brauche es neben den Kommunen, Unternehmen und der Landwirtschaft, das aktive Mitwirken der Bevölkerung.

Für Landrat Reisinger ist der Klimaschutz nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern eine Priorität. Ein Klimaschutzziel, das im Leitbild des Landkreises „Deine Zukunft. 2030 Amberg-Sulzbach“ vor vier Jahren definiert worden ist, sei fast erreicht. Dort steht, dass sich der Landkreis bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgen soll. „Die Auswertung zeigt, dass wir 2018 bereits bei einem Versorgungsgrad von 85 Prozent lagen“, so Reisinger. Nachbesserungsbedarf bestehe dagegen noch bei der Wärmeerzeugung mit Ölheizungen und dem hohen Wärmeverbrauch in Bestandshäusern.

Potenziale sieht Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid beim Ausbau von Windkraft und Photovoltaikanlagen. Rund 27 Windräder stehen im Landkreis Amberg-Sulzbach und tragen bislang zu einem knappen Drittel der benötigten Strommenge bei.

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