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Region Amberg
Sonntag, 23. September 2018 21° 8

Tradition

Stärker werben für den Namen „Josef“

In Thanheim kamen die Seppn aus der Gemeinde Ensdorf und der Umgebung wieder zur Josefi-Feier zusammen. 33 waren es heuer.

Insgesamt waren 33 Josefs, Seppn und Beppn nach Thanheim gekommen. Foto: abl
Insgesamt waren 33 Josefs, Seppn und Beppn nach Thanheim gekommen. Foto: abl

Ensdorf.Nach 39 Jahren Pause fand vor sechs Jahren in der Gemeinde Ensdorf endlich wieder eine Josefi-Feier statt. Dieser Brauch wurde auch heuer gepflegt. Ein Gottesdienst in der Bartholomäus-Kirche leitete die Feier ein. Ensdorfs Pfarrer Pater Hermann Sturm wies auf die Bedeutung des hl. Josef als Patron nicht nur der gesamten katholischen Kirche, sondern auch der Schreiner, Zimmerleute, Holzhauer, Jugend und der Familien hin.

Die Leute sollen wieder öfter in die Kirche gehen und nicht nur vorbeifahren, Eltern sollten ihre Kinder auch wieder zum Kirchgang ermuntern, forderte er. „Tragt den Glauben weiter, seid zeitkritisch“, so der Pfarrer weiter. Er appellierte auch, die Dorfgemeinschaft hochzuhalten, sich zu treffen und gegenseitig zu helfen. „Der hl. Josef sorgt für euch!“

Der Leikam Sepp spielte auf seinem Akkordeon zünftig auf. Foto: abl
Der Leikam Sepp spielte auf seinem Akkordeon zünftig auf. Foto: abl

Im Gasthaus „Zur Dorfschmiede“ begrüßten die Organisatoren, Sepp Reindl aus Ensdorf und Josef Donhauser aus Thanheim, alle Josefs, Seppn und Beppn – „zum ersten Mal mit Schnee“, wie sie sagten. Dann verkündete Donhauser: „Und etz‘ trink‘ ma auf die Seppn!“ Etwa 70 Josefs, Seppn, Beppn und Josefinen gibt es in der Gemeinde Ensdorf. „Zählt man die Personen mit dem zweiten Vornamen Josef noch dazu sind es bestimmt mindestens 170“, wusste Kämmerer Josef Donhauser.

Zur Feier waren auch einige auswärtige Namensträger aus Haselbach, Rieden, Theuern und Kümmersbruck gekommen, so dass es schließlich 33 waren. Der ehemalige Haselbacher Sepp Eberth war gar aus dem Laabertal angereist. Ältester Teilnehmer war in diesem Jahr der 86-jährige Josef Westiner aus Thanheim, der jüngste, der zwölfjährige Josef Rester aus Rannahof. Beide wurden beschenkt.

Der Josefi-Tag

  • Gemeinde

    Das letzte Josefi-Treffen fand 1973 mit dem damaligen Ensdorfer Pfarrer, Pater Josef Rieshofer, statt. 2011 wurde am Stammtisch die Idee geboren, die Tradition der jährlichen Josefi-Feier wieder aufleben zu lassen.

  • Bayern

    Im Jahr 1621 wurde der 19. März als Josefstag zum allgemeinen kirchlichen Feiertag erklärt. Bis 1968 war er Feiertag in Bayern. In Österreich und einigen Schweizer Kantonen haben Kinder heute noch schulfrei. (abp)

Dann aber widmeten sich die Seppn dem Frühschoppen, der Leikam Sepp sorgte mit seinem Akkordeon für zünftige Unterhaltungsmusik. Bei den Stimmungsliedern sangen alle Josefs, Beppn und Seppn kräftig mit. Josef Donhauser warb dafür, dass Kinder wieder häufiger auf den Namen Josef getauft werden. (abl)

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