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Starker Partner in der Krise

2019 sei für die Sparkasse herausfordernd gewesen, heißt es in ihrem Jahresbericht. Doch nun kommen neue Probleme.

Die Mitarbeiter der Sparkasse Amberg-Sulzbach stehen auch in Corona-Zeiten für persönliche und digitale Beratung bereit. Foto: Peter Boehm
Die Mitarbeiter der Sparkasse Amberg-Sulzbach stehen auch in Corona-Zeiten für persönliche und digitale Beratung bereit. Foto: Peter Boehm

Amberg.Trotz der ungewöhnlichen Situation, die viele neue Herausforderungen und Probleme mit sich bringen wird, berichtet die Sparkasse Amberg-Sulzbach in einer Pressemitteilung wie gewohnt über die Zahlen des Geschäftsjahres 2019 – auch wenn sich das „absurd“ anfühle, wie die Sparkasse in der Mitteilung betont. Demnach sei 2019 für die Sparkasse Amberg-Sulzbach erneut ein herausforderndes Geschäftsjahr gewesen. Im Hinblick auf das schwierige Umfeld am Bankenmarkt zeigt sich die Sparkasse mit dem Jahresergebnis jedoch zufrieden. Die Bilanzsumme sei auf 1966,7 Millionen Euro gestiegen. Gleichermaßen sei ein Anstieg des Kundengeschäftsvolumens auf 3,83 Millionen Euro zu verzeichnen.

Die Folgen aus zehn Jahren Niedrigzinsen würden den Geschäftsbetrieb immer deutlicher verändern. Mit der EZB-Geldpolitik der letzten Jahre seien renditebringende Anlagen ohne Risiko für den Kunden faktisch fast nicht mehr möglich. Ein Großteil der Kundengelder werde daher in Sichteinlagen geparkt. Der Sparkasse entstehen aus den hohen Beständen an Sichteinlagen Einlagenüberhänge, die in wesentlichen Teilen bei der Bundesbank für teures Geld kurzfristig verfügbar gehalten werden müssten. Der Zinsüberschuss sinke damit kontinuierlich. Aus diesem Grund sei es für die Sparkasse Amberg-Sulzbach 2019 betriebswirtschaftlich nicht zu vermeiden gewesen, langfristige Sparverträge zu kündigen und das Verwahrentgelt für hohe Volumen im gewerblichen Bereich anzupassen.

Wirtschaftliche Folgen abfedern

Dagegen biete eine Investition in Wertpapiere bei überschaubarem Risiko noch attraktive Ertragschancen. Dies würde auch die Kunden der Sparkasse zunehmend erkennen. Der Depotbestand der Sparkassenkunden erhöhte sich um 20 Prozent auf 647,20 Millionen Euro. Der Wertpapierumsatz stieg dabei fast um 100 Prozent.

Mit der Ausbreitung von Covid-19 und den Sicherheitsmaßnahmen steigen die Anforderungen an den Geschäftsbetrieb der Sparkasse weiter an. Derzeit werde alles dafür getan, mögliche Infektionsgefahren für Mitarbeiter und Kunden zu vermeiden. Die Sparkasse stehe als Hausbank weiter an der Seite ihrer Privat- und Unternehmenskunden. Die kreditwirtschaftliche Infrastruktur, die Bargeldversorgung und der Zahlungsverkehr im Geschäftsgebiet seien gewährleistet.

Gerade jetzt sei es oberstes Ziel der Sparkasse, Privatkunden und mittelständische Wirtschaft aktiv und konstruktiv zu begleiten. Man trage so dazu bei, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, damit Privatkunden ihren finanziellen Verpflichtungen weiter nachkommen könnten und Unternehmen und Selbstständige in der Region leistungsfähig bleiben würden.

Sofortmaßnahmen wie Tilgungsaussetzungen oder Ratenreduzierungen, schüfen Liquidität, unabhängig von den Förderkreditprogrammen des Staates. Denn auch die bayerische Staatsregierung setzt derzeit erneut auf die bayerische Kreditwirtschaft und stärkt das Hausbankenprinzip. Bislang wurden rund 300 Anträge auf Stundung von Zins- und Tilgungsleistungen gestellt.

Das Gesamtvolumen der Anfragen nach staatlichen Förderkrediten liegt derzeit bei knapp drei Millionen Euro und steigt weiter an. Dabei sei die Sparkassenorganisation einer der wenigen Finanzverbünde, die in der Lage seien, solche Programme flächendeckend in Deutschland umzusetzen.

Neue Videoberatung

Die Herausforderung in der Vergabe von Förderkrediten liege für die Sparkasse darin, den Kunden schnell und unbürokratisch unter die Arme zu greifen, gleichzeitig aber die banküblichen Standards bei der Kreditvergabe zu berücksichtigen.

Gerade in diesen Wochen ist es der Sparkasse wichtig, für ihre Kunden persönlich erreichbar zu sein. Alle Berater sind per E-Mail zu erreichen. Zudem besteht die Möglichkeit der persönlichen Videoberatung in der neuen Filiale@home. Dabei handelt es sich um ein digitales Beratungscenter, dessen Mitarbeiter für die Anliegen der Kunden persönlich auf digitalem Weg zur Verfügung stehen.

Kontakt

  • Digital:

    Rund um die Uhr über das Kundenservice-Center und die Internetfiliale der Sparkasse sowie seit kurzem auch per Videoberatung über Filiale@home.

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