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Fasching

Start in die fünfte Jahreszeit

Prinzessin Marion II. und Prinz Fabian I. übernehmen die Regentschaft im Vilstal. Sie sind das 66. Prinzenpaar in Schmidmühlen.
Von Paul Böhm

  • „Schmidmühlen OHO": Hervorragend aufgestellt ist das Faschingskomitee Schmidmühlen für die fünfte Jahreszeit. Prinzessin Marion II. und Prinz Fabian I. übernehmen die Regentschaft. Unterstützung erhalten sie vom Kinderprinzenpaar Marie I. und Johannes I. Foto: Paul Böhm
  • Auf den Fasching stoßen die Gardemädels aus Schmidmühlen an. Foto: Böhm

Schmidmühlen.Ein farbenprächtiger Faschingsstreich im Schmidmühlener Rathaus. Ihre Lieblichkeit Prinzessin Marion II. und Prinzgemahl Fabian I. übernehmen die Regentschaft im Vilstal. Sie sind das 66. Prinzenpaar der Neuzeit in Schmidmühlen. „Wir stehen in den Startlöchern für die neue Faschingssaison“ – dies findet man schon seit ein paar Wochen auf der Seite des Faschingskomitees gepostet, mehr war trotz mancher Hackerangriffe nicht zu erfahren gewesen. Wer aber letztendlich zum neuen Prinzenpaar ausgerufen wurde, das erfuhren die Schmidmühlener erst im Rathaus von Bürgermeister Peter Braun, und Präsident Manuel Wein.

Das Faschingskomitee Schmidmühlen ist für die anstehende Saison sehr gut aufgestellt. Bereits in den Sommermonaten haben die Garden ihr Training begonnen, denn zum Beginn der fünften Jahreszeit soll alles perfekt sein.

Dazu gehört natürlich auch, dass sich pünktlich zum 11.11 das neue Prinzenpaar der Öffentlichkeit zeigt. Mit einem „Staatsbesuch“ der neuen Hoheiten im Rathaus bei Bürgermeister Peter Braun ist dieses Geheimnis jetzt gelüftet worden.

Ein Herzenswunsch

Bis zum Aschermittwoch übernehmen ihre Lieblichkeit Marion II. und ihr Prinzgemahl Fabian I. die Regentschaft über das närrische Volk. Mit bürgerlichen Namen heißen sie Marion Bauer und Fabian Simon. Ihnen stehen Marie I. und Johann I. als Kinderprinzenpaar zur Seite. Im richtigen Leben sind sie die Geschwister Andratzek. Für Marie ist es schon immer ein Herzenswunsch gewesen, einmal Prinzessin zu sein. „Und ich mache es für meine Schwester“, sagte ihr Bruder zu dieser sichtlich leicht gewesenen Entscheidung.

Für Marion Bauer schließt sich mit der Übernahme des Amtes als Faschingsprinzessin ein großer Kreis. Seit 15 Jahren ist sie schon bei der Schmidmühlener Faschingsgarde dabei. Sie war lange Jahre als Gardekommandeuse und Gardetrainerin in Personalunion. „Ein Amt, das mir immer Spaß und Freude bereitet hat.“ Fabian Simon gehört mittlerweile im vierten Jahr zum Elferrat des Faschingskomitees.

Zum Gelingen musste Bürgermeister Peter Braun freilich nicht nur die Gemeindekasse abliefern, sondern auch noch den Rathausschlüssel herausrücken. „Wie es mit der Kasse am Aschermittwoch bestellt sein wird, das wissen bekanntlich nur die Götter“, so die Expertise zur faschingsmäßigen Finanzplanung des Schatzmeisters.

Pünktlich zum 11.11 übernehmen wie in so vielen anderen Faschingsmetropolen auch in Schmidmühlen die Narren die Regentschaft. Ihr „Schmidmühlen oho“, ist nicht zu überhören im südlichen Landkreis. Und es war ein toller Auftakt für diesen Teil des Jahreskreises in der Faschingshochburg im Oberen Schloss in der guten Stube des Rathauses gewesen, der sonst nur dem Rat des Marktes und anderen Festlichkeiten vorbehalten ist. Und der bekannte Schlachtruf „Schmidmühlen oho“ klang schon ganz gut zum Start wenige Stunden vor dem 11.11 um 11.11 Uhr.

Spekulationen und Gerüchte

Spekulationen und Gerüchte gab es immer wieder, doch niemand hatte es geschafft, diesen Faschings-Code zu knacken. Doch jetzt ist für das am besten behütete Geheimnis „wer wird das neue Prinzenpaar“ der Geheimhaltungsgrund weggefallen. Es hatte keiner geschafft, dieses Geheimnis zu lüften, und selbst Schmidmühlens Buchmacher, die sonst alles wissen, waren mit ihren Prognosen so richtig danebengelegen. Lediglich ein paar echte Faschingsinsider haben das große Geheimnis schon seit einigen Wochen mit sich herumgetragen, wer denn letztendlich die Regentschaft über die fünfte Jahreszeit übernehmen wird.

„Man hat es nicht geschafft, die „Flurtelefone“ anzuzapfen oder sonst irgendwie dieses kleine, aber nette Geheimnis zu lüften“, sagt Komiteepräsident Manuel Wein nicht ohne Stolz. Dies ist auch ein Zeichen, dass innerhalb des Faschingskomitees ein großer Zusammenhalt besteht und auch nichts gegen eine fürstliche Belohnung von mehreren Karton Sekt verraten worden ist.

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