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Region Amberg
Mittwoch, 25. April 2018 20° 2

Ausstellung

Steingut aus drei Epochen zu sehen

In Hirschau werden ab Ostersonntag mehr als 700 Exponate aus der Dorfner-, Carstens- und Luckscha-Zeit präsentiert.

Auch Krüge aus den Steingutfabriken sind zu sehen. Foto: M. Popp

Hirschau.Von 1826 bis 1956 dauerte die Ära der Hirschauer Steingutproduktion. An dieses Kapitel Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt erinnert eine Ausstellung, die der Festspielverein ab Ostersonntag in der alten Mälzerei präsentiert.

2016 und 2017 waren zwei Sonderausstellungen dem Wirken der zur Carstens-Zeit in Hirschau tätigen Künstler Siegfried Möller bzw. Helene Fischer und Maria Piffl gewidmet. Jetzt sind in acht Vitrinen 742 in der alten bzw. neuen Fabrik hergestellte Steingutstücke – Gebrauchsgeschirr genauso wie dekorative und künstlerisch gestaltete Exemplare – aus den drei Epochen Dorfner (1826 bis 1918), Carstens (1918 bis 1936) und Luckscha (1936 bis 1956) zu besichtigen. 243 Exponate stammen aus der Dorfner-, 170 aus der Carstens- und 329 aus der Luckscha-Zeit. Aus der Dorfner-Ära sind außerdem Druckplatten für den Umdruck zu sehen.

Unter den Ausstellungsstücken sind rund 40 Krüge. Eine Hauptattraktion darunter ist ein Reservistenkrug des 6. Amberger Regiments aus der Zeit 1896 bis 1898. Außerdem sind über 30 verschiedene Dekore auf Tassen und Milchkännchen zu bewundern.

36 an den Wänden des Ausstellungsraumes angebrachte Schautafeln machen deutlich, dass die beiden Hirschauer Fabriken einst zu den größten der Oberpfalz gehörten. Die Schautafeln erzählen deren Geschichte von der Gründung bis zum Konkurs. Zeitdokumente informieren über ihre Besitzer und über einige in ihren Betrieben tätige namhafte Künstler. Sie schildern ebenso den Alltag der Arbeiter, Dreher und Maler sowie die Herstellung der Steingutwaren.

Geöffnet ist die Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat, jeweils von 14 bis 17 Uhr – erstmals am Ostersonntag, 1. April, und auch am Ostermontag, 2. April. Besuchergruppen können mit Hans Drexler, Tel. (0 96 22) 56 75, extra Besichtigungstermine vereinbaren. Der Eintritt ist frei. Spenden werden für den Aufbau eines Steingutmuseums verwendet. (asn)

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