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Region Amberg
Mittwoch, 18. Juli 2018 26° 2

Bauausschuss

Straße beim Schloss wird weiter benötigt

Bei einer Ortsbesichtigung in Theuern beschlossen die Räte, dass die Sauerzapfstraße nicht eingezogen werden kann.
Von Klaus Högl

Die schadhafte Sauerzapfstraße führt direkt am Schlossein- bzw. -ausgang vorbei, auf dem Grün neben der Straße soll ein Gehstreifen für Fußgänger errichtet werden. Foto: aeu
Die schadhafte Sauerzapfstraße führt direkt am Schlossein- bzw. -ausgang vorbei, auf dem Grün neben der Straße soll ein Gehstreifen für Fußgänger errichtet werden. Foto: aeu

Theuern.. Die Sauerzapfstraße in Theuern – sie zweigt gegenüber der Kirche von der Portnerstraße ab – führt vorbei am Haupteingang des Kulturschlosses, ist zugleich eine Verbindung zur Lochnerstraße. Auf den ersten Blick ist die gepflasterte, mittlerweile auch schadhafte, Strecke als Straße nicht so richtig erkennbar. Wird aber von Fußgängern, insbesondere bei Veranstaltungen, in Richtung Schloss auch genutzt und führt unmittelbar am Haupteingang vorbei.

Weil der Fahrzeugverkehr eine Gefährdung für die aus dem Schloss kommenden Besucher, darunter auch oft Schulklassen, darstellen könnte, hat Museumsleiter Michael Ritz beim Bauausschuss der Gemeinde den Antrag gestellt, die im Gemeindebesitz befindliche Sauerzapfstraße für den öffentlichen Verkehr zu sperren. Der Bauausschuss hat sich am Dienstag abends vor Ort mit dem Problem beschäftigt und resümierend festgestellt, dass die Straße „relativ gut frequentiert ist“.

Die Ausschussmitglieder standen dem Antrag aus dem Schloss durchaus mit Verständnis gegenüber. Es zeichnete sich aber schon bald ab, dass eine Sperrung bzw. Schließung der Sauerzapfstraße so nicht in Frage kommen kann, auch in ihrer Eigenschaft als Verbindung zur Lochnerstraße/Portnerstraße „und der dahinter liegenden Siedlung mit rund 35 Wohnhäusern“ bemerkte Herbert Breitkopf (SPD). Und, so sagte Breitkopf: „Wir haben da schon seit 35 Jahren die gleiche Diskussion“.

Peter Karzmarczyk (SPD)plädierte auch für die weitere Offenhaltung der Sauerzapfstraße, denn die Lochnerstraße hinter dem Schloss sei für größere Fahrzeuge nur sehr schwierig zu bewältigen. Thomas Pronath (CSU) war ebenfalls der Ansicht, die Lochnerstraße nicht zu sperren, auf der ein „schnelles Fahren ohnehin nicht möglich ist“. „Definitiv hat die Sauerzapfstraße nicht den Charakter einer öffentlichen Straße, ist sie aber“, sagte vom Bauamt Ronny Gäßner.

Schließlich war das einstimmige Fazit: Verbesserungen ja, Schließung nein. „Ich verstehe den Wunsch des Museums“ meinte Bürgermeister Roland Strehl, man werde sich auch damit beschäftigen, sich mit dem Landratsamt zusammensetzen. Die Sauerzapfstraße als Spielstraße zu deklarieren war auch ein Gedanke. Dann allerdings würde die Rechts-vor-Links Regelung bei der Einmündung in die Lochnerstraße wegfallen, deshalb wenig praktikabel.

Lösung des Problems

  • Vorschlag:

    Konsens war nach der Ortsbesichtigung, dass man die vier Meter breite Sauerzapfstraße mit einem Gehweg/Gehstreifen Richtung Schlosseingang verbreitern könne und zwar im Zuge der ohnehin nötigen Sanierung.

  • Zeitplan:

    „Das ist aber nichts was heuer noch passieren kann“ sagte Strehl; der Anfang aber ist gemacht.

  • Besitzverhältnisse:

    Die Straße ist im Besitz der Gemeinde, die Grünstreifen gehören dem Landratsamt.

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