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Bauarbeiten

Straßenausbau wird teurer

Die wichtigste Verbindung in Malsbach soll verbessert werden. Trotz höherer Kosten entscheidet sich der Gemeinderat dafür.
Von Paul Böhm

Die Dorfstraße in Malsbach soll ausgebaut werden, doch die Ausschreibung ergibt eine deutliche Kostensteigerung gegenüber Schätzungen.  Foto: Paul Böhm
Die Dorfstraße in Malsbach soll ausgebaut werden, doch die Ausschreibung ergibt eine deutliche Kostensteigerung gegenüber Schätzungen. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Ein Schwerpunkt der kommunalen Arbeit im Markt Hohenburg ist in den nächsten Jahren eine weitere Verbesserung des gemeindlichen Straßennetzes. Jetzt geht man den Ausbau der Ortsstraße in Malsbach an. Bürgermeister Florian Junkes informierte den Marktgemeinderat, dass der günstigste Anbieter knapp 900 000 Euro für einen Komplettausbau verlangt. Begonnen hatte man mit ersten Kostenschätzungen in Höhe von 520 000 Euro.

Jetzt wird der Markt Hohenburg die Mehrkosten bei der Regierung der Oberpfalz für eine Förderung nachmelden. Erst wenn diese Zusage im Rathaus vorliegt, soll sich die Tiefbaufirma an die Arbeit machen.

Verschiedene Marktgemeinderäte bemängelten, dass die notwendigen Maßnahmen, wie der Austausch der Wasserleitung, des Regenwasserkanals und die erforderliche zweite Ausfahrt dem Ingenieurbüro rechtzeitig bekannt gewesen seien. „Da hätte die erste Kostenaufstellung schon präziser ausfallen müssen“, lautete der Tenor aus dem Marktgemeinderat. Bürgermeister Florian Junkes sagte, dass der erste Kostenvoranschlag nur den Straßenausbau betraf.

Marktgemeinderat Josef Gmach stellte fest, dass sich mit diesem Ausschreibungsergebnis der bisher eingeplante Eigenanteil für den Markt von 125 000 Euro auch wesentlich erhöhen werde. Nach ausgiebiger Diskussion wurde beschlossen, dass der Marktgemeinderat die günstigste Firma beauftragt – falls ein Förderbescheid von der Regierung der Oberpfalz kommt. Die Hohenburger rechnen sich bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss aus, hieß es in der Sitzung.

Mehr Sicherheit für Schulkinder

Für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Hohenburg (Mendorferbucher Straße bis zur Gemeindegrenze bei Ödallertshof) legte der Marktgemeinderat drei Ausbauabschnitte fest. Der erste Abschnitt wäre der Bereich von der ehemaligen Schreinerei Weiß/Anwesen Troidl bis zur Ortsgrenze von Hohenburg. Bürgermeister Junkes sieht hier den gefährlichsten Teil der Streckenführung, weil die Ortsdurchfahrt eng ist.

Der Teilrückbau eines Steinstadels solle in diesem Bereich mehr Sicherheit für den Fußweg zur Schule bringen, sagte Bürgermeister Florian Junkes. „Wir müssen mit dem Landesamt für Denkmalpflege reden, ob dieser Ausbau so möglich wäre.“ Der Marktgemeinderat beschloss, für diesen Bauabschnitt im Bereich der Mendorferbucher Straße einen Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen.

Mobilfunkzentrum hilft Kommunen

  • Unterstützung:

    Das staatliche Mobilfunkzentrum in Regensburg unterstützt Kommunen beim Einwerben von Fördermitteln für Mobilfunkmasten.

  • Ziel:

    500 neue Masten sollen im Freistaat errichtet werden. 80 Millionen Euro stehen dafür laut Wirtschaftsministerium bereit. Das Mobilfunkzentrum ist bei der Regierung der Oberpfalz angesiedelt.

Einen weiteren Förderantrag für den Straßenausbau will Hohenburg für den Bereich von Berghausen bis zur Gemeindegrenze bei Ödallertshof auf den Weg bringen. Über das Mittelstück von der Ortsgrenze Hohenburg bis nach Berghausen soll erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße, über deren Sanierung nachgedacht wird, ist die von Adertshausen nach Allertshofen. „Wir müssen uns dann auch unterhalten, was mit der Schulstraße in Adertshausen und einem Straßenstück in Allertshofen passieren soll“, hieß es. Marktgemeinderat Sebastian Schärl hatte angefragt. Auch hier wird die Kommune einen Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz stellen.

Eine halbe Million für Mobilfunk

In Hohenburg gibt es einige Gebiete, die immer noch als schwarze Flecken für Mobilfunkverbindungen gelten. Dies soll sich jetzt ändern. Bürgermeister Florian Junkes gab bekannt, dass der Markt Hohenburg aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium eine Förderzusage für maximal eine halbe Million Euro zur Verbesserung des Mobilfunknetzes in der Gemeinde bekommen hat.

Der Markt Hohenburg musste aus den verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten die richtige Variante auswählen. Der Marktgemeinderat entschied sich einstimmig für die Variante der Baukonzession, deren Ablauf mit Breitband vergleichbar sei.

So geht es weiter: Hat die Gemeinde Hohenburg ihr Interesse beim Mobilfunkzentrum Regensburg bekundet, bestätigt dieses die Funklücke und klärt die Ausbaupläne der Netzbetreiber für die betreffende Region. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder die Gemeinde Hohenburg baut selbst, oder es wird eine Baukonzession vergeben. Dann startet eine Ausschreibung der Arbeiten.

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