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Beratung

Stromspar-Check hilft Energie sparen

Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer zog im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf eine positive Bilanz.

Karl-Heinz Hofbauer vom Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit ist Projektleiter für den Stromspar-Check. Foto: azd
Karl-Heinz Hofbauer vom Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit ist Projektleiter für den Stromspar-Check. Foto: azd

Ensdorf.„Rund 275 000 Haushalte mit geringem Einkommen haben seit 2008 bundesweit am Stromspar-Check teilgenommen und so ihre Energiekosten deutlich gesenkt“, betont Karl-Heinz Hofbauer, Projektleiter Stromspar-Check beim Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf. Viele der Teilnehmer konnten dank dieser individuellen Hilfe zur Selbsthilfe drohende Energieschulden oder gar Stromsperren vermeiden.

Als „gelungenes Beispiel für soziale Innovation bei der Bekämpfung von Energiearmut“ sei am 13. November 2017 das bundesweite Projekt Stromspar-Check Kommunal während der Weltklimakonferenz in Bonn von der Initiative Ashoka und der Schneider Electric Foundation ausgezeichnet worden. Stromspar-Check, eine Verknüpfung von Klimaschutz und Sozialpolitik, fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative bereits seit 2008.

Im Mittelpunkt des Stromspar-Checks, so Hofbauer, stünden eine Energiesparberatung sowie die kostenlose Installation von Energiespar- und Wasserspartechnik. Dabei beraten umfassend geschulte Stromsparberater die Haushalte „auf Augenhöhe“, da sie als ehemals Langzeitarbeitslose die Probleme armer Haushalte kennen. Die Energieeinsparung summiere sich bundesweit inzwischen auf mehr als 1000 Gigawattstunden (GWh), die CO2--Einsparung auf über 467 000 Tonnen.

Mit dem Projekt „Stromspar-Check,“ so erläutert Projektleiter Hofbauer weiter, würden Haushalte, die entweder Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, angesprochen. In der Regel beginne die Beratung mit einem Blick auf die Strom-, Heizenergie- und Wasserabrechnungen des Haushalts. Es folgt die Bestandsaufnahme der wichtigsten elektrischen Geräte, deren Verbrauchswerte – sofern erforderlich – gemessen werden. Dank qualifizierter Tipps und Empfehlungen der Stromsparhelfer könne mit einfachen Mitteln der Verbrauch gesenkt werden, erläuterte Hofbauer.

Die Stromsparhelfer werden in Ensdorf ausgebildet.

Bei einem zweiten Beratungsbesuch würden die Stromsparhelfer auf der Basis der aufgenommenen Daten ein individuelles Stromspar-Paket im Wert von durchschnittlich 70 Euro mitbringen und direkt installieren. Dieses kostenlose Stromspar-Paket könne neben verschiedenen Energiesparlampen auch schaltbare Zwischensteckdosen und Steckdosenleisten, TV-Standby-Abschalter zur Vermeidung von Standby-Verlusten sowie Zeitschaltuhren oder Thermostopps, aber auch neue Duschköpfe enthalten, um Einsparungen bei der elektrischen Warmwasserbereitung zu erreichen.

Weitere Informationen zum Stromspar-Chek gibt es im Internet unter http://www.zen-ensdorf.de/energiesparen-im-haushalt.html oder bei Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, Hauptstraße 5, Ensdorf, Telefon (0 96 24) 90 36 48, E-Mail: kh.hofbauer@zen-ensdorf.de (azd)

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