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Region Amberg
Sonntag, 24. Juni 2018 18° 5

Wahl

Suche nach Kandidaten oft schwierig

Die katholischen Pfarreien wählen die Pfarrgemeinderäte. Im Unteren Vilstal stehen nicht viele Neue bereit, um mitzuwirken.
Von Hans Babl

Tausende Katholiken sind am kommenden Sonntag aufgerufen, in den Pfarreien neue Pfarrgemeinderäte zu wählen. Foto: Archiv/Neumayer
Tausende Katholiken sind am kommenden Sonntag aufgerufen, in den Pfarreien neue Pfarrgemeinderäte zu wählen. Foto: Archiv/Neumayer

Ensdorf.Alle vier Jahre werden in ganz Bayern die Pfarrgemeinderäte neu gewählt. Am Sonntag, 25. Februar, ist es wieder soweit. „Zukunft gestalten – Weil ich Christ bin!“ heißt der Appell bei diesen Wahlen. Doch mancherorts war es gar nicht so einfach, genügend Kandidaten für den Pfarrgemeinderat zu finden.

2259 Seelen hat Pater Hermann Sturm als Pfarrer von St. Jakobus in Ensdorf zu betreuen. Zur Pfarrgemeinderatswahl am 25. Februar sind 1542 Katholiken im Alter von über 14 Jahren zur Wahl aufgerufen, zwölf Mitglieder sind für das Gremium zu wählen. Drei der bisherigen Pfarrgemeinderäte kandidieren nicht mehr, drei neue Kandidaten stehen auf der Wahlliste. Alle Kandidaten – neun Frauen und drei Männer – sind im Alter von 37 bis 63 Jahren. „Es war nicht schwierig, geeignete Kandidaten für den Pfarrgemeinderat zu finden“, berichtete Pfarrsekretärin Maria Hiltl auf Nachfrage unseres Medienhauses.

Wie in vielen anderen Pfarreien hofft man auch in Ensdorf auf eine rege Beteiligung, auch per Briefwahl, wozu die Unterlagen im Pfarrbüro erhältlich sind. Gewählt werden kann in Ensdorf am Sonntag, 25. Februar, im Pfarrsaal von 6 bis 12 Uhr, aber auch in Wolfsbach (bei Familie Reinwald neben der Kirche von 9 bis 12 Uhr) sowie in Thanheim (im Feuerwehrgerätehaus von 9 bis 12 Uhr).

Sondergenehmigung für zwei Räte

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer würdigt, Pfarrgemeinderäte geben den Pfarreien ein Gesicht. Foto: Archiv/Babl
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer würdigt, Pfarrgemeinderäte geben den Pfarreien ein Gesicht. Foto: Archiv/Babl

Pfarrer Gottfried Schubach betreut die Pfarreien Rieden und Vilshofen. Mit einer Sondergenehmigung werden zwei Pfarrgemeinderäte gewählt, in jeder Pfarrei ein eigener. In der rund 1500 Seelen umfassenden Pfarrei Mariä Himmelfahrt Rieden zählt der Pfarrgemeinderat zwölf Mitglieder. Davon kandidieren zehn erneut, zwei neue Kandidaten stehen auf der Wahlliste. „Neue Kandidaten waren schwer zu finden und mehr als zwei haben sich nicht bereiterklärt“, erzählt der Pfarrer. „Auf der Wahlliste stehen nun ganz paritätisch sechs Frauen und sechs Männer, alle sind im Alter von 24 bis 58 Jahren. Und sie werden also alle gewählt.“

Die Pfarrei St. Michael Vilshofen mit ihren etwa 900 Seelen hat einen zehnköpfigen Pfarrgemeinderat. Drei Mitglieder scheiden aus, drei stehen neu zur Wahl. Die zehn Kandidaten – sechs Frauen und vier Männer – haben ein Alter zwischen 22 und 60 Jahren. „Pfarrgemeinderäte sind wichtig für die jeweilige Pfarrei und den Pfarrer. Sie beraten, denken mit und helfen vielfältig“, betont Pfarrer Gottfried Schubach.

Viele neue Gesichter im Gremium

Mehr als 1700 Katholiken leben in der Pfarrei St. Ägidius Schmidmühlen, wo Pfarrer Werner Sulzer wirkt. Der Pfarrgemeindeart hat zehn Mitglieder. Bei der Neuwahl am 25. Februar wird sich in Schmidmühlen wohl viel ändern, denn nur vier der bisherigen Räte kandidieren erneut. Zehn Kandidaten stehen neu auf der Wahlliste. Von den 14 Kandidaten sind sechs Frauen und acht Männer im Alter zwischen 16 und 67 Jahren. „Ganz leicht war es nicht, genügend Kandidaten zu finden“, erzählt Pfarrhausfrau Klara Wittmann. „Es gab einige Absagen.“

Wahlen zum Pfarrgemeinderat

  • Wähler und Kandidaten

    Wahlberechtigt sind alle katholischen Christen ab dem 14. Lebensjahr, die in der jeweiligen Pfarrei wohnen. Auch Briefwahl ist möglich. Zu Pfarrgemeinderäten gewählt werden können Personen ab dem 16. Lebensjahr.

  • Beginn

    In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal die erste Wahl von Pfarrgemeinderäten, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1968 stattfand. Seither sind die Pfarrgemeinderäte aus den Pfarreien nicht mehr wegzudenken.

  • Größe des Gremiums

    Gewählt werden bei bis zu 1000 wahlberechtigten Katholiken zwischen sechs und zehn Räte, bei 1001 bis zu 3000 zwischen zehn und zwölf, ab 3001 zwischen zwölf und 20 (ebenso in Pfarreiengemeinschaften).

Auch Absagen bekommen

Die größte Pfarrei im unteren Vilstal ist die Pfarrei St. Antonius/St. Wolfgang Kümmersbruck mit 6100 Seelen, die Pfarrer Wolfgang Bauer betreut. 5400 Katholiken sind wahlberechtigt, so Pfarrsekretärin Kerstin Gmeiner. 20 Pfarrgemeinderäte werden gewählt, 24 Kandidaten im Alter von 22 bis 72 Jahren – 13 Frauen und elf Männer – stellen sich zur Wahl.

15 davon gehören schon bisher dem Pfarrgemeinderat an, neun sind neue Kandidaten. „Die Kandidatensuche war nicht gerade leicht. Wir haben mit Wahlvorschlägen gearbeitet, bekamen aber auch Absagen“, so die Pfarrsekretärin.

Zahl der Mitglieder reduziert

In der Pfarrgemeinschaft Theuern-Ebermannsdorf-Pitterberg von Pfarrer Herbert Grosser leben rund 3000 Katholiken. Bisher hatte der Pfarrgemeinderat 18 Mitglieder. Diese Zahl wird auf 15 reduziert, da nicht mehr Kandidaten gefunden wurden. Die Suche war „mittelschwer“, wie es Pfarrsekretärin Bernadette Schröder ausdrückt. Die Kandidaten sind zwischen 21 und 61 Jahren alt. Zwölf Kandidaten sind Frauen, drei Männer. Sieben der bisherigen Pfarrgemeinderäte kandidieren wieder, acht stehen neu auf der Wahlliste. „Der Pfarrgemeinderat wird paritätisch besetzt. Je fünf Mitglieder kommen aus der Pfarrei St. Nikolaus Theuern, fünf aus der Pfarrei St. Nikolaus Pittersberg und fünf aus der Pfarrei St. Konrad Ebermannsdorf“, so Bernadette Schröder.

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