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Sitzung

Thema Umwelt treibt Menschen um

Im Umwelt- und Energieausschuss ehrten die Kreisräte Amberg-Sulzbach engagierte Bürger. Über die Müll-Menge wurde diskutiert.
Von Josef Popp

Die Preisträger der „Grünen Hausnummer“ mit Landrat Hans Kummert und Richard Gaßner Foto: Popp
Die Preisträger der „Grünen Hausnummer“ mit Landrat Hans Kummert und Richard Gaßner Foto: Popp

Amberg.Kaum ein anderes Thema beschäftigt die Öffentlichkeit derzeit so stark wie das Thema Umwelt: Klimaerwärmung, Feinstaubbelastung, Dieselfahrverbote, Plastikmüll. Dies waren, wenn auch nicht spezifisch auf der Tagesordnung, Themen der Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses des Kreistages, die vom Stellvertretenden Landrat Hans Kummert geleitet wurde.

Zukunftsgerichtetes Umwelthandeln fängt schon „im Kleinen“, im Haushalt oder in der Kommune, an. Der Landkreis Amberg-Sulzbach fördert und unterstützt zusammen mit dem Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) verschiedene Maßnahmen, darunter die Vergabe der „grünen Hausnummer“. Diesmal erhielten vier Familien und der Markt Hahnbach diesen Preis. Kreisrat und ZEN-Vorsitzender Richard Gaßner überreichte die Auszeichnung zusammen mit Hans Kummert.

Mittel einstimmig freigegeben

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigten sich die Kreisräte mit der Förderung von Projekten durch das ZEN. Zur Beschlussfassung standen die Genehmigung und die Freigabe von Zuschussmitteln des Landkreises in Höhe von 32 000 Euro an. Kummert würdigte die Arbeit des ZEN, das maßgeblich zur Entwicklung eines nachhaltigen Bewusstseins im gesamten Landkreis beiträgt. Der Landkreis übernimmt seit dem 1. Januar 2010 die finanzielle Absicherung des Betriebs der Geschäftsstelle des ZEN. Ein Rahmenvertrag zwischen Landkreis Amberg-Sulzbach und ZEN-Förderverein regelt die Einzelheiten der finanziellen Förderung.

Geehrt Mit „Grüner Hausnummer“

  • Auszeichnung:

    Seit 20 Jahren vergibt der Landkreis Amberg Sulzbach die „Grüne Hausnummer“. Über 70 Haushalte wurden seither ausgezeichnet. Nach bestimmten Kriterien werden umweltfreundliche Baustoffe, Bauen mit der Sonne, moderne Heiztechnik, Natur am Haus und im Garten, aber auch der Umweltschutz im Alltag bewertet. Insgesamt gibt es zehn Kategorien.

  • Preisträger:

    Geehrt wurden Lorenz Hirsch (Ammerthal), Familie Bierler (Kümmersbruck), Martin Maier (Hirschau), Carina Rumpler (Poppenricht) sowie der Markt Hahnbach mit dem Rathaus. Sie alle handelten umweltfreundlich, nachhaltig und energieeffizient. (ajp)

Folgende Projekte standen zur Beschlussfassung an: „Aus- und Weiterbildung“ (darunter die Schulung der Hausmeister) in Höhe von 2000 Euro, „Service“ (unter anderem die Teilnahme an Aktionstagen) in Höhe von 4000 Euro, „Bewusstseinsbildung“ (zum Beispiel AG Energieschule, Grüne Hausnummer) in Höhe von 13 500 Euro sowie „Nachhaltigkeitskonzept“ (hierunter fallen das „Repair Cafe“ und die Nachhaltigkeitskonferenz) in Höhe von 1500 Euro sowie „Stromsparcheck“ mit 11000 Euro. Gaßner erläuterte im Einzelnen die Maßnahmen und sicherte zu, „spitz“ abzurechnen. Einstimmig wurden die Mittel freigegeben.

Zum Tagesordnungspunkt „Entwicklung der Restmüll- und Wertstoffmengen 2017 im Vergleich zu den Vorjahren“ stand kein Beschluss an. Dennoch wurde die von Sachgebietsleiter Robert Graf vorgelegte Statistik bzw. Übersicht durchaus kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet. Esging um die Frage, ob man die etwa gleichbleibenden Hausmüllmengen der vergangenen Jahre (2013: 12 296 Tonnen; 2017: 12 646 Tonnen) als positiv oder eher kritisch bewerten soll.

Müll vermeiden, bewusst kaufen

Neben diesem Hausmüll, der der thermischen Verwertung zugeführt wird, werden Abfälle zur Verwertung in den 28 Wertstoffhöfen gesammelt. Hierzu zählen Altpapier (plus 11,51 Prozent), Altglas (plus 1,42 Prozent), Altmetall aus den Wertstoffhöfen (minus 10,10 Prozent), Leichtverpackungen wie Kunststoffe und Verbunde, Alu, Weißblech (minus 5,13 Prozent), Grüngutabfälle (minus 7,22 Prozent), Bio- und Gartenabfälle (minus 6,22 Prozent) und Elektro- und Elektronik-Altgeräte. Seit 24. März 2006 werden Elektro- und Elektronik-Altgeräte auf allen Wertstoffhöfe des Landkreises gesammelt. Volle Container werden durch Entsorgungsunternehmen der produktverantwortlichen Hersteller abgeholt und entsorgt. Teilweise wurde das Müllaufkommen im Landkreis unterschiedlich bewertet. Schließlich fanden die Kreisräte zu dem Konsens, dass Müllvermeidung und umweltbewusstes Einkaufen und Konsumieren immer noch die beste Maßnahme zum Umweltschutz und Ressourcenschonung sei. Darauf solle der Landkreis weiterhin intensiv auf hinweisen und hinwirken.

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