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Region Amberg
Samstag, 23. Juni 2018 16° 5

Expedition

„Tora Bora“ und „Circle-Town“

Die „Box-Tours“ durch den Truppenübungsplatz Hohenfels waren beim deutsch- amerikanischen Volksfest Publikumsmagnet.

Sehr begehrt waren wieder die Tickets für eine Rundfahrt im Truppenübungsplatz Hohenfels – etwa 1500 Menschen nutzten beim Volksfest die Gelegenheit zur Teilnahme.Fotos: Paul Böhm
Sehr begehrt waren wieder die Tickets für eine Rundfahrt im Truppenübungsplatz Hohenfels – etwa 1500 Menschen nutzten beim Volksfest die Gelegenheit zur Teilnahme.Fotos: Paul Böhm

Hohenfels.Eintauchen in eine andere Welt – etwa 1500 Menschen nutzten beim deutsch-amerikanischen Volksfest die Gelegenheit zu einer Busrundfahrt durch den Truppenübungsplatz Hohenfels. Mit vielen Attraktionen gespickt war die 47. Auflage der deutsch-amerikanischen Freundschaftswoche, tausende Besucher kamen.

Es war nicht nur Boogie-Woogie, Line-Dance oder polynesische Tänze, Country Musik und eine militärische Fahrzeugshow samt Hubschrauber, sondern auch der typische Vergnügungspark mit Riesenrad, Loop, Flying Jumper, X-Flight, Polyp, Big Splash und Autoscooter geboten. Dazu gab es Bayerische Blasmusik im Festzelt. Viel zu bieten hatte die Gastronomie in den fünf Volksfest-Tagen mit typisch bayerischen, amerikanischen und auch mexikanischen Spezialitäten.

Fast wie eine vergessene Westernstadt schaut das Übungsdorf Enslwang heute aus. Bis nach Schmidmühlen sind es etwa fünf Kilometer.
Fast wie eine vergessene Westernstadt schaut das Übungsdorf Enslwang heute aus. Bis nach Schmidmühlen sind es etwa fünf Kilometer.

Beeindruckt hat wieder die US Fahrzeugausstellung aus dem Fuhrpark der Amerikaner in Hohenfels samt gestylten Motorrädern, die der Verein US Car Franken zum Volksfest organisiert hatte. Neben US- Polizeifahrzeugen, „Knight Rider“ und überdimensionalen Jeeps standen Muscle-Cars der Hersteller Pontiac, Dodge, Chevrolet und Ford oder überdimensionale Forstwirtschaftsfahrzeugen in der Reihe.

Parkplätze auf dem Flugfeld

Besonders beliebt waren die „Box-Tours“. Und damit alle auch einen Parkplatz bekamen, haben die Amerikaner wieder das Flugfeld für die PKW-Flut zur Verfügung gestellt. Gelassen nahmen die Volksfestbesucher die Zugangskontrollen, denn schließlich war man ja im militärischen Sperrgebiet zu Gast.

„Box-Tours“ einer der Höhepunkte

  • Stark nachgefragt

    waren wieder die sogenannten „Box-Tours“, die geführten Rundfahrten durch das Truppenübungsplatzgelände.

  • Gut 1500 Teilnehmer

    hat Norbert Wittl von Public Affairs gezählt.

  • Wichtig war

    Wittl, dass die Nachfrage erfüllt werden konnte. Fünf Busse waren den ganzen Tag über dafür unterwegs.

Zunächst führte die Fahrt durch den Lagerbereich Nainhof, vorbei an Hauptquartier, Feuerwehr, Schulen, Turnhalle über die Kreuzung „Five Corner“ in den Lagerbereich von Albertshof. Die Teilnehmer konnten dort noch die letzten Truppenteile sehen, die am US Großmanöver „Combined Resolve“ teilgenommen haben. Die überdimensionale Waschanlage mit fast 40 Waschplätzen beeindruckte ebenso wie der gute Zustand der Panzerstraßen. Über das Deinfelder Tal, der großen Absprungzone für Fallschirmjäger, ging die Tour in Richtung Raversdorf, einem ehemaligen Kirchdorf am Rande des ehemaligen Wehrmachtsübungsplatzes. Man sieht dort immer noch deutlich die Konturen des ehemaligen Dorfs. Außerdem warfen die Teilnehmer einen Blick auf das Übungsdorf mit einem Minarett als dominantes Bauwerk. Beeindruckend war auch das Höhlensystem „Tora Bora von Schwend“. Viele Informationen gab es zu den Umweltschutzmaßnahmen, zum Stand der Entmunitionierung von ehemaligen Schießbahnen oder zur Pflege der Regenrückhaltebecken. Auch das Sommerquartier der Fledermäuse in Bergheim wurde in Augenschein genommen.

Hinaus bis „Circle-Town“

Der Weg führte an der ehemaligen Raketenstation vorbei ins große Übungsdorf, in das die Ausbildung jeden Soldaten führt. Über Kirchenödenhart und dem wieder hergerichteten Kirchturm von „Maria Magdalena“ ging die Fahrt nach Matzhausen, dem Fundort der „Linsenflasche von Matzhausen“, einer Grabbeigabe aus der prähistorischen Latene-Zeit etwa 300 bis 400 vor Christus. Ein Nachbildung ist im Parsberger Heimatmuseum zu sehen, informierten die Reisebegleiter.

Über Oberdietldorf fuhren die Busse hinunter ins Hauntal mit seinem Regenrückhaltebecken, das schon fast Staudammcharakter hat, hinaus zur ehemaligen Ortschaft Haasla, zu dem die Soldaten wegen eines dortigen Kreisverkehrs kurz „Circle-Town“ sagen. Über ein Stück Autobahn für Konvoiausbildung kehrte man wieder über den Lagerbereich von Pöllnricht und Unterödenhart, einem ehemaligen Kriegsgefangenenlager während des Zweiten Weltkriegs zurück zum Volksfestplatz. (abp)

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