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Übung

Trockene Füße bei Hochwasser

Das THW probte den Stegbau für den Fall, dass die Vils über die Ufer tritt. Auch die Sieger der Sandsackchallenge wurden geehrt.
Von Doris Wagner

  • Es ist wichtig, beim Aufbau auf die Details zu achten. Foto: Doris Wagner
  • Die ersten drei Gewinner der Sandsackchallenge auf Ortsebene nahmen ihre Preise entgegen. Foto: Doris Wagner

Amberg.Hochwasser kann nicht nur Regensburg oder Passau treffen, sondern auch Städte wie Amberg. Im Ernstfall wird der Aufbau eines Hochwasserstegs durch das Technische Hilfswerk (THW) nötig, um den Bewohnern das Verlassen ihrer Wohnungen und Häuser zu ermöglichen.

Am Samstag wurde der Aufbau des Stegs durch das Amberger THW in der Schiffgasse sowie Schiffbrückgasse geübt. Hierfür wurden die beiden Gassen für Passanten gesperrt. 25 Einsatzkräfte und sieben Jugendliche des THW packten mit an, um die Einzelteile, die der Wechsellader in der Schiffgasse verteilte, an den richtigen Stellen aufzubauen. Auf beiden Seiten der Vils wurden insgesamt 260 Meter Steg aufgebaut. Im Ernstfall ist der Hochwassersteg jederzeit einsatzbereit im Abrollcontainer verladen und kann somit schnell an den Einsatzort gebracht und aufgebaut werden.

An der Übung beteiligten sich auch neue Einsatzkräfte, die Einblicke bekamen, wie das Bauen von Stegen und Arbeiten im engen Raum funktioniert. Das THW verfügt über modulare Einsatzgerüstsysteme, mit dem die Frauen und Männer vertraut sind. Sie werden häufig verwendet für das Abstützen von Wänden und Decken, bei Einsturzgefahr von Brücken, Türmen und Arbeitsplattformen oder auch für Stege. Schwerpunkt der Übung war das Anwenden des Wissens in den örtlichen Rahmenbedingungen.

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny besuchte die Übung des THW und ließ sich zeigen, dass auf die Einsatzkräfte des THW Amberg im Fall eines Hochwassers Verlass ist. Bei einer drohenden Hochwasserlage wird das THW von der Stadt alarmiert, dabei wird von mehreren Stellen der Wasserpegel genau beobachtet. Die Stadt und das THW stehen zusätzlich mit dem Wetterdienst in Verbindung. „Die Städte wie Passau und Regensburg haben oft zwei oder drei Tage Vorlauf und wissen dann: Wir müssen einen Steg aufbauen und vorbereiten. In Amberg haben wir tatsächlich nur paar Stunden. Umso wichtiger ist es, dass wir mit dem THW einen leistungsfähigen Partner haben“, sagte Cerny.

Auch Thomas Lachner, Leiter der Polizeiinspektion Amberg, sowie Achim Kuchenbecker, Pressesprecher der PI Amberg, statteten der Übung einen Besuch ab, um sich zu informieren.

Während die Frauen und Männer des THW ihr Können den Hochwassersteg errichteten, empfingen die Gewinner der Sandsackchallenge, die am 7. September in ganz Bayern stattfand, ihre Preise. Den 1. Platz der Ortssieger und bayerischen 3. Platz gewann die Ambergerin Katharina Baum-Shreider. Platz 2 der Ortssieger darf sich Daniel Pinto nennen, und der 3. Platz der Ortssieger ging an Basha Elias Sarmad. Mit der Sandsackchallenge regte das THW in Bayern jeden einzelnen an, sich mit dem Thema Hochwasserschutz auseinanderzusetzen.

Hilfebei Hochwasser

  • THW:

    Das Technische Hilfswerk ist ein gefragter Unterstützer für Feuerwehren, Polizei und Hilfsorganisationen. Zu den Aufgaben zählen technische und logistische Hilfeleistungen im Katastrophenschutzverfahren der EU sowie im Auftrag von UN-Organisationen. (awd)

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