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Patrozinium

Uschlberg feiert Kirchweih

Beim Gottesdienst wird das Getreide gesegnet. Die kleine Kirche hat eine bewegte Geschichte.
Hans Babl

Am Sonntag feiern die Uschlberger das Patrozinium ihrer kleinen Kirche.  Foto: Hans Babl
Am Sonntag feiern die Uschlberger das Patrozinium ihrer kleinen Kirche. Foto: Hans Babl

Ensdorf.Morgen feiert die Bevölkerung der kleinen Ortschaft Uschlberg oberhalb Ensdorfs das Patrozinium des St.-Magnus-Kirchleins. Beim Festgottesdienst für die Verstorbenen der Ortschaft am Sonntag, 9.30 Uhr, wird das Saatgetreide gesegnet.

Das Gotteshaus ist 1722 erstmals urkundlich erwähnt. In den Akten ist davon die Rede, dass die Bewohner eine Geldsammlung zur Errichtung einer Kapelle abgehalten haben. Dabei ist bereits ein Grundstock von 14 Gulden zusammengekommen. Der Baubeginn erfolgte 1745 und schon 1748 erteilte das Bischöfliche Ordinariat die Erlaubnis zur Zelebration der heiligen Messe, verbunden mit einer Predigt.

Glücklicherweise entging die Kirche der Säkularisation. Auch von der Demolierung der Kapellen in den Jahren 1803 und 1804 wurde sie verschont, weil der damalige Ensdorfer Pfarrer Laurentius Pfaller sie als Filialkirche eingestuft hat.

St. Magnus

  • Heiliger:

    Der heilige Magnus wurde um 699 geboren. Als junger Mann lebte er zunächst in St. Gallen in der Schweiz gemäß der Benediktinerregel „ora et labora – bete und arbeite“.

  • Mission:

    Ab 746missionierte er mit seinem Gefährten Theodor das östliche Allgäu, wurde dann von Bischof Wikterp von Augsburg an den oberen Lech entsandt.

  • Tod:

    An einem 6. September, wahrscheinlich im Jahr 772, ist Magnus gestorben. Besonders in Schwaben, Bayern, Tirol und der Schweiz wird er verehrt.

Bei einer gründlichen Renovierung im Jahr 1875 wurde der Altar neu gefasst und vom Amberger Johann Ernstberger ein neues Altarbild mit der Darstellung der vier Viehpatrone St. Magnus, St. Pirmin, St. Leonhard und St. Wendelin geschaffen. Dem Heiligen St. Magnus, dargestellt mit einem kleinen Bären, wurde das Kirchlein am 15. November 1875 von Pfarrer Michael Wittmann geweiht. Eine neuerliche umfassende Renovierung erfolgte 1987 und eine Außensanierung 2006. Die Besucher können sich an dem schmucken Altar mit dem Bild der Viehpatrone und den Figuren des Heiligen Georg und des Pestheiligen Sebastian erfreuen. Wertvoll ist die Statue „Jesus an der Geißelsäule“. Die Figur „Maria mit dem Kind“ ist eine bäuerliche Arbeit mit großer Ausdruckskraft. (abl)

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